Schweiz
Drogen

Die Uni Bern wollte Testkiffer mit Gras beliefern – nicht alle fanden das toll

Die Uni Bern wollte Testkiffer mit Gras beliefern – nicht alle fanden das toll

14.11.2017, 11:4514.11.2017, 11:50
Sonnenhungrige geniessen den langersehnten meteorologischen Fruehlingsbeginn auf der Grossen Schanze in Bern, am Sonntag, 14. April 2013. Im Hintergrund von links, das Finsteraarhorn, das Bundeshaus,  ...
Nix kiffen: Bund macht der Uni Bern einen Strich durch die Rechnung.Bild: KEYSTONE

Die Universität Bern darf keine Studie zum legalen Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken durchführen. Eine solche Studie erlaube das geltende Gesetz nicht, kommt das Bundesamt für Gesundheit zum Schluss.

Die Stadt Bern hatte die Universität beauftragt zu erforschen, wie sich das Konsum- und Kaufverhalten von Cannabis-Konsumenten verändert, wenn diese geregelten Zugang zur Droge haben. Auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Studienteilnehmer sollten untersucht werden.

Geplant war, Cannabis in Apotheken zu verkaufen. Im Frühling stellten das Institut für Sozial- und Präventivmedizin und das klinische Studienzentrum der Universität Bern beim Bund ein Gesuch für die wissenschaftliche Studie.

Sei ehrlich. Bist du grad am Kiffen?
An dieser Umfrage haben insgesamt 26011 Personen teilgenommen

Das Betäubungsmittelgesetz verbiete den Konsum von Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung vom Dienstag.

Doch ganz schlägt das BAG die Türe nicht zu. Grundsätzlich würde es das Bundesamt begrüssen, wenn neue Regulierungsmodelle wissenschaftlich analysiert werden könnten, wie es in der Mitteilung weiter schreibt. Um solche Studien zu ermöglichen, müsste das Gesetz aber mit einem «Experimentartikel» ergänzt werden.

Die Universität kann innert 30 Tagen gegen den Entscheid Beschwerde erheben. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Sterbehilfe in Zürich, Verhütungsmittel in Genf: Darüber wird in den Kantonen abgestimmt
In neun Kantonen finden heute neben den nationalen auch kantonale Abstimmungen und Wahlen statt. Damit du dabei nicht den Überblick verlierst, haben wir dir hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst.
Am Abstimmungssonntag im September stehen neben Entscheidungen zur Neutralitäts- und zur Ernährungsinitiative auch kantonale Belange auf dem Programm. Hier findest du die spannendsten Vorlagen und weiter unten alle Abstimmungen in den Kantonen im Detail.
Zur Story