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Bilaterale III: Studie verlangt wegen Europaverträge mehr Demokratie

Schweizer Nationalflagge und Europaflagge nebeneinander am Lago Maggiore, EU, Europ�ische Union, Schweiz, Nachbarschaft *** Swiss national flag and European flag side by side on Lake Maggiore, EU, Eur ...
Das bilaterale Vertragspaket soll die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) stabilisieren und weiterentwickeln.Bild: www.imago-images.de

Studie warnt: Mit Bilateralen III verlagern sich die Machtverhältnisse

Die neuen Europaverträge sollen mit einer Anpassung der Mitspracherechte des Parlaments, der Bevölkerung und zivilgesellschaftlicher Organisationen einhergehen. Das schlägt eine Studie zu den Bilateralen III vor und warnt vor einer Verlagerung der Machtverhältnissen.
18.06.2026, 05:0018.06.2026, 07:33

Die Studie setzt den Fokus auf die inländische Umsetzung des Vertragspakets, auch Bilaterale III genannt. Die dynamische Rechtsübernahme – die mit den Abkommen einherginge – verändert die politische Mitwirkung von Bundesrat, Parlament, Kantonen und Bevölkerung, wie am Donnerstag einer Mitteilung der Stiftung für direkte Demokratie zu entnehmen war.

Konkret verlagere sich das Machtverhältnis weg vom Parlament, der Bevölkerung und zivilgesellschaftlichen Organisationen hin zu dem Bundesrat und der Verwaltung, erkannte die Studie, die im Auftrag der Stiftung vom Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA) erstellt wurde. Sie schlägt sieben flankierende Massnahmen vor, um dem entgegenzuwirken.

Mehr Mitwirkung und Tranparenz

Damit das Parlament besser mitwirken kann, soll etwa eine ständige parlamentarische Europakommission geschaffen werden. Weiter soll die Möglichkeit einer sogenannten Europamotion geschaffen werden, die den Bundesrat bei der Festlegung der schweizerischen Verhandlungsposition verbindlich mandatiert, hiess es weiter.

Die Studie schlägt weitere Massnahmen zur Transparenz vor. So sollten etwa öffentlich zugängliche Europadienste, die Entwicklungen des EU-Rechts aufbereiten und transparent machen, aufgebaut werden. Zudem soll eine unabhängige Demokratiebeauftragte die innerstaatlichen Auswirkungen der dynamischen Rechtsübernahme auf die direkte Demokratie, die parlamentarische Mitwirkung und die politischen Rechte systematisch beobachten.

Parlament debattiert über Abkommen

Das bilaterale Vertragspaket soll die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) stabilisieren und weiterentwickeln. Derzeit befinden sich die Bilateralen III in der Parlamentsberatung. Damit sie in Kraft treten können, müssen das Parlament und allenfalls auch die Stimmbevölkerung den Abkommen zustimmen. (sda)

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129 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ED-209
18.06.2026 06:43registriert März 2026
Diese Meldung müsste grösser und prominenter platziert sein. Ist imho bedeutend wichtiger für uns als Fussball oder was Trump wo und wann gerade macht.
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Statler
18.06.2026 08:51registriert März 2014
Es wär vielleicht hilfreich, wenn man mal klarstellen würde, von welchen Übernahmen wir da sprechen. Das sind meistens recht sinnvolle Dinge wie die Anerkennung von Prüfungszertifikaten und solchem Zeug. Es geht - vor allem - um wirtschaftliches Zeug.
Aber weil keiner weiss, WAS da eigentlich übernommen werden soll, haben viele das Gefühl, wir würden uns komplett der EU unterwerfen, was schlicht und einfach falsch ist.

Wir werden nach wie vor über uns selbst bestimmen können.
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dan2016
18.06.2026 08:28registriert April 2016
Generell sind halt die Fragestellungen der Zukunft nicht unbedingt zwischen Vorderfultigen und Hinterfultigen lösbar... das war 1847 eine Erkenntnis, die zur Bildung des Bundesstaates führte, das war eine Erkenntnis, die in den letzten 70 Jahren zur EU führte. Nur dass man in der Schweiz das Gefühl hat, diesen Trend aufzuhalten. Und je später wir das erkennen, desto weniger Gestaltungsmöglichkeiten wird es geben.
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