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EU-Migrationspakt: Schweiz fliegt wieder Rückführungen nach Italien

FILE - A detainee runs in an open area of the Ponte Galeria, one of the facilities created to hold migrants ahead of their repatriation, in Rome, Italy, March 19, 2024. (AP Photo/Andrew Medichini, Fil ...
Ein Mann joggt in einem italienischen Rückführungszentrum.Bild: keystone

Schweiz fliegt ab Ende August wieder Asylsuchende nach Italien

18.08.2026, 09:0218.08.2026, 09:02

Ab Ende August sind erste Rückführungen nach Italien geplant. Erste Flüge seien gebucht, teilte das Staatssekretariat für Migration mit, wie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) berichtet.

Vorerst gehe es um Einzelfälle. Mit den italienischen Behörden habe das SEM vereinbart, dass die Überstellungen schrittweise erfolgen sollten. Offen bleibe, ob Italien zusätzliche Bedingungen für Rückübernahmen stelle.

Nach dem Amtsantritt von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni stoppte Italien jegliche Rückführungen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass Italien wieder Dublin-Asylsuchende von der Schweiz aufnehmen wird. Möglich macht dies ein neuer EU-Migrationspakt.

Italien nimmt nicht alle

Offenbar nimmt Italien jedoch lediglich Asylsuchende zurück, welche nach dem Inkrafttreten des Asylpakts am 12. Juni eingereist sind. So scheiterte eine Rückführung aus Deutschland erst vor wenigen Tagen.

Die Personen, welche aus der Schweiz nach Italien überführt werden, sind laut SEM nach dem 12. Juni in die Schweiz eingereist. Man wolle die Prozesse zuerst anhand aktueller Fälle testen. Die Bundesbehörde betone aber auch, dass keine Vereinbarung getroffen worden sei, früher eingereiste Asylsuchende von einer Rückführung auszuschliessen, schreibt das SRF.

3784 Asylsuchende hätten über das Dublin-Abkommen seit 2022 nach Italien zurückgeführt werden können. Anstelle einer Rückführung musste ihnen ein Asylverfahren gewährt werden. Fast 40 Prozent erhielten einen positiven Bescheid. Laut SEM könne die Schweiz nur noch 652 Menschen nach Italien zurückführen.

(nil, mit Material von Keystone-SDA)

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14 Kommentare
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DerLümmel
18.08.2026 10:01registriert September 2019
Könnte man nicht auch den Zug nehmen?
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Sotogrande
18.08.2026 09:39registriert Januar 2026
Wenn die Zahlen hier im Bericht zutreffen sind trotz Rückführungen immer noch über 3000 abgewiesene Asylbewerber via Italien in die Schweiz gereist und Italien nicht zurücknimmt, obwohl nach Schengen-Dublin dazu eine Verpflichtung besteht. Bedenklich diese Politik von Frau Meloni, aber mehr Wasser aus der Schweiz immer gerne.
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Zhen
18.08.2026 10:13registriert August 2026
Für mich war es extrem schwierig, eine Aufenthaltserlaubnis in der Schweiz zu erhalten. Ohne genügend Geld auf dem Konto, hätte ich keine Chance gehabt.

Warum nehmen europäische Länder so viele Menschen ohne Bildung und Perspektive auf, aber legen Einwanderern, die einen Mehrwert bringen und Steuern zahlen, so viele Steine in den Weg?

Das versteht in meiner Heimat niemand. China ist mittlerweile sicherer als Europa, insbesondere für Frauen.
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