Polizeiverband fordert mehr Personal im Kampf gegen Femizide
Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter hat mehr Personal und eine nationale Strategie im Kampf gegen Femizide gefordert. Anlass ist ein Vorfall vom vergangenen Wochenende im Tessin, bei dem drei Polizisten nach einem mutmasslichen Tötungsdelikt verletzt wurden.
Der Einsatz stand im Zusammenhang mit einem mutmasslichen Femizid in Faido TI, wie der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB) am Montag mitteilte. In Leontica TI verursachte der mutmassliche Täter eine Explosion, bei der die Einsatzkräfte verletzt wurden.
Aus Sicht des Verbandes ist eine personelle Verstärkung der Polizeikorps notwendig. Nur mit genügend Personal könnten moderne Schutzinstrumente wie elektronische Fussfesseln rund um die Uhr überwacht werden. Dies sei eine Voraussetzung für den bestmöglichen Schutz gefährdeter Personen.
Der VSPB appellierte an Politik und Behörden, die Polizeikorps mit den nötigen Mitteln auszustatten. Es brauche eine konsequente und langfristige Strategie zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt. Diese müsse Prävention, Opferschutz und eine enge Zusammenarbeit der Behörden umfassen. (sda)
