Schweiz
Gesellschaft & Politik

Zug: Perforierte Stimmzettel sorgten bei Gemeinden für Verwirrung

Perforierte Stimmzettel sorgten bei Zuger Gemeinden für Verwirrung

10.06.2024, 16:3310.06.2024, 16:33

Perforierte Stimmzettel haben am Sonntag in manchen Zuger Gemeinden bei der Auszählung der Transparenz-Initiative für Unregelmässigkeiten gesorgt. Die Zuger Regierung erklärte daraufhin die Abstimmung für ungültig.

«Das Problem lag bei den Gemeinden», bestätigte der Zuger Regierungsrat Andreas Hostettler gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag. Diese hätten es bei der Auszählung verpasst, die ungültigen Stimmzettel zu zählen, wie Hostettler bereits dem «Tages-Anzeiger» gesagt hatte.

Der Stimmzettel bestand aus drei Teilzetteln: einen für die Transparenz-Initiative, einen für den Gegenvorschlag und einen für die Stichfrage. Damit die Stimmabgabe gültig ist, mussten alle drei Teilzettel retourniert werden. Die Gemeinden hätten beim Öffnen der Wahlcouverts prüfen müssen, ob alle drei Zettel vorhanden sind, so Hostettler. Dies sei nicht geschehen und konnte später auch nicht mehr zurückverfolgt werden.

Ein weiteres Problem habe sich darin gezeigt, dass, wenn drei Personen jeweils nur einen Teilzettel einlegten, diese sich gegenseitig ausgleichen konnten, sagte Hostettler. Wenn sie sich gegenseitig ausglichen, ergab das eine gültige Stimmabgabe - obwohl alle drei Stimmen hätten ungültig sein müssen.

Welche Gemeinden richtig ausgezählt haben und welche nicht, dazu wollte Hostettler keine Auskunft geben. Die Regierung wolle am Mittwoch offiziell dazu informieren.

Die Verfassungsinitiative der Jungen Alternative umfasst die Offenlegung der Finanzierung der im Kantonsrat vertretenen politischen Parteien, ihrer Kampagnen im Hinblick auf kantonale Wahlen und Abstimmungen sowie die Offenlegung von Interessenbindungen der Amtsinhaber und Kandidierenden. Regierung und Parlament hatten dazu einen Gegenvorschlag ausgearbeitet. (hkl/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Bahn statt Strasse: Stimmvolk setzt klare Prioritäten
Eine neue Umfrage belegt: Die Milliardeninvestitionen in den Bahnausbau haben gute Chancen in einer Abstimmung. Selbst der umstrittene Grimseltunnel kommt gut an.
Das Büro der Zürcher Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh (FDP) und jenes von Bundesrat Albert Rösti (SVP) trennen 96 Kilometer Luftlinie und ein tiefer politischer Graben. Nachdem Rösti am 19. Juni bekannt gegeben hatte, wo die Milliarden für den künftigen Bahnausbau hinfliessen sollen, schwang sich Walker Späh zur lautesten Kritikerin seiner Pläne auf.
Zur Story