Hundekurse könnten nach zehn Jahren wieder obligatorisch werden
Vor zehn Jahren strich das Parlament die landesweite Pflicht für Hundekurse. Grund dafür war die Einschätzung, dass sie zu wenig Wirkung zeigten. Seither sind die Kantone selbst für die Regelung der Ausbildung von Hundehalterinnen und Hundehaltern zuständig. Das soll sich nach dem Willen der Grünen-Nationalrätin Meret Schneider nun ändern.
Hunde seien heute deutlich stärker in den Alltag ihrer Herrchen und Frauchen eingebunden. Umso wichtiger sei es, dass diese wissen, wie sie ihre Vierbeiner artgerecht halten und erziehen, schreibt das SRF.
Man müsse einen Hund auch mal in ein Restaurant oder ins Büro mitnehmen können, ohne dass er dort die anderen Leute belästige. Auch im Strassenverkehr soll er sich ruhig verhalten. Schneider ist deswegen für die Rückkehr der obligatorischen Hundekurse für Neuhundehalter. Spätestens nach 18 Monaten soll der Kurs absolviert werden. Den Vorstoss unterstützt der nationale Hundedachverband Hund Schweiz.
Das wäre dieses Mal anders
Anders als vor zehn Jahren soll der Kurs aber nicht bei jedem neu angeschafften Hund absolviert werden müssen, sondern nur von Ersthundehalterinnen und Ersthundehaltern. Wichtig sei dafür vor allem der geplante Theoriekurs vor dem Kauf des Hundes, meint Andreas Rogger, Geschäftsführer von Hund Schweiz, gegenüber dem SRF. Dabei gehe es auch darum, wie der passende Hund ausgesucht wird. Nicht nur das Aussehen sei wichtig, sondern die passende Rasse zum eigenen Lebensstil:
Kantonale Regelungen, die über ein neues Obligatorium hinausgehen, wären davon nicht betroffen. Die Motion wird parteiübergreifend unterstützt. Quer stellt sich einzig der Bundesrat: Er will die Regelung der Hundekurse weiterhin den Kantonen überlassen.
(kek)
