Schweiz
Gesellschaft & Politik

Hundekurse könnten für Ersthalter obligatorisch werden

Hund Quincy kuehlt sich ab in einem Brunnen, am Freitag, 17. April 2026, in Maienfeld. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer sollen lernen, wie sie mit ihren Vierbeinern richtig umzugehen haben.Bild: keystone

Hundekurse könnten nach zehn Jahren wieder obligatorisch werden

Nach einem Jahrzehnt wird nun die Rückkehr der obligatorischen Hundekurse für Ersthalterinnen und Ersthalter diskutiert. Wer sich dagegen sträubt.
04.08.2026, 18:2104.08.2026, 18:21

Vor zehn Jahren strich das Parlament die landesweite Pflicht für Hundekurse. Grund dafür war die Einschätzung, dass sie zu wenig Wirkung zeigten. Seither sind die Kantone selbst für die Regelung der Ausbildung von Hundehalterinnen und Hundehaltern zuständig. Das soll sich nach dem Willen der Grünen-Nationalrätin Meret Schneider nun ändern.

Hunde seien heute deutlich stärker in den Alltag ihrer Herrchen und Frauchen eingebunden. Umso wichtiger sei es, dass diese wissen, wie sie ihre Vierbeiner artgerecht halten und erziehen, schreibt das SRF.

Nationalraetin Meret Schneider, GP-ZH, spricht an der Fruehjahrssession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 18. Maerz 2026, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Meret Schneider möchte die obligatorischen Hundekurse wieder bundesweit einführen.Bild: keystone

Man müsse einen Hund auch mal in ein Restaurant oder ins Büro mitnehmen können, ohne dass er dort die anderen Leute belästige. Auch im Strassenverkehr soll er sich ruhig verhalten. Schneider ist deswegen für die Rückkehr der obligatorischen Hundekurse für Neuhundehalter. Spätestens nach 18 Monaten soll der Kurs absolviert werden. Den Vorstoss unterstützt der nationale Hundedachverband Hund Schweiz.

Das wäre dieses Mal anders

Anders als vor zehn Jahren soll der Kurs aber nicht bei jedem neu angeschafften Hund absolviert werden müssen, sondern nur von Ersthundehalterinnen und Ersthundehaltern. Wichtig sei dafür vor allem der geplante Theoriekurs vor dem Kauf des Hundes, meint Andreas Rogger, Geschäftsführer von Hund Schweiz, gegenüber dem SRF. Dabei gehe es auch darum, wie der passende Hund ausgesucht wird. Nicht nur das Aussehen sei wichtig, sondern die passende Rasse zum eigenen Lebensstil:

«Nicht: Welcher Hund passt zu mir? Sondern: Zu welcher Hunderasse passt mein Lebensstil?»
Andreas Rogger, Geschäftsführer von Hund Schweiz

Kantonale Regelungen, die über ein neues Obligatorium hinausgehen, wären davon nicht betroffen. Die Motion wird parteiübergreifend unterstützt. Quer stellt sich einzig der Bundesrat: Er will die Regelung der Hundekurse weiterhin den Kantonen überlassen.

(kek)

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30 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ngona
04.08.2026 19:13registriert März 2015
Ich bin eine erfahrene Hundehalterin und würde trotzdem in den Kurs gehen. Weil man immer etwas Neues lernen kann, weil man auch „Altbewährtes“ hinterfragen kann und auch zuletzt weil man neue Leute kennenlernt.
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Ich-möchte-verstehen
04.08.2026 18:50registriert April 2022
Ich bin Hundehalter und dafür - auch wenn ein obligatorischer Sachkunde-Nachweis erforderlich würde, würde ich den selbstverständlich machen.

Das wichtigste bei einer obligatorischen Einführung wäre, einen Standard für Hundetrainer/innen einzuführen - heute kann sich jeder Hundetrainer nennen und nicht alle sind wirklich gut.
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