Schweiz
Gesundheit

Für Abstimmungen vom Juni sind rund 10 Millionen Franken budgetiert

Für Abstimmungen vom Juni sind rund 10 Millionen Franken budgetiert

10.05.2024, 10:2110.05.2024, 10:21

Für die vier eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 9. Juni haben politische Akteure insgesamt 10,15 Millionen Franken budgetiert. Der grösste Teil davon wird für die Änderung des Stromgesetzes verwendet. Die höchste Einzelspende kommt von Economiesuisse gegen die Gesundheitsvorlagen.

Die Nationalraete Nadine Masshardt, SP-BE, Martina Munz, SP-SH, Lisa Mazzone, Praesidentin Gruene Schweiz und Nationalrat Christophe Clivaz, GP-VS, von links, von der Umweltkampagne Ja zu sauberer Ene ...
Die Ja-Kampagne. Bild: keystone

Dies geht aus den neuesten geschätzten Zahlen hervor, welche die eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) am Freitag, einen Monat vor dem Urnengang, veröffentlicht hat. Für das Stromgesetz sind 5,4 Millionen Franken budgetiert. Allerdings ist das Verhältnis nicht ausgewogen: Den Befürworterinnen und Befürwortern stehen 4,1 Millionen zur Verfügung, der Gegnerschaft 1,3 Millionen.

Weniger Geld fliesst in die Kampagnen für und gegen die Kostenbremse-Initiative und die Prämien-Entlastungs-Initiative. 2,8 Millionen Franken sind es für die erste, 1,8 Millionen für die zweite.

Von allen Kampagnen zu allen vier Vorlagen hat das überparteiliche Komitee «2x Nein zu den Gesundheitsinitiativen» das höchste Budget: 2,06 Millionen Franken. Knapp dahinter liegt die Befürworterkampagne «Allianz für eine sichere Stromversorgung» mit 2,02 Millionen Franken.

Hohe Beträge für Stromgesetz

Die grösste an die EFK gemeldete Einzelspende stammt vom Wirtschaftsdachverband Economiesuisse. Er lässt sich den Kampf gegen die zwei Gesundheitsvorlagen 2 Millionen Franken kosten. Zum Vergleich: Die Ärztevereinigung FMH setzt 0,5 Millionen gegen die Kostenbremse-Initiative ein.

Weitere grössere Beträge setzen die Unterstützerinnen und Unterstützer des Stromversorgungsgesetzes ein. Die Umweltorganisation WWF spendet 0,36 Millionen Franken, die drei Stromkonzerne Axpo, Alpiq, BKW und der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE je 0,25 Millionen. Die Energie-Stiftung setzt 0,97 Millionen ein. Gegen die Vorlage kämpfen die SVP mit 0,5 Millionen Franken und die Fondation Franz Weber mit 0,4 Millionen.

Wer für eine Kampagne zu einer eidgenössischen Abstimmung über 50'000 Franken spendet, muss die Finanzierung offenlegen. Dies betrifft Personen ebenso wie politische Organisationen. Die definitiven Zahlen publiziert die EFK am 23. August. (cst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Alles, was du zum Stromgesetz wissen musst
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Für die Schweiz interessiert sich niemand mehr» – die Lehren aus dem F-35-Kauf
Das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) will künftig – nach Möglichkeit – Rüstungsgüter direkt bei den Herstellern statt über die US-Regierung kaufen. «Das ist eine der zentralen Lehren aus dem F-35-Kauf», sagte Armasuisse-Chef Urs Loher in einem Interview mit der NZZ. Ob solche Direktkäufe möglich sind, ist jedoch offen. Dafür sei das grüne Licht der US-Behörden nötig.
Zur Story