Schweiz
Gesundheit

Schwangerschaftsabbrüche in der Schweiz – die Zahlen

ZUR EIDGENOSSISCHEN ABSTIMMUNG UEBER DIE INITIIATIVE „ABTREIBUNGSFINANZIERUNG IST PRIVATSACHE“ STELLEN WIR IHNEN AM SONNTAG, 9. FEBRUAR 2014 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG – 
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Chiurgische Behandlungen kommen nur selten vor. Bild: KEYSTONE

Schwangerschaftsabbrüche in der Schweiz: Mehrheit der Frauen ist über 30

13.07.2026, 11:3013.07.2026, 16:12

In der Schweiz wurden im letzten Jahr 12'301 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr mit 12'434 Fällen. Insgesamt zeigt sich, dass die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche in der Schweiz seit Jahren relativ konstant bleibt.

Mehr als die Hälfte der Frauen, die sich 2025 für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden, war über 30 Jahre alt (54 Prozent). Am seltensten waren Schwangerschaftsabbrüche bei den 15- bis 19-Jährigen (6 Prozent).

Im internationalen Vergleich ist die Rate der Schwangerschaftsabbrüche in der Schweiz niedrig. Mit 7,2 Abbrüchen pro 1000 Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren liegt die Schweiz deutlich unter den Werten vieler europäischer Länder. Zum Vergleich: In Frankreich, Schweden und dem Vereinigten Königreich liegen sie bei über 15.

Späte Schwangerschaftsabbrüche sind eine Ausnahme

Frauen treffen die Entscheidung meistens relativ früh: 95 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche erfolgen innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen. Die grosse Mehrheit der Schwangerschaftsabbrüche erfolgte medikamentös: 84 Prozent der Frauen nahmen dafür Medikamente ein. Nur 16 Prozent der Eingriffe wurden chirurgisch durchgeführt.

Ein Blick auf die Regionen zeigt deutliche Unterschiede: In städtisch geprägten Regionen wie Zürich (8,7 Abbrüche pro 1000 Frauen) und der Genferseeregion (9,0) liegen die Raten höher als in der Ost- und Zentralschweiz (5,4) oder im Tessin (5,8). (cst)

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