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Gesundheit

In Wetzikon ZH häufen sich die Fälle von Legionellose

In Wetzikon ZH häufen sich die Fälle von Legionellose

25.06.2026, 13:2225.06.2026, 13:22

In Wetzikon sind vermehrt Fälle von Legionellose aufgetreten. Das Wetziker Trinkwasser ist laut Stadt aber sicher und könne bedenkenlos getrunken werden.

Zwischen Januar des vergangenen Jahres und Juni 2026 wurden 25 Fälle gemeldet. 2024 wurden noch bloss zwei Fälle von Legionellose in Wetzikon gemeldet, teilte das Amt für Gesundheit des Kantons Zürich auf Anfrage von Keystone-SDA mit. Die betroffenen Personen wurden medizinisch betreut, wobei in der Mehrheit der Fälle eine Spitalbehandlung notwendig war.

«Entscheidend ist weniger die absolute Zahl als die festgestellte Häufung in einem begrenzten Zeitraum und Gebiet und im Verhältnis zur jeweiligen Einwohnerzahl», schreibt das Amt für Gesundheit. Kantonsweit würden üblicherweise jährlich zwischen 70 und 120 Fälle von Legionellose registriert werden, die sporadisch auftreten. Die Situation in Wetzikon unterscheide sich insofern vom üblichen Muster und werde aufmerksam untersucht.

Duschproben werden analysiert

Aktuelle Untersuchungsergebnisse zeigten, dass sich die Erkrankten durch das Duschwasser mit den Legionellen infiziert haben könnten, teilte die Stadt Wetzikon am Donnerstag mit. Eine gemeinsame Quelle in Form eines bestimmten Ortes oder einer spezifischen Anlage konnte bisher nicht identifiziert werden. Genauere Abklärungen seien derzeit im Gang. Dazu würden Patienten befragt und Patienten- und Duschwasserproben analysiert werden. Die Stadt stehe in engem Austausch mit Fachstellen und Gesundheitsinstitutionen.

Eine Ansteckung mit den Bakterien erfolgt ausschliesslich durch das Einatmen von feinsten Wassertröpfchen, die Legionellen enthalten. Zu den Quellen zählen zum Beispiel Duschen, Whirlpools, mit Wasser betriebene Klimaanlagen und Luftbefeuchter.

Wasserleitungen spülen

Zwar kommen die Legionellen natürlicherweise im Wasser vor. Bei Wassertemperaturen in Hausinstallationen zwischen 25 und 45 Grad sowie längerem Wasserstillstand, können sich Legionellen aber vermehren.

Darum sollten Wasserleitungen nach längeren Stillstandzeiten gespült werden. Der Raum sollte in dieser Zeit verlassen und gelüftet werden. Zudem wird empfohlen Duschbrausen, Luftbefeuchter, Whirlpools und Klimaanlagen regelmässig zu entkalken. Auch Boiler sollten täglich mindestens während einer Stunde 60 Grad erreichen.

Gelangen die Bakterien in die Atemwege, können sie die Lunge infizieren und eine Legionellose oder die Legionärskrankheit verursachen. Letztere kann zu einer schweren Lungenentzündung führen. Besonders für ältere Menschen, Personen mit chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucherinnen und Rauchern besteht ein erhöhtes Risiko zu erkranken. Die meisten Menschen erkranken trotz Kontakt mit dem Bakterium nicht. (hkl/sda)

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