Schweiz
Gesundheit

Mehr Schweizer erkranken durch Lebensmittel an Campylobacteriose

Immer mehr Menschen in der Schweiz erkranken durch Lebensmittel

02.07.2026, 12:5902.07.2026, 12:59

In der Schweiz haben die durch Lebensmittel verursachten Krankheiten im Jahr 2025 zugenommen. Mit 8654 laborbestätigten Fällen war die Campylobacteriose die häufigste Infektion, gefolgt von der Salmonellose mit 2280 Fällen.

durchfall
Campylobacteriose führt zu Durchfall.Bild: shutterstock

Infektionen mit dem Shigatoxin-bildenden Bakterium Escherichia coli (STEC) wurden 1433 Mal nachgewiesen, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilten. Diese Zahlen seien zwar stabil, bewegten sich jedoch auf hohem Niveau.

Signifikanter Anstieg

Die kantonalen Behörden meldeten dem Bund für das Jahr 2025 zudem 72 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche. Im Vorjahr waren es 43 gewesen. Mindestens 660 Personen erkrankten, 21 mussten hospitalisiert werden und es gab zwei Todesfälle.

Laut BLV gibt der Anstieg aber kein Anzeichen für eine Verschlechterung der Lebensmittelsicherheit. Vielmehr sei die Entwicklung auf eine verbesserte Meldepraxis zurückzuführen.

Hohe Kosten wegen Durchfallerkrankungen

Die krankmachenden Keime sind in rohen Lebensmitteln wie Fleisch, Geflügel, Eiern, Fisch und Meeresfrüchten enthalten. Bei unsachgemässer Lagerung und Zubereitung können diese auf den Menschen übertragen werden und Magen-Darm-Krankheiten verursachen. Durchfallerkrankungen verursachen Kosten von bis zu 50 Millionen Franken, wovon 10 Millionen Franken auf die Campylobacteriose entfallen würden.

Die Behörden erinnerten daran, dass Lebensmittelunternehmen die geltenden Hygienevorgaben einhalten und die Lebensmittelsicherheit gewährleisten müssten. Konsumentinnen und Konsumenten könnten sich mit einfachen Hygieneregeln in der Küche schützen, etwa durch das vollständige Durchgaren von Fleisch. (dab/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
66 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
s'Paddiesli
02.07.2026 15:02registriert Mai 2017
Wenn Fleisch umetikettiert wird, um es noch zu verkaufen, überrascht mich das nicht.
936
Melden
Zum Kommentar
avatar
Kant
02.07.2026 14:27registriert Oktober 2018
Wenn Güselbetriebe öffentlich nie genannt werden und höchstens ein Mei Mei erhalten, darf man sich auch nicht wundern, wenn die das für ihren Profit mit einplanen…
916
Melden
Zum Kommentar
avatar
Holde Yolle
02.07.2026 17:11registriert März 2025
Man könnte ja die Grüsel Wirte mit ihren Imbissbuden und Restaurants öffentlich bekannt machen.
Ich vermute, da würden auch diese Krankheiten weniger werden.
Nur so ein Gedanke.
744
Melden
Zum Kommentar
66
Harvard verteidigt bei Uni-Ranking Platz 1 – so schneiden die Schweizer Hochschulen ab
Die ETH Zürich bleibt die beste Universität im Lande. Das sagt zumindest das neu veröffentlichte «Academic Ranking of World Universities» (ARWU). Darin belegt sie als einzige Schweizer Universität in den Top 20 den 19. Platz. Das ARWU bewertet seit 2009 jährlich Bildungsstätten auf der ganzen Welt.
Zur Story