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Private Fallen: Tessins neue Massnahme gegen den Japankäfer

Private Fallen: Tessins neue Massnahme gegen den Japankäfer

20.07.2026, 13:2420.07.2026, 13:24

Von weit kommt er her: der Japankäfer.

In der Deutschschweiz breitet er sich weiter aus, seit er 2023 in Kloten ZH erstmals nachgewiesen wurde. Im Tessin kommt die invasive Art schon länger vor: Dort kämpft man seit 2017 gegen ihre Ausbreitung.

Popillia japonica (Japankäfer)
Der Japankäfer stammt – wenig überraschend – ursprünglich aus Japan.Bild: Shutterstock

Denn der aus Hokkaido stammende Käfer kann grosse Schäden in der Landwirtschaft sowie in der Natur verursachen, da er hierzulande keine natürliche Feinde hat. Er frisst Blätter, Blüten und Früchte von zahlreichen Pflanzenarten. Besonders gefährdet sind Obstkulturen, Reben, Gemüse sowie Zierpflanzen.

Private Fallen

Im Tessin ist die Lage mittlerweile so ernst, dass der Kanton der Bevölkerung empfiehlt, besondere Fallen in Gärten aufzustellen. So kann auch die Bevölkerung dazu beitragen, die Ausbreitung des Insekts einzudämmen.

Die Verkaufszahlen seien explodiert. Raffaele Caminada, Inhaber des Gartenzentrums Caminada SA, sagte gegenüber dem Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz (RSI): «Wir haben zehnmal mehr verkauft als im letzten Jahr.» Trotz der grossen Nachfrage habe es keine Lieferengpässe gegeben.

Der grüne Trichter der Falle ist im Tessin entwickelt worden – und wird auch dort produziert.
Der grüne Trichter der Falle ist im Tessin entwickelt worden – und wird auch dort produziert. bild: rts

Das Spannende: Der grüne Trichter der Falle wurde im Tessin entworfen. Ursprünglich war er für die Spielzeugherstellung gedacht. (cst)

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