Kanton Basel-Stadt meldet zwei neue Legionellen-Erkrankungen
Im Kanton Basel-Stadt sind zwei neue Erkrankungen im Zusammenhang mit einer Legionellen-Infektion verzeichnet worden. Laut dem Gesundheitsdepartement musste sich eine der infizierten Personen in Spitalpflege begeben.
6 von 28 Betroffenen im Spital
Damit ist die Zahl der Gesamtinfektionen mit dem Bakterium Legionella pneumophila im Zusammenhang mit dem kürzlichen Ausbruch in Basel auf 28 gestiegen, wie das Gesundheitsdepartement (GD) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Die neusten Zahlen beziehen sich auf den Stand Mittwoch um 11 Uhr.
Derzeit befänden sich sechs Personen noch im Spital. Eine Person, die am Dienstagnachmittag noch auf einer Intensivstation gepflegt wurde, habe diese inzwischen verlassen können.
Das GD hatte am Montag an einer Medienkonferenz über den Ausbruch informiert, der bisher ein Menschenleben gekostet hat. Als die wahrscheinlichste Infektionsquelle gelten zwei Nasskühltürme auf dem Dach des Manor-Hauptsitzes in der Kleinbasler Rebgasse. Diese wurden abgeschaltet und werden nun untersucht.
Der Schweizerische Verein für Luft- und Wasserhygiene (SVLW) hat nach dem Legionellenausbruch in Basel an die Betreiber von Verdunstungskühlanlagen appelliert. Diese tragen die Verantwortung für einen hygienisch sicheren Betrieb ihrer Anlagen, wie der Verein am Mittwoch mitteilte.
Richtig geplante und fachgerecht gewartete Verdunstungskühlanlagen stellten nach aktuellem Wissensstand kein Gesundheitsrisiko dar. Voraussetzung dafür seien klare Verantwortlichkeiten, qualifiziertes Personal und die konsequente Umsetzung der anerkannten Regeln der Technik, hiess es weiter. (sda)
