Schweiz
Immobilien

Jeffrey Epstein interessierte sich für Luxusvillen in der Schweiz

Jeffrey Epstein interessierte sich für diese Luxusvilla in der Schweiz

04.02.2026, 13:5811.02.2026, 17:02

Der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte wohl ein Auge auf zwei Luxusvillen in der Schweiz geworfen. Das geht aus den am Freitag veröffentlichten Epstein-Files hervor.

Eine der Liegenschaften ist eines der prestigeträchtigsten Einfamilienhäuser der Schweiz: Es handelt sich um die «Villa Rose» in Meggen, Luzern. Das Anwesen am Vierwaldstättersee mit Boots- und Angestelltenhaus, Parkanlage und Wellnessanlage erstreckt sich über etwa 10'200 Quadratmeter, schreibt die «Luzerner Zeitung». Es gehörte dem verstorbenen Zuger Rohstoffhändler Marc Rich.

Aus einer nun veröffentlichten E-Mail des früheren US-Basketballfunktionärs David Stern an Epstein geht hervor, dass dieser im Jahr 2010 Richs Anwesen vermitteln wollte. Das Geschäft könne diskret und ohne Agentur abgewickelt werden, da er Rich gut kenne, schrieb Stern.

Die «Villa Rose» im Luzerner Meggen.
Die «Villa Rose» im Luzerner Meggen.bild: keystone

Die Villa biete Hochsicherheitsanlagen und Privatsphäre, ergänzte der Sportfunktionär. Er schloss seine E-Mail mit der Frage: «Any interest?» Epstein zeigte sich zwar interessiert, zum Kauf kam es schlussendlich allerdings nicht.

Hier liegt die «Villa Rose».

In einer weiteren Mail wird eine herrschaftliche Liegenschaft im Kanton Zug erwähnt. Ein Immobilienunternehmen beschrieb David Stern gegenüber ein Objekt am Zugersee. Dieser hätte zuvor entsprechendes Interesse bekundet. Stern wiederum leitete die Nachricht – ohne dass das Immobilienunternehmen davon wusste – an Jeffrey Epstein weiter.

Die betroffene Immobilienberaterin zeigte sich auf Anfrage der «Luzerner Zeitung» überrascht, in den Akten aufzutauchen. Die Anfrage Sterns bestätigte sie – doch weder habe sie Kontakt mit Epstein gehabt, noch habe sie gewusst, dass Stern und Epstein in Kontakt standen. (hkl)

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Diese prominenten Namen tauchen in den Epstein-Files auf
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Diese prominenten Namen tauchen in den Epstein-Files auf

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quelle: archive photos / davidoff studios photography
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27 Kommentare
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Heini Hemmi
04.02.2026 14:58registriert November 2017
Da muss ich doch grad an Jacky Badran von der SP denken, die uns vor solchen Ausverkäufen unserer Heimat beschützen will. Und an die SVP, deren Politik dafür sorgt, dass ihr das nur schwer gelingt.
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Der Luzerner
04.02.2026 15:52registriert September 2025
Erschreckend ist weniger, dass Epstein Interesse an Schweizer Luxusvillen hatte, sondern wie diskret und selbstverständlich ihm Türen geöffnet wurden. Der Fall zeigt, wie Geld, Prestige und Netzwerke moralische Alarmglocken übertönen. Transparenz fehlt. Genau das macht solche Geschichten beunruhigend.
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