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Schweiz sagt Nein zu 10-Millionen-Initiative: So reagiert von der Leyen

European Commission President Ursula von der Leyen addresses the media after a meeting with Republic of Korea President Lee Jae Myung at the European Council building in Brussels, Wednesday, June 10,  ...
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, hat sich zum Abstimmungssonntag geäussert.Bild: keystone

Schweiz lehnt 10-Millionen-Initiative ab – so reagiert Ursula von der Leyen

14.06.2026, 17:3014.06.2026, 17:32

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, will die Zusammenarbeit mit der Schweiz weiterhin modernisieren und vertiefen. Vom Abstimmungsresultat am Sonntag habe sie Kenntnis genommen, schrieb sie auf dem Kurznachrichtendienst X.

«Das Schweizer Volk hat entschieden», schrieb die deutsche Politikerin am Sonntag auf Englisch in einem Beitrag. Dabei erwähnte sie ein «gutes Gespräche» mit Bundespräsident Guy Parmelin. Wo und wann das Gespräch stattgefunden hatte, war zunächst nicht klar.

Die EU und die Schweiz verbinde eine enge Beziehung und eine starke Partnerschaft, hiess es weiter. Diese solle zum Wohle der Bürger und Unternehmen modernisiert und vertieft werden.

EU-Parlamentarier begrüsst Ablehnung der SVP-Initiative

Auch ein weiterer EU-Vertreter hat den Entscheid der Schweiz «für Stabilität statt für Unsicherheit» in den Beziehungen zur EU begrüsst. Weiter blickte der Franzose Christophe Grudler auf Lösungen, die die Bilateralen III bieten würden.

EUROPEAN PARLIAMENT - CHRISTOPHE GRUDLER Portrait of MEP Christophe Grudler in the European Parliament. Brussels on 12/01/2021. Portrait du depute europeen Christophe Grudler au Parlement Europeen. Br ...
Auch EU-Parlamentarier Christophe Grudler begrüsst das Ergebnis.Bild: imago

Grudler anerkannte, dass es in Grenzregionen zu Schwierigkeiten kommen würde, wie er der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage schriftlich mitteilte. Diese würden in Zusammenarbeit überwunden werden.

Dabei erwähnte er das bilaterale Vertragspaket, das vom Bundesrat und der Europäischen Kommission unterzeichnet wurde und sich im Ratifizierungsprozess befindet. Die Verträge werden auch Bilaterale III genannt.

«Diese Abkommen werden konkrete Antworten auf mehrere in der Schweiz geäusserte Bedenken liefern, insbesondere dank einer Schutzklausel für den Fall erheblicher Schwierigkeiten», sagte Grudler.

Unter der Schutzklausel ist ein Instrument gemeint, das dem Bundesrat die Möglichkeit gibt, bei «schwerwiegenden wirtschaftlichen oder sozialen Problemen» die Einwanderung zu steuern. Damit das Instrument in Kraft treten kann, müssen die Bilateralen III vom Parlament und allenfalls auch von der Stimmbevölkerung gutgeheissen werden.

Das Vertragspaket muss auch in Brüssel vom Europäischen Parlament verabschiedet werden. Grudler ist dabei federführend und der Berichterstatter für das Dossier und die Beziehungen zur Schweiz im Allgemeinen. Der Franzose gehört im Europäischen Parlament der zentristisch-liberalen Fraktion Renew an. (dab/sda)

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