Lindt & Sprüngli in den USA wegen Vorwurf der Kinderarbeit verklagt
Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Donnerstagabend zuerst darüber berichtet. Lindt & Sprüngli habe zwar verkündet, Kinderarbeit in seiner Lieferkette beenden zu wollen, profitiere aber weiterhin davon, hiess es laut Bloomberg in der Klage, die an einem Gericht im District of Columbia eingereicht wurde. Die Kanzlei warf dem Konzern vor, kaum etwas zur Verhinderung der Kinderarbeit zu unternehmen.
Der Schokoladenhersteller weist die Anschuldigungen zurück. «Wir verfügen über Lieferantenrichtlinien und gehen systematisch allen Verdachtsfällen von Kinderarbeit in unserer Lieferkette nach», sagte ein Sprecher am Freitag der Nachrichtenagentur AWP.
Man nehme das Thema Kinderarbeit «sehr ernst». «Diese unbegründeten Vorwürfe ähneln Klagen und Forderungen, die dieselbe Organisation bereits zuvor gegen viele andere Schokoladenhersteller erhoben hat.»
Lindt & Sprüngli hatte im vergangenen Jahr das Ziel ausgegeben, ab 2026 ausschliesslich Kakao von Lieferanten zu beziehen, die über ein Überwachungssystem für Kinderarbeit verfügen. (sda/awp)
