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US-Anwälte verklagen Lindt & Sprüngli wegen Vorwurf der Kinderarbeit

Cocoa Young cocoa plantation worker opening a pod in Guezon, Ivory Coast. Copyright: xGODONGx/xBSIPx 015871_188 Bsip_015871_188
Ein junger Arbeiter auf einer Plantage in Guezon an der Elfenbeinküste zeigt die «Bohnen» der Kakaofrucht. (Archivbild)Bild: www.imago-images.de

Lindt & Sprüngli in den USA wegen Vorwurf der Kinderarbeit verklagt

Lindt & Sprüngli ist in den USA von einer aktivistischen Anwaltskanzlei verklagt worden. Die Kanzlei International Rights Advocates wirft dem Schokoladenhersteller vor, seine Bemühungen zur Bekämpfung von Kinderarbeit in den Kakao-Bezugsländern Ghana und der Elfenbeinküste falsch darzustellen.
24.07.2026, 12:1024.07.2026, 12:10

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Donnerstagabend zuerst darüber berichtet. Lindt & Sprüngli habe zwar verkündet, Kinderarbeit in seiner Lieferkette beenden zu wollen, profitiere aber weiterhin davon, hiess es laut Bloomberg in der Klage, die an einem Gericht im District of Columbia eingereicht wurde. Die Kanzlei warf dem Konzern vor, kaum etwas zur Verhinderung der Kinderarbeit zu unternehmen.

Der Schokoladenhersteller weist die Anschuldigungen zurück. «Wir verfügen über Lieferantenrichtlinien und gehen systematisch allen Verdachtsfällen von Kinderarbeit in unserer Lieferkette nach», sagte ein Sprecher am Freitag der Nachrichtenagentur AWP.

Man nehme das Thema Kinderarbeit «sehr ernst». «Diese unbegründeten Vorwürfe ähneln Klagen und Forderungen, die dieselbe Organisation bereits zuvor gegen viele andere Schokoladenhersteller erhoben hat.»

Lindt & Sprüngli hatte im vergangenen Jahr das Ziel ausgegeben, ab 2026 ausschliesslich Kakao von Lieferanten zu beziehen, die über ein Überwachungssystem für Kinderarbeit verfügen. (sda/awp)

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