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Generika: Trump kündigt Zölle in Höhe von 100 Prozent an

epa13125116 US President Donald J Trump speaks during his meeting with Lebanese President Joseph Aoun in the Oval Office of the White House in Washington, DC, USA, 21 July 2026. EPA/AARON SCHWARTZ / P ...
Bislang waren Generika von den im April des laufenden Jahres angekündigten US-Zöllen auf Medikamente ausgenommen.Bild: Keystone

Trump kündigt Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Generika-Importe an

US-Präsident Donald Trump hat Zölle in der Höhe von 100 Prozent auf die Einfuhr von Generika in die USA ab August 2028 angekündigt. Die Massnahme zielt seiner Aussage nach darauf ab, die Produktion von Arzneimitteln wieder in die USA zu verlagern.
22.07.2026, 02:1822.07.2026, 04:40

«Ab dem 1. August 2026 gilt für alle in die Vereinigten Staaten eingeführten Generika weiterhin ein Zoll von Null Prozent für einen Zeitraum von zwei Jahren, danach wird der Zoll für einen Zeitraum von einem Jahr auf 100 Prozent und danach auf 200 Prozent angehoben», schrieb der US-Präsident auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social. Auf welche gesetzliche Grundlage er sich bei den angedrohten Zöllen berufen will, liess der Republikaner in seinem Post offen.

Generika sind Medikamente, die Marken-Präparaten gleichen, aber meist deutlich günstiger sind. Bislang waren Generika von den im April des laufenden Jahres angekündigten US-Zöllen auf Medikamente ausgenommen, die bis zu 100 Prozent betragen können. Der US-Präsident hatte seinem Handelsminister Howard Lutnick aber ein Jahr Zeit gegeben, die Lage neu zu bewerten und gegebenenfalls neue Massnahmen bezüglich der Einfuhr von Generika zu empfehlen.

Andere Medikamente sind nicht betroffen

Die Massnahme ziele darauf ab, «um die Produktion von Generika wieder nach Amerika zurückzuverlagern», wobei Unternehmen, die sich entschieden, innerhalb der ihnen gesetzten Frist keine Anlagen zu errichten, bestraft würden, so der US-Präsident weiter. Ziel dieser Politik sei es, «die Bevölkerung der Vereinigten Staaten zu schützen». Die bereits geltenden Massnahmen in Bezug auf andere Arzneimittel blieben derweil unverändert in Kraft.

Trump will die vergleichsweise hohen Arzneimittelpreise in den USA drücken. Er wirft Herstellern vor, mit günstigerer Produktion im Ausland den Wettbewerb zulasten von US-Firmen zu verzerren. In den USA wird besonders kostenintensiv im Pharma-Bereich geforscht.

Die USA sind der wichtigste Absatzmarkt für Schweizer Pharmafirmen. Im Rahmen der erstmaligen Ankündigung von Zöllen auf die Einfuhr patentgeschützter Medikamente hiess es in einem Dekret des Weissen Hauses Anfang April 2026, dass für Schweizer Pharmaexporte ein reduzierter Zollsatz von 15 Prozent gelten soll.

Die Landesregierung bezeichnete die Einführung von US-Zusatzzöllen auf pharmazeutische Produkte damals als «eine zusätzliche Belastung für die exportierende Schweizer Pharmaindustrie», wie es beim Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) damals auf Anfrage von Keystone-SDA hiess. (sda/afp/dpa)

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