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G7-Proteste in Genf: Frankreich will Kosten der Schweiz nicht übernehmen

G7-Proteste in Genf: Frankreich beteiligt sich nicht an Schweizer Sicherheitskosten

10.07.2026, 07:4710.07.2026, 07:47

Im Vorfeld des G7-Gipfels im französischen Évian kam es in Genf zu Ausschreitungen. Zahlreiche Polizistinnen und Polizisten rückten aus diversen Kantonen aus, auch 4000 Schweizer Armeeangehörige standen im Einsatz. Eine teure Angelegenheit – welche die Schweiz nun definitiv selbst stemmen muss. Wie das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gegenüber SRF bestätigt, wird sich Frankreich nicht an den entstandenen Sicherheitskosten beteiligen.

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Polizisten am 14. Juni bei einem Einsatz in Genf.Bild: keystone

Man habe sich nicht auf eine Beteiligung Frankreichs einigen können, schreibt das EDA. Noch sei das Thema zwar nicht ganz vom Tisch. Die Aussicht auf eine Beteiligung Frankreichs sei aber «gering». Warum die Verhandlungen scheiterten, ist unklar.

Die Schweiz hatte lange gehofft, die Sicherheitskosten nicht selbst stemmen zu müssen. Bundespräsident Guy Parmelin hatte im Vorfeld in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF gesagt, man verlange Geld von Frankreich. «Ich weiss, dass es nicht so einfach ist», so der Bundesrat. Dennoch sei es wichtig, Lösungen für die Kosten und die Sicherheit zu finden.

epa13036832 No-G7 activists next to a fire in the middle of a street during a demonstration against the G7 summit in Geneva, Switzerland, 14 June 2026. Protests opposing the G7 summit, which is schedu ...
Feuer bei den Ausschreitungen in Genf.Bild: keystone

Zu den Ausschreitungen in Genf kam es vor allem deshalb, weil in Frankreich keine Demonstrationen erlaubt waren. Die dadurch verursachten Kosten in der Schweiz sollen bei rund 30 Millionen Franken liegen, wie die Genfer Sicherheitsdirektorin Carole-Anne Kast der Westschweizer Wirtschaftszeitung «L'Agefi» sagte.

Wie diese Kosten genau aufgeteilt werden, ist noch offen. Ein Teil davon dürfte vom Bund übernommen werden. Der Kanton Genf hofft derweil weiter, dass Frankreich trotz Pessimismus beim EDA zumindest einen Teil der Kosten übernehmen wird. (dab)

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Pandabaer2
10.07.2026 08:28registriert Oktober 2021
In Frankreich waren keine Demonstrationen erlaubt.
Warum hat die Schweiz nicht auch alle Demonstrationen in dieser Woche verboten?
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Outlook
10.07.2026 09:22registriert Februar 2022
Hätte man im voraus regeln sollen.
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Realitäter
10.07.2026 08:42registriert November 2017
... das nächste Mal (wenn es ein nächstes Mal überhaubt gibt), sollten die Flugzeuge doch wo anders landen als in Genf. Dann erhöhen sich wenigstens die Fahrt- und Sicherheitskosten auf französischem Boden ...

( ... kann ja sein, dass die Übernahme von Sicherheitskosten die günstigere Alternative wäre ... )
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