Schweiz
International

Alice Weidel mit seltener Aussage über ihre Schweizer Frau Sarah

Alternative for Germany (AfD) right-wing political party deputy chairwoman Alice Weidel, right, speaks to her partner Swiss film producer Sarah Bossard during the 35th traditional Swiss People's  ...
Alice Weidel mit ihrer Schweizer Freundin Sarah.Bild: keystone

Alice Weidel mit seltener Liebeserklärung an ihre Schweizer Frau: «Sarah, ich liebe dich!»

An einem Event im Zürcher Kongresshaus sprach AfD-Parteichefin Alice Weidel nicht nur über die politische Lage in Deutschland – sondern auch über ihr Privatleben.
10.11.2024, 10:4510.11.2024, 10:53

Normalerweise hält Alice Weidel ihr Privatleben streng unter Verschluss. Doch nun hat sie sich anlässlich eines Events im Zürcher Kongresshaus überraschend dazu geäussert, wie der Tagesanzeiger berichtet.

Zuerst wurde viel über Politik geredet. Während Weidel die Lage bei unserem Nachbarn bemängelte, lobte sie die Schweiz:

«Die Schweiz ist für Deutsche noch ein sicherer Hafen. Der Bürger möchte einen Job. Er möchte eine Familie gründen. Er möchte vielleicht irgendwann mal ein eigenes Haus haben, eine eigene Wohnung, ein Auto, eine gute Ausbildung für seine Kinder. Er möchte Sicherheit auf den Strassen.»

Dies alles sei in Deutschland für viele aber nicht mehr gegeben, so Weidel.

«Sarah, ich liebe dich!»

So weit, so normal. Nach rund 30 Minuten fragt dann Moderator Reto Brennwald aber noch, dass sie ja mit einer Schweizerin zusammen ist: «Sie haben zwei Kinder. Sie hat Wurzeln in Sri Lanka und ist dunkelhäutig. Was für Spannungen entstehen in einer solchen Situation?»

Nach einem kurzen Augenblick sagt dann Weidel: «Ich muss sagen, ich sehe Hautfarben nicht. Ich habe eine wunderbare Frau, wir sind 15 Jahre zusammen, sie ist heute Abend hier», so Weidel. Und dann sagt sie ins Publikum: «Sarah, ich liebe dich!», gefolgt von einem grossen Applaus.

Sie erzählt dann, was ihre Tätigkeit als Spitzenpolitikerin für Auswirkungen auf ihre Beziehungen hat, was für Einschränkungen dies mit sich bringt: «Wir können nicht mehr spontan ins Restaurant gehen, ohne Angst zu haben, dass ich eins über die Rübe kriege. Oder mal spontan tanzen gehen, das ist leider vorbei für mich.»

Die beiden kamen noch zusammen, bevor Weidel in die Politik ging. «Ich bin ihr unglaublich dankbar, dass sie das mitmacht. Sie hat teilweise eine ganz andere Meinung als ich.» Weidels Freundin leide immer wieder unter der ganzen Aufmerksamkeit, was auch Weidel zusetzt:

«Wir hätten uns beide einen deutlich unaufgeregteren und auch faireren Umgang mit uns als Paar gewünscht.» (ome)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Die Schweiz wollte den Hagel wegschiessen – und griff zu sowjetischen Raketen
Für die Landwirtschaft ist Hagel eine existentielle Bedrohung. Jahrzehntelang versuchten Schweizer Bäuerinnen und Bauern, mit Silberjodidraketen Unheil von ihrer Ernte fernzuhalten. 1986 liess ein Bericht der ETH Zürich die kühnen Hagelabwehrträume platzen.
Es war schwülheiss an diesem 6. August 1978. Um 18 Uhr stiegen über dem zwischen Bern und Luzern gelegenen Napfgebiet schwere Gewitterwolken in den Himmel. Lange hatten sich die Forscher auf diesen Augenblick vorbereitet: Auf einer Fläche von 1290 Quadratkilometern, fast der Grösse des Kantons Aargau, hatten sie in einem genau festgelegten Raster sogenannte «Hailpads» verteilt, auf dem Boden ausgelegte, mit Aluminiumfolie beschichtete Kunststoffplatten, auf denen aufschlagende Hagelkörner kleinere oder grössere Krater hinterlassen würden.
Zur Story