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Visa und Mastercard planen neuen Dienst in der Schweiz

Wie Twint, aber fürs Ausland: Visa und Mastercard planen neuen Dienst in der Schweiz

Die Kreditkartenriesen Visa und Mastercard wollen internationale Geldüberweisungen für Schweizer Bankkunden einfacher machen.
31.08.2026, 11:2431.08.2026, 11:24

Geld an Freunde oder Verwandte im Ausland zu schicken soll künftig ähnlich einfach werden wie etwa mit Twint im Inland.

FILE - In this Feb. 20, 2019, file photo are Mastercard and Visa credit cards in Zelienople, Pa. (AP Photo/Keith Srakocic, File)
Visa Mastercard Settlement
Die US-Finanzdienstleister Visa und Mastercard wollen mit Schweizer Partnern Auslandüberweisungen vereinfachen. Bild: keystone

Dafür arbeiten beide Konzerne mit dem Schweizer Gemeinschaftsunternehmen Payinit von Viseca und Cornèr Bank zusammen, wie sie am Montag mitteilten. Payinit baut eine gemeinsame Plattform auf, über die Schweizer Banken und andere Kartenherausgeber die Dienste von Visa und Mastercard in ihre eigenen digitalen Angebote einbauen können.

Für die Kunden soll davon wenig zu sehen sein: Sie können Geld weiterhin direkt über ihre gewohnte Banking-App verschicken. Die einzelnen Institute müssen dafür nicht jeweils eine eigene technische Verbindung zu den internationalen Zahlungsnetzwerken aufbauen.

Handynummer oder E-Mail-Adresse reichen

Dabei sollen Überweisungen auch ohne Kenntnis der Karten- oder Kontonummer des Empfängers möglich sein. Eine hinterlegte Handynummer oder E-Mail-Adresse kann genügen, wie es heisst. Das Geld kann je nach Dienst etwa auf einer Zahlungskarte, einem Bankkonto oder einer digitalen Geldbörse landen.

Visa bringt dafür seine Dienste Visa Direct und Visa+ ein. Visa Direct ermöglicht Geldtransfers über ein Netzwerk, das laut dem Unternehmen weltweit mehr als 18 Milliarden Karten, Konten und digitale Geldbörsen erreicht. Mastercard steuert mit Mastercard Move und den Mastercard Credential Services entsprechende Funktionen bei.

Unabhängig vom Aufenthaltsort

Die beiden US-Zahlungskonzerne wollen damit insbesondere grenzüberschreitende Direktzahlungen zwischen Privatpersonen vereinfachen. Diese seien heute häufig noch langsam und umständlich, erklärte Visa-Schweiz-Chef Santosh Ritter. Mastercard-Schweiz-Chefin Daniela Massaro sagte, Kunden erwarteten, Geld unabhängig vom Aufenthaltsort des Empfängers so einfach senden zu können wie eine Nachricht.

Die Payinit-Plattform soll allen Schweizer Kartenherausgebern und Anbietern mobiler Zahlungslösungen offenstehen. Die technische Grundlage liefert das Unternehmen Opentech. (sda/awp)

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