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Post darf freigestellter Postauto-Führung die Boni blockieren

Post darf freigestellter Postauto-Führung die Boni blockieren

17.05.2023, 18:3417.05.2023, 18:34

Nach dem Auffliegen der Postauto-Affäre um erschlichene Subventionen hat die Post die nicht ausbezahlten Boni der damals freigestellten Postauto-Geschäftsführung zu Recht blockiert. Das entschied das Regionalgericht Bern-Mittelland im ersten Urteil zur Affäre.

Es wies damit eine Klage eines ehemaligen Kadermitarbeiters von Postauto ab, wie Schweizer Radio SRF am Mittwochabend meldete. Das Urteil liegt auch der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor. Der Ex-Kader kann gegen das Urteil beim Kantonsgericht und später beim Bundesgericht rekurrieren.

Das erstinstanzliche Gericht verteilte die Klägerseite auch zur Übernahme der Gerichtskosten von rund 18'000 Franken. Der Post muss der Kläger eine Parteien-Entschädigung von 45'450 Franken zahlen.

Subventionen erschlichen

Die Postauto-Affäre war im Herbst 2017 ins Rollen gekommen. Damals stellte das Bundesamt für Verkehr (BAV) bei einer ordentlichen Revision fest, dass Postauto Schweiz seit 2007 durch gesetzwidrige Umbuchungen systematisch Gewinne im Regionalen Personenverkehr verschleiert und so Subventionen erschlichen hatte.

Im Dezember 2018 und im Januar 2019 zahlte die Post den gesamten Betrag von 205.3 Millionen Franken an Bund, Kantone und Gemeinden zurück. Im Gefolge der Affäre traten alle Mitglieder des Verwaltungsrats von Postauto von ihren Posten zurück. Auch Post-Chefin Susanne Ruoff demissionierte im Juni 2018.

Das Bundesamt für Polizei tritt bei der Untersuchung der Affäre vor Ort, nachdem das Bundesstrafgericht auf Betreiben dreier Beschuldigter 31 Einvernahmen aus den Akten hatte entfernen lassen.

Die Untersuchungsleiter – zwei alt Bundesrichter – waren keine Beamten gewesen und ihre Einsetzung hatte keine Rechtsgrundlage gehabt. Das Fedpol warf sechs Beschuldigten vor, sie hätten in ihren Funktionen das BAV über die effektiven Gewinne des Unternehmens getäuscht, um Subventionskürzungen in den Folgejahren zu vermeiden. (sda)

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Postauto macht sich selbständig
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Das Postauto rollte rückwärts über die stark befahrene Hauptstrasse einen Abhang hinunter. (Bild: Kapo Graubünden)
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Urs Schwaller zum Postauto-Skandal
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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ichwillauchwassagen
17.05.2023 22:52registriert Mai 2019
Gut so!
Ist ja eine Anmaßung, zuerst bescheissen, dann erwischt werden und dann noch für die Boni klagen.
Hach wie schön wäre die Welt ohne solche unermessliche Gier.
Und immer wieder Verantwortung rechtfertigt hohe Saläre.
Gut wäre, wenn Verantwortung nicht wahrgenommen - hohe, zwingende Gefängnisstrafen.
Wir müssten mehr Gitterbuden bauen
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«Die krasseste Erfahrung war, Leute in meinen Sachen rumlaufen zu sehen»
Mit gerade einmal 20 Jahren gründete Luna Hefti aus Stäfa ZH ihr eigenes Kleiderlabel. Sie druckt Shirts und Pullis mit Sprüchen in Schweizerdeutsch und ging damit auf TikTok viral. Heute, mit 23 Jahren, hat sie ihren eigenen Laden in Zürich. Wie sie es geschafft hat, ihren Brand aufzubauen, und was sie heute anders machen würde, verrät sie im Interview mit watson.
Luna, du hast dein Kleiderlabel vor 2 Jahren gegründet. Die Modebranche ist hart umkämpft, es gibt extrem viele Marken, warum hast du den Schritt trotzdem gewagt?
Luna Hefti: Meine Mutter hat tatsächlich immer gesagt, mach es nicht! (lacht) Sie sagte, es mache keinen Sinn, es gebe so viele Kleider und da hat sie natürlich recht. Aber ich wollte einfach Kleider machen, die ich selbst gerne trage, davon gab es nicht viele. Das war eigentlich meine Idee, von Anfang an, nicht irgendein Businessplan, sondern ich habe es aus Freude gewagt.
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