SMS-Phishing in mehreren Kantonen betrieben: 52-Jähriger im Baselbiet angeklagt
Die Baselbieter Staatsanwaltschaft hat einen 52-jährigen Mann wegen Betrugs mit einem sogenannten «SMS-Blaster» angeklagt. Sie fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von zehn Monaten und eine Landesverweisung von fünf Jahren, wie sie am Montag mitteilte.
Dem 52-jährigen chinesischen Staatsangehörigen wird gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage vorgeworfen. Die Polizei nahm ihn vergangenen Oktober in der Nähe des Badischen Bahnhofs in Basel fest. Er soll zwischen dem 6. und 14. Oktober 2025 bei insgesamt 29 Autofahrten in mehreren Kantonen das Gerät betrieben haben.
Mit SMS-Nachrichten Bankdaten ergaunert
Dabei habe der Mann Mobiltelefone in einem Umkreis von bis zu 2000 Metern gezwungen, in das unverschlüsselte 2G-Netz zu wechseln, heisst es. Anschliessend habe er massenhaft SMS-Nachrichten mit gefälschten Absendern versandt, um an Bank- und Kreditkartendaten zu gelangen. Empfängerinnen und Empfängern seien fälschlicherweise vertrauenswürdige Unternehmen angezeigt worden.
Die Anklage am Strafgericht Basel-Landschaft erfolgt im abgekürzten Verfahren. Der Beschuldigte hat den Sachverhalt gemäss Communiqué eingestanden und dem Vorschlag der Staatsanwaltschaft zugestimmt.
Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest. (sda)
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