Schweiz
Justiz

SMS-Phishing in mehreren Kantonen: 52-Jähriger in Baselland angeklagt

SMS-Phishing in mehreren Kantonen betrieben: 52-Jähriger im Baselbiet angeklagt

22.06.2026, 11:5422.06.2026, 11:54

Die Baselbieter Staatsanwaltschaft hat einen 52-jährigen Mann wegen Betrugs mit einem sogenannten «SMS-Blaster» angeklagt. Sie fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von zehn Monaten und eine Landesverweisung von fünf Jahren, wie sie am Montag mitteilte.

Dem 52-jährigen chinesischen Staatsangehörigen wird gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage vorgeworfen. Die Polizei nahm ihn vergangenen Oktober in der Nähe des Badischen Bahnhofs in Basel fest. Er soll zwischen dem 6. und 14. Oktober 2025 bei insgesamt 29 Autofahrten in mehreren Kantonen das Gerät betrieben haben.

Mit SMS-Nachrichten Bankdaten ergaunert

Dabei habe der Mann Mobiltelefone in einem Umkreis von bis zu 2000 Metern gezwungen, in das unverschlüsselte 2G-Netz zu wechseln, heisst es. Anschliessend habe er massenhaft SMS-Nachrichten mit gefälschten Absendern versandt, um an Bank- und Kreditkartendaten zu gelangen. Empfängerinnen und Empfängern seien fälschlicherweise vertrauenswürdige Unternehmen angezeigt worden.

Die Anklage am Strafgericht Basel-Landschaft erfolgt im abgekürzten Verfahren. Der Beschuldigte hat den Sachverhalt gemäss Communiqué eingestanden und dem Vorschlag der Staatsanwaltschaft zugestimmt.

Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Polizei warnen vor Betrügern
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
Kanton Luzern zieht nach: In 20 Kantonen gilt aktuell ein absolutes Feuerverbot
Im Kanton Luzern steigt wegen der anhaltenden Trockenheit die Waldbrandgefahr. Die Behörden haben deswegen im Freien ein absolutes Feuerverbot erlassen. Das Löschwasser droht knapp zu werden.
Zur Story