Schweiz
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5 Männer prügelten Frauen in Genf spitalreif – jetzt stehen sie vor Gericht



In Thonon-les-Bains (F) hat am Dienstag der Prozess gegen fünf Franzosen begonnen, die beschuldigt werden, im Sommer 2018 in Genf fünf junge Frauen brutal zusammengeschlagen zu haben. Eine von ihnen lag in der Folge während zehn Tagen im Koma.

Der Fall hatte sich am 8. August 2018 kurz nach fünf Uhr morgens am Ausgang eines Genfer Nachtlokals ereignet. Die fünf Frauen, damals zwischen 22 und 33 Jahre, wurden von einer Gruppe von Männern auf offener Strasse angegriffen und scheinbar ohne Grund verprügelt.

Zwei der Frauen mussten mit schweren Kopfverletzungen ins Spital gebracht werden. Eine von ihnen erwachte erst zehn Tage nach der Attacke aus dem Koma.

Die brutale Gewalt gegen die Frauen schockierte die ganze Schweiz. Bereits am Tag nach dem Angriff gingen in Genf rund hundert Menschen auf die Strasse, um ihrer Empörung über die Tat Ausdruck zu geben.

Am darauf folgenden Wochenende fanden auch in Lausanne, Bern, Basel und Zürich Protest-Kundgebungen von mehr als 600 Menschen statt, die ein Ende der Gewalt gegen Frauen forderten. Die Frauen der SP Schweiz forderten als Reaktion auf den brutalen Angriff Massnahmen, darunter eine Präventionskampagne «Nein heisst Nein». Auch Frauen aus anderen Parteien kündigten an, auf kantonaler und nationaler Ebene Vorstösse gegen Gewalt an Frauen einreichen zu wollen.

Die mutmasslichen Angreifer waren bereits wenige Tage nach dem Überfall als französische Staatsangehörige aus dem grenznahen Ausland identifiziert worden. Weil die mutmasslichen Täter Franzosen waren, konnten sie nicht an die Schweiz ausgeliefert werden. Die Schweiz trat das Verfahren deshalb an die französischen Strafbehörden ab.

Gut einen Monat nach der Gewalt-Attacke nahm die französische Polizei in der Haute-Savoie drei verdächtige Männer fest und setzte sie in Untersuchungshaft. Sie wurden wegen gemeinschaftlicher Gewalt und versuchter Tötung einvernommen. Zwei der Verdächtigen waren der französischen Polizei bereits bekannt gewesen.

Am Dienstag standen insgesamt fünf mutmassliche Angreifer aus der Haute-Savoie vor Gericht. Sie sind im Alter zwischen 22 und 25 Jahren. Die Männer müssen mit Haftstrafen zwischen sieben und zwanzig Jahren rechnen.

Das Urteil wurde für Mittwochabend erwartet. (sda/afp)

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69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 21.05.2020 09:32
    Highlight Highlight Das Verprügeln einer Gruppe offensichtlich Schwächerer ist ein Ausdruck niedrigster Feigheit. Der Einwand oder die Vorgabe "kulturellen" Hintergrundes darf bei der Bewertung keine Rolle spielen, es sei den die Täter bekennen sich als Mitglieder von Boko Haram. Dann müssen sie als Terroristen behandelt werden.
  • Super8 20.05.2020 14:57
    Highlight Highlight Etwas weniger Franzosen würde Genf glaub ich gut tun.
  • Notra 20.05.2020 14:06
    Highlight Highlight Ich glaube immer noch nicht, dass hier das Motiv Frauenhass war.
  • Notra 20.05.2020 13:13
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass das Motiv der Täter Frauenhass war.
  • ungeliebte Wahrheit 20.05.2020 12:43
    Highlight Highlight Der Vorfall wurde bis heute nicht aufgearbeitet.

    Statt einer bereit angelegten Experten-Disskusion, wurde der Angriff von der SP, In panischer Eile umgedeutet in ein nebulöses Männerproblem.
    Die Medien übernahmen dies Version ungefiltert.

    Wie mit spezifischer Gewalt gegen Frauen von Männern aus spezifischen Kulturen umgegangen werden soll, wissen wir deshalb heute noch nicht.
    • poltergeist 21.05.2020 00:34
      Highlight Highlight Ich wüsste es schon, aber das darf man nicht...
  • ungeliebte Wahrheit 20.05.2020 10:02
    Highlight Highlight Oh je... aufgrund nur 5 Kommentare zu diesem brisanten Thema befürchte ich, dass hier die Nachrichtensperre ausgerufen wurde.
    🤔
  • ungeliebte Wahrheit 20.05.2020 08:31
    Highlight Highlight Das immer noch nicht der Kulturelle Hintergrund dieser Leute genannt wird ist irre und erinnert an Orwell.
    Die SP ist feige mit ihren Plakaten gegen Gewalt an Frauen.
    Anstatt die Dinge beim Namen zu nennen, lenkt sie lieber den Verdacht auf alle Männer.
    • einmalquer 20.05.2020 10:18
      Highlight Highlight Der Hinterggrund steht doch im Artikel: es sind Franzosen.

      Und es sind eben vor allem Männer die Frauen verprügeln, das ist kein Verdacht sondern Tatsache.
    • ungeliebte Wahrheit 20.05.2020 10:39
      Highlight Highlight einmalquer

      Die Tatsache das es Franzosen sind zeigt ja gerade auf, dass Einbürgerung noch lange nichts heisst, die herrschenden Sitten und den Moralvorstellungen der neuen Heimat zu akzeptieren.
    • Emma Jones 20.05.2020 10:49
      Highlight Highlight Das waren Aussagen von Clubbesuchern:

      Amine, selbst Maghrebiner, meint: «Männer, die im Maghreb geboren wurden, denken, dass eine Frau, die eine Disco besucht, eine Hure sei. Sie wurden dort so erzogen.» Wütend ist Joshua (26), der sich um die Sicherheit im Genfer Ausgang fürchtet: «Genf ist zu multikulturell. Ich fühle mich nicht, als wäre ich in der Schweiz. Ich will nicht, dass der Islam die Schweiz überrollt.»
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baccaralette 20.05.2020 08:27
    Highlight Highlight Warum wird wieder 'ver-opfert'? Warum steht da nicht einfach: Männer verprügeln 5 Frauen. Männer sind die Täter. So einfach.
    • ungeliebte Wahrheit 20.05.2020 09:20
      Highlight Highlight Das hättest du wohl gerne?🤔

      Es muss Gegenteil. Es muss präzisiert werden.

      Diese Männer kommen allesamt aus einem Kulturkreis in dem Gewalt gegen Frauen Salonfähig ist.
      CH Männer tun so etwas nicht.
    • Raembe 20.05.2020 12:06
      Highlight Highlight @ungeliebte Wahrheit: Leider sind auch manche CH Männer gewalttätig gegenüber Frauen.
    • Baccaralette 20.05.2020 12:24
      Highlight Highlight ungeliebte Wahrheit - bitte? Oh hör doch auf. So eine rassistische braune Schei***!
      Ein Exfreund von mir - Schweizer mit Abstammung bis aufs Rütli - hat seine (mir nachfolgende) Ehefrau regelmässig windelweich geprügelt und im 8. Monate schwanger die Treppe runtergeschmissen. Sie hat ihn vermutlich einfach nur provoziert, gäu..

      Mein Vergewaltiger - Schweizer. Aus einer tollen Familie von der Zürcher Goldküste. Vermutlich hätte ich einfach Ja anstatt nein sagen sollen, dann hätte er das nicht tun müssen.

      Ausserdem verstehe ich nicht, was dein Einwurf mit meinem Hinweis zu tun hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gina01 20.05.2020 07:13
    Highlight Highlight ….ich glaube es waren Innerschweizer, Glarner heisst es...
    • Notra 20.05.2020 14:00
      Highlight Highlight Dein Sinn für Humor gefällt mir.
  • Ruggedman 20.05.2020 06:38
    Highlight Highlight Immerhin drohen ihnen in Frankreich richtige Strafen, was ich in der Schweiz nicht erwartet hätte.
    • ungeliebte Wahrheit 20.05.2020 11:03
      Highlight Highlight Weiss gar nicht was es da zu blitzen gibt?
      Er hat (leider) recht. 🤷🏾‍♂️
    • Gebietsvertreter 20.05.2020 14:51
      Highlight Highlight naja, angenommen es werden nur 7 Jahre, dann würde ich das nicht als richtige Strafe sehen für ihre Taten.. auf der anderen Seite lässt sich ja darüber streiten, wie sinnvoll eine solche Bestrafung ist. Sprichwort Resozialisierung etc.. aber meinet Meinung nach haben solche Menschen kein Recht auf Resozialisierung..
  • WID 20.05.2020 05:59
    Highlight Highlight Was waren das für Typen? Sozialer, kultureller Hintergrund? Das wäre wichtig für gezielte, künftige Präventionsmassnahmen.
    • einmalquer 20.05.2020 10:22
      Highlight Highlight Präventionsmassnahmen?

      Grenzen für Franzosen schliessen und nur noch Französinnen rein lassen?

      Oder die französische Regierung mit Geldern alimentieren, damit sie Massnahmen ergreifen kann?

      Wie muss man sich die verlangte Präventionsmassnahmen vorstellen?

      Und was es für Typen waren,steht im Artikel.
      und übrigens: Männergewalt kommt überall vor.
    • ungeliebte Wahrheit 20.05.2020 10:47
      Highlight Highlight Völlig falsch Einmalquer.
      Solange wir uns nicht zugestehen die Dinge beim Namen zu nennen, wie du es gerade versucht (die Wurzel der Täter liegen im Maghreb) können wir auch auf eine spezifisch erhöhte Gewaltbereitschaft gegenüber Frauen NICHT eingehen. (...)
      Solange du diese Gewalt zur allgemeine Männergewalt entstellst, förderst die letzende bloss weitere Gewalt gegen Frauen.
    • WID 20.05.2020 12:11
      Highlight Highlight @einmalquer: Wenn es religiös geprägte sind dann soll in ihren Gotteshäusern Einfluss genommen werden, wenn es like Chaoten waren, dann soll man in ihren Szenetreffs aktiv werden, wenn es Rechtsradikale waren sollte in ihren Stammkneipen Einfluss genommen werden. Relativ einfach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atorator 20.05.2020 00:23
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • murrayB 19.05.2020 22:56
    Highlight Highlight Tragisch ein solcher Vorfall - So wie es scheint gibt es harte Strafen in Frankreich...

    Muss man in Frankreich nicht den Migrationshintergrund angeben?
  • dodo, dodo? 19.05.2020 22:05
    Highlight Highlight ich (frau) erlebte gewalt selbst und auch im meinem umkreis erlebt. es ist wichtig zu thematisieren und zu stoppen! gewalt, sollte aber nicht ein frauen-spezifisches problem sein. dadurch werden frauen immer opfer sein und als schwächer dargestellt. ja, frauen sind mehr gewalt-opfer. aber in den medien werden da dann „5 frauen in genf verprügelt“ (wären es 5 gegen 5 männer gewesen, dann eine schlägerei) aber männer sind auch opfer. diese attacke, wäre auch für männer schlimm gewesen.
    • dodo, dodo? 19.05.2020 23:10
      Highlight Highlight @ alle blitzer
      hinterfragenden/„blitzen“ ok,
      mich würde ein kommentar von den blitzenden zu meinem kommentar interessieren🧐...
      liegt in meiner neugierigen natur😃
      aber ch wie andere das allg. sehen
    • bcZcity 20.05.2020 05:34
      Highlight Highlight Auch wenn ich die Aussage verstehe, finde ich doch dass es eben Unterschiede gibt zwischen M und W und das ist auch gut so. Gewisse physische und psychische Unterschiede gibt es nun einmal, daher gibt es Taten die um so feiger wirken.

      Opfer sind alle die von zahlreicheren und/oder stärkeren unterdrückt oder misshandelt werden.
    • Mietzekatze 20.05.2020 10:24
      Highlight Highlight dagegen sagt auch niemand etwas! aber es ist halt ein Unterschied aus welchem Grund zugeschlagen wird! Und wenn du verprügelt wirst, weil du eine Frau bist die um diese Zeit nichts mehr draussen zu suchen hat (gemäss deren Ansicht) dann ist dies schon wichtig hervorzuheben. Es war nicht eine Schlägerei, du kannst nämlich schlicht nichts ausrichten als Frau, wenn ein Mann dich verprügeln will (normalerweise).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 19.05.2020 21:23
    Highlight Highlight Dieses verlogene Getue widert mich dermassen an.


    • banda69 19.05.2020 21:33
      Highlight Highlight .. welches verlogene Getue?
    • *sharky* 19.05.2020 22:00
      Highlight Highlight Welches denn?
    • äti 19.05.2020 23:34
      Highlight Highlight @snowy. Was ist dein Problem?
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