Klimaanlagen und Ventilatoren sind kaum noch zu kriegen – doch es gibt eine Alternative
Falls du jetzt noch keine Klimaanlage hast, wird es wahrscheinlich auch so bleiben. Und auch bei den Ventilatoren sieht es in Schweizer Geschäften mau aus. Grund sind die vielen Hitzetage in diesem Sommer. Und die nächste Welle rollt schon an.
Leere Lager
Viele Schweizerinnen und Schweizer versuchen als Erstes, sich einen Ventilator zu besorgen. Dies ist die meist schnellere und günstigere Alternative zur Klimaanlage. Gut abgeschnitten hat laut Galaxus beispielsweise der «Shark Flexbreeze». Dieser soll sich besonders gut fürs Home-Office oder fürs Büro eignen. Leider ist das Teil aber erst wieder zwischen dem 7. und 27. August lieferbar. Auch bei anderen Modellen sieht's nicht rosig aus. Galaxus teilte bereits für den Juni 2026 mit, so viele Klimaanlagen und Ventilatoren verkauft zu haben wie noch nie in einem Monat.
Genauer wurden 38 Prozent mehr Klimaanlagen und 3 Prozent mehr Ventilatoren verkauft als im bisherigen Rekordmonat Juni 2025. Im Juni hat Galaxus zudem mehr Ventilatoren verkauft als im gesamten Jahr 2024.
In der Medienmitteilung heisst es auch: «Die Lager sind grösstenteils leer, mit Nachschub aus Asien ist erst nach der Saison zu rechnen.»
Ähnlich sieht's bei der Fust-Filiale im Zürcher Seefeld aus. Klimaanlagen gebe es keine, kleine Ventilatoren nur ein paar wenige Stück. Auf Anfrage der NZZ teilt eine Sprecherin aber mit: «Es gibt laufend Nachschub.» Man muss jedoch schnell sein, da die Produkte sofort wieder weg sind. Bei einer Fust-Filiale in Winterthur war Anfang Juli restlos alles ausverkauft.
Doch wieso handeln Konsumentinnen und Konsumenten nicht vorausschauender? Samuel Lea, Verantwortliche für das Klimageräte-Sortiment bei Galaxus, meint dazu: «Klimaanlagen und Ventilatoren sind Emotionskäufe. Sobald die Hitze kommt, explodiert die Nachfrage.»
Hochwertige Modelle boomen
Gut läuft das Geschäft mit Klimageräten auch an der Goldküste, dem Zuhause von vielen Eigenheimbesitzern. Im Klimazentrum in Erlenbach boomen hochwertige Marken wie Daikin, Panasonic, Samsung oder Mitsubishi Electric. Präsentiert werden diese in einem edlen Showroom.
«Wir erhalten derzeit doppelt so viele Anfragen wie im vergangenen Jahr», sagt Fetsch vom Klimazentrum. Zur Kundschaft zählen unter anderem Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer, Arztpraxen sowie Lebensmittelgeschäfte.
Kühldecken anstelle von Klimaanlagen
Ausgerechnet der Hauseigentümerverband Zürich empfiehlt statt einer Klimaanlage aber den Einbau von Kühldecken. Am Hauptsitz des Verbands in Wollishofen wurde vor zwei Jahren eine solche installiert. Am Montagnachmittag zeigte das Thermometer dort eine Raumtemperatur von 22 Grad an, schreibt die NZZ. (kek)
