Schweiz
Konsum

Grillverbot in Zürich: So wirkt sich die Trockenheit auf den Verkauf aus

ARCHIV - Spareribs, Gem�se, gef�llte H�hnerbrust und Garnelen liegen am 19.05.2013 w�hrend der 18. Deutschen Grillmeisterschaft in G�ppingen auf dem Grill. (zu dpa "Festmahl oder Wurst-Case-Szena ...
Grillieren mit Holzkohlengrills ist in der Stadt Zürich zurzeit verboten.Bild: DPA

Stadt Zürich verbietet Grillieren mit Kohle: So wirkt sich das auf den Verkauf aus

Wegen anhaltender Trockenheit ist in der Stadt Zürich das Grillieren mit Holzkohlegrills verboten. Wie wirkt sich das auf den Verkauf aus?
17.07.2026, 14:2617.07.2026, 14:26

Für die Stadt Zürich gilt ab Freitag ein allgemeines Feuerverbot. Grund dafür ist die seit Wochen anhaltende Trockenheit. Das Verbot umfasst auch das Abbrennen von Feuerwerk und Höhenfeuern, heisst es von Seiten der Stadt Zürich.

Wegen hoher Waldbrandgefahr gilt im Kanton Zürich schon seit Ende Juni ein Feuerverbot im Wald und bis 50 Meter vom Waldrand entfernt. Dies wurde nun ausgeweitet.

Erlaubt sind zurzeit nur Gas- und Elektrogrills. Neben offenem Feuer im Freien ist jedoch das Grillieren mit Holzkohlengrills verboten. Doch wie wirkt sich dies auf den Verkauf von Grillgut aus? Und ist der 1. August für Grillfreunde damit gelaufen?

Von Digitec Galaxus heisst es auf Anfrage:

«Beim Absatz der Holzkohlegrills der Marke Lotus, die den Markt für Holzkohlegrills auf öffentlichen Grillplätzen klar dominiert, zeigte sich im April gegenüber dem Vorjahr ein Verkaufsplus von 22 Prozent, im Mai von 11 Prozent. Im Juni kehrte sich der Trend jedoch um: Der Absatz lag knapp 2 Prozent unter dem Vorjahreswert, im Juli beträgt das Minus 7 Prozent.»
Anthony Gullo, Category Business Manager bei Galaxus

Es sei demnach gut möglich, dass die in verschiedenen Regionen geltenden Feuerverbote diese Entwicklung der Holzkohlengrills beeinflusst haben. Eine Prognose für den 1. August lasse sich aber noch nicht treffen.

Vom Grill zum Grillgut

Und wie sieht es beim Grillgut aus? Bei Coop ist man bislang grundsätzlich sehr zufrieden mit der Entwicklung, heisst es von Sprecherin Mirjam Arnold. Für den 1. August vermutet sie keine Auswirkungen, «da nur noch wenige mit Holz und Kohle grillieren». Die Medienstelle Aldi Suisse berichtet ebenfalls von einer zufriedenstellenden Nachfrage im Grillsortiment: «Dank des anhaltend schönen Wetters rechnen wir weiterhin mit einer hohen Nachfrage.»

Auch bei Lidl Schweiz sind bis zu diesem Zeitpunkt noch keine spürbaren Auswirkungen auf den Holzkohleverkauf zu verzeichnen, schreibt Sandro Kissayi. Weiter heisst es:

«Die aktuelle Grillsaison verläuft für Lidl Schweiz äusserst erfreulich, da das sonnige Sommerwetter die Nachfrage stark ankurbelt. Sehr beliebt ist derzeit Grillzubehör wie Einweggrills und Holzkohle. Auch beim Grillgut verzeichnen wir hohe Absätze: Besonders gefragt sind in dieser Saison unsere Klassiker wie Cervelats, Pouletfilet-Spiessli sowie vegetarische Grill-Artikel.»
Sandro Kissayi von Lidl

Diesen Umstand führt er auf Lidls hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis der Grillpalette zurück. Auch für den 1. August sieht Kissayi nicht schwarz und erwartet demnach keinen Umsatzrückgang: «Da das hervorragende Wetter landesweit anhält, wird in privaten Gärten oder unbedenklichen Zonen weiterhin intensiv grilliert.»

Ein Besucher legt einen gegrillten Cervelat auf einen Pappteller mit einem Schweizer Kreuz, waehrend der Bundesfeier am Freitag, 1. August 2025 auf dem Bundesplatz in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Cervelats gehören weiterhin zu den beliebtesten Grillprodukten.Bild: keystone

Einen Strich durch die Rechnung machen könnte dabei nur noch das Wetter, welches für den 1. August noch nicht vorhergesagt werden kann. Bei allfälligen anhaltenden Feuerverboten rechnet Kissayi aber mit einer Verschiebung der Gewohnheiten:

«Viele Kundinnen und Kunden weichen in diesem Fall auf Gas- oder Elektrogrills auf dem Balkon oder im eigenen Garten aus. Da die Lust auf feine Grilladen zum Nationalfeiertag unabhängig von der Grillmethode ungebrochen bleibt, ist Lidl Schweiz bestens vorbereitet, um die Nachfrage flächendeckend zu bedienen.»
Sandro Kissayi von Lidl
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135 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Erwin71
17.07.2026 16:12registriert August 2025
Einweg Grills sollten Verboten werden.
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Zorbaz
17.07.2026 16:27registriert Oktober 2025
Ein heisser Sommertag neigt sich dem Abend entgegen, es kühlt um 2.3° ab.
Was macht der Schweizer?
Er zündet den Grill an.
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FrancoL
17.07.2026 19:44registriert November 2015
Es geht etlichen hier nicht um das Grill-Verbot, sodern um ein x-ten Diskurs zu den Verboten und dazu natürlich auch mit einem Seitenhieb zum links/grünen Zürich.
Etliche können es immer noch nicht fassen, dass es keine Verbote bräuchte, wenn alle Menschen durch Vernunft geleitet würden, aber dies ist nicht der Fall und somit wird es immer wieder neue Verbote geben, die eben nötig werden weil Unvernunft oft Trumpf ist.
Stossend ist es, dass oft gerade die die oft unvernünftig handeln, sich vehement gegen Verbote wehren.
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