Schweiz
Konsum

Konsumentenschutz fordert mehr Transparenz beim Trinkgeld

Konsumentenschutz fordert mehr Transparenz beim Trinkgeld

31.08.2026, 11:4431.08.2026, 11:44

5, 10 oder 15 Prozent Trinkgeld für einen Kaffee to go? In immer mehr Gastrobetrieben ploppt beim Bezahlen mit Karte das Trinkgeldfeld auf. Die Option «Kein Trinkgeld» findet sich hingegen oft weniger prominent am unteren Rand des Bildschirms.

Die Aufforderung am Lesegerät stört viele Konsumentinnen und Konsumenten, wie eine Umfrage des Konsumentenschutzes Schweiz zeigt. Zwar gaben 90 Prozent der 14'000 Befragten an, regelmässig Trinkgeld zu geben. Doch 89 Prozent ärgern sich über die Trinkgeldfrage, wenn sie mit Debit- oder Kreditkarte bezahlen.

Trinkgeld im Restaurant
89 Prozent ärgern sich darüber, dass sie am Kartenlesegerät die Trinkgeldfrage beantworten müssen.Bild: shutterstock

Mehr als die Hälfte der der Befragten fühle sich unter Druck gesetzt, wenn die vorgeschlagenen Trinkgeldbeträge auf dem Lesegerät erscheinen. Denn meist geschieht dies vor den Augen der Angestellten. Knapp ein Drittel empfindet die Trinkgeld-Aufforderung in einem Selbstbedienungsrestaurant als unangebracht.

Konsumenten wünschen sich mehr Transparenz

Die meisten der Befragten wünschen sich mehr Transparenz darüber, wem das Trinkgeld zugutekommt. Geht es an das Servicepersonal, wird es unter dem gesamten Team aufgeteilt, profitieren auch Mitarbeitende in der Küche davon?

Dem Konsumentenschutz zufolge haben Gäste eher Verständnis für die Trinkgeld-Aufforderung, wenn sie wissen, wohin das Geld geht. Der Konsumentenschutz hat GastroSuisse, den Verband des Schweizer Gastgewerbes, dazu aufgefordert, für mehr Transparenz zu sorgen. So könnte beispielsweise auf der Speisekarte darauf hingewiesen werden, wem das Trinkgeld zugutekommt. (cst)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
MrBeast gibt Auto als Trinkgeld und erntet dafür Kritik
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
9 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Zürcheroberländer
31.08.2026 11:45registriert Februar 2026
Ich bin für ein Verbot dieser Trinkgeldaufforderung. Wir sind nicht in den USA.
221
Melden
Zum Kommentar
avatar
trichie
31.08.2026 12:00registriert Mai 2017
Ich habe diese Diskussion schon in mehreren Restaurants geführt. Habe den Kellnern (nachdem ich am apparätli kein Trinkgeld ausgewählt und es ihnen stattdessen old school gegeben habe) gesagt, dass es mir null darum geht, kein Trinkgeld zu geben, sondern dass ich einfach nicht auf diese Art und Weise dazu gegängelt werden möchte. Die meisten haben gelacht, gesagt sie sehen es gleich und ich sei bei weitem nicht der erste der ihnen das so sagt.

Diese absolute Saumode aus den USA sollten wir wirklich nicht übernehmen
200
Melden
Zum Kommentar
9
«Dieses Lächeln werde ich nie vergessen»: DJs aus Aarau trauern um ihre getötete Freundin
Die Schiesserei in Aarau ereignete sich, als die Partygäste das Gelände verliessen. Die beiden Schweizer DJs, die den Rave abschlossen, haben sich in den sozialen Medien geäussert.
Nach der Schiesserei in Aarau in der Nacht auf Sonntag hat die Polizei mindestens ein Todesopfer bestätigt. Es handelt sich um eine 22-jährige Frau, die noch vor Ort ihren Verletzungen erlag.
Zur Story