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Ex-Lidl-Kader muss Denner verlassen

Die Denner Filiale an der Scheibenstrasse, fotografiert am Mittwoch, 26. April 2023 in Bern. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Bei Denner sind jetzt die Chefposten von Verkauf und Marketing unbesetzt.Bild: Keystone

Ex-Lidl-Kader muss Denner verlassen

Das Migros-Tochterunternehmen Denner beschäftigte in den vergangenen Jahren viel Personal vom deutschen Discounter Lidl. Nun müssen diese Ex-Lidl-Chefs ihre Schreibtische räumen. Die Gründe.
28.08.2026, 15:3828.08.2026, 15:38

Bei Denner gab es diese Woche den nächsten Paukenschlag: Marketing-Chef Raphael Werner verlässt die Migros-Tochter Denner nach nur zwei Jahren. Dies kommunizierte er selbst. Von einer neuen Stelle ist nicht die Rede. Eine Woche vor seinem Abgang erhielt Werner noch die Auszeichnung «Bester Marketing-Officer des Jahres», schreibt Blick.

Weitere Abgänge

Werner ist nicht der Einzige, der seine sieben Sachen packt, auch eine weitere Führungsperson aus dem Marketing wird Denner verlassen. «Der Bereich Marketing/Digital wird neu ausgerichtet», bestätigt ein Denner-Sprecher der Zeitung.

Ende April trat auch CEO Torsten Friedrich nach nur rund einem Jahr von seinem Posten zurück. Es gab Unstimmigkeiten mit der Migros. Dieser habe es nicht gefallen, wie Denner allmählich zu einem zweiten Lidl wurde. Dem CEO wurden zudem durch die Zentralisierung von Lieferantenverhandlungen und Sortimentseinkäufen Kompetenzen weggenommen. Dies könnte mitunter ein Grund sein, wieso Friedrich das Unternehmen verliess.

Torsten Friedrich Denner
Torsten Friedrich wurde die Handlungsmacht beschnitten.Bild: migros

Ebenfalls gekündigt hat im Juni der Verkaufschef und Ex-Lidl-Beschäftigte Christian Staub. Und 2025 verliess Einkaufschef Sascha Göbels, der ebenfalls eine Vergangenheit bei Lidl hatte, Denner.

Dass die Abgänge etwas mit deren Lidl-Vergangenheit zu tun haben, bestreitet Denner gegenüber dem «Blick»: «Personalentscheide werden faktenbasiert und sachlich getroffen, ehemalige Arbeitgeber spielen dabei keine Rolle.»

Zukunftspläne

Denner will laut eines ehemaligen Geschäftsleitungsmitglieds zurück zu seinen Wurzeln. Das bedeutet, sich wieder stärker als Konkurrent von Migros, Aldi und Lidl zu positionieren – mit günstigen Preisen, clever ausgehandelten Werbeaktionen und einem klaren Fokus auf preissensible Kundinnen und Kunden.

(kek)

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