Die höchste Schweizer Musikauszeichnung geht 2026 an eine Jodlerin
Die Jodlerin und Gesangspädagogin Nadja Räss erhält den Schweizer Grand Prix Musik 2026. Der Bund würdigt damit das Lebenswerk der Schwyzerin. Die Auszeichnung ist mit 100'000 Franken dotiert.
Nadja Räss, die 1979 in Einsiedeln geboren wurde, jodelt in diversen Formationen. Sie verfügt über ein Repertoire, das von mündlich überlieferten Naturjodeln bis hin zu neuen Kompositionen reicht. Ihr Wissen gibt sie zurzeit an der Hochschule für Luzern als Professorin für Jodel und Volksmusik-Fachverantwortliche weiter.
Ausserdem betonte das Bundesamt für Kultur (BAK) in seiner Mitteilung vom Donnerstag, Räss habe einen massgeblichen Beitrag dazu geleistet, dass das Jodeln im letzten Dezember in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen wurden.
Neben dem Grand Prix Musik würdigt das BAK zehn weitere Schweizer Musikschaffende, Kollektive und Institutionen. Die Schweizer Musikpreise werden am 19. September in Lausanne verliehen. (sda)
