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Stadt Zürich sieht Potenzial für 300 Wohnungen auf Josef-Areal

Die Zentralwaescherei und der Turm der Energiezentrale Josefstrasse, fotografiert am Freitag, 3. Mai 2024 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Das Josef-Areal in Zürich zwischen Viadukt und Hardbrücke soll auf den 20'000 Quadratmetern neu gestaltet werden.Bild: KEYSTONE

Stadt Zürich sieht Potenzial für 300 Wohnungen auf Josef-Areal

Auf dem Josef-Areal könnten laut einer Studie bis zu 305 Wohnungen entstehen. Der Zürcher Stadtrat hat bisher unter anderem Alterswohnungen und ein Hallenbad geplant. Das Stadtparlament forderte aber auch gemeinnützige Wohnungen.
07.07.2026, 21:4807.07.2026, 21:48

140 bis 170 zusätzliche gemeinnützige Wohnungen wären möglich, wie die Stadt Zürich am Dienstag mitteilte. Zusammen mit den Alterswohnungen wären es 305. Dazu sollen 120 Pflegewohnplätze in einem Alterszentrum kommen.

Gemäss Richtplan liegt das Areal in einer Zone für öffentliche Infrastruktur. In der Vergangenheit nutzten die Zentralwäscherei und die Kehrichtverbrennung das 20'000 Quadratmeter grosse Areal im Kreis 5. Eine Auszonung ist laut Vertiefungsstudie nicht möglich.

Die Studie zeige aber, dass mehr Wohnungen möglich seien, wenn dicht gebaut werde. Das Quartier soll von quartierfremdem Verkehr befreit und begrünt werden.

Hallenbad immer noch möglich

Die Stadt betont auch, dass alle ursprünglich vorgesehenen Nutzungen trotz zusätzlicher Wohnungen weiterhin möglich wären. Neben Alterswohnungen und Hallenbad sind das ein Quartierpark, ein Werkhof und Räume für das Quartier.

Bis Ende 2026 soll ein neues Entwicklungskonzept ausgearbeitet werden. Im Anschluss könnten eine Machbarkeitsstudie, die nötigen Architekturwettbewerbe sowie ein Gestaltungsplanverfahren gestartet werden.

Baustart frühestens 2035

Das Stadtparlament zerzauste die ursprünglichen Pläne des Stadtrats. Im März 2024 überwies es eine Motion deutlich, die mehr Wohnungen forderte. Das Areal könne viel mehr sein als der Stadtrat wolle, hiess es. Der damalige Hochbauvorsteher André Odermatt (SP) wehrte sich erfolglos mit dem Verweis auf die hohe Dichte, welche die zusätzlichen Wohnungen dem Quartier bringen würde, und die nicht mögliche Umzonung.

Derzeit befinden sich Zwischennutzungen aus den Bereichen Sport und Kultur auf dem Gelände. Am 14. Juni sprach sich die Stimmbevölkerung für eine finanzielle Unterstützung der Zwischennutzungen aus. Auch der provisorische Quartierpark «Josefina» und das Zentrum für Kreislaufwirtschaft «Josy» befinden sich auf dem Areal. Frühestens 2035 soll das Josef-Areal umgebaut werden. (sda)

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