Meteoschweiz prognostiziert für Freitag Temperaturen von bis zu 37 Grad in den Regionen Zürich, Basel und Genf. In der Nordwestschweiz gilt mit der Gefahrenstufe 4 grosse Gefahr. Für das übrige Flachland gilt die Gefahrenstufe 3. (hkl)
Kein Ende der Hitzewelle in Sicht: Bund verlängert Warnungen bis Samstag
Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweiz befindet sich im Einflussgebiet eines Omega-Hochs und erlebt deshalb eine Hitzewelle.
- Es werden Höchsttemperaturen von weit über 30 Grad erwartet, es könnten Juni- oder gar Allzeitrekorde fallen. In der Nacht auf Freitag wurden die ersten Tropennächte registriert.
- Die Hitzewelle könnte länger dauern, bisher ist kein Ende in Sicht. Hier findest du alle Warnungen, News und Tipps im Liveticker.
Bund verlängert Warnungen bis Samstag
Meteoschweiz prognostiziert für Freitag Temperaturen von bis zu 37 Grad in den Regionen Zürich, Basel und Genf. In der Nordwestschweiz gilt mit der Gefahrenstufe 4 grosse Gefahr. Für das übrige Flachland gilt die Gefahrenstufe 3. (hkl)
Gewittersturm legt Flugbetrieb in Zürich zeitweise lahm
Der Flugbetrieb am Flughafen Zürich sei am Freitagabend für fast zwei Stunden unterbrochen gewesen, teilte eine Sprecherin am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Der Stopp für das sogenannte Handling und die Betankung der Flugzeuge habe von 17.52 bis 19.31 Uhr gedauert.
Grund dafür sei die akute Blitzschlaggefahr gewesen. Insgesamt seien 24 Abflüge und 22 Ankünfte annulliert worden. Einige Flugzeuge seien auf andere Flughäfen ausgewichen. 44 Flüge seien verspätet gewesen. (sda)
Bilder zeigen umgefallene Bäume
Gewitter bringen nach Hitzewelle nur kurze Abkühlung
Die Gewitter folgten auf eine Hitzewelle, die laut Meteonews von historischer Dauer sein könnte. Am Freitag wurden in der Schweiz erneut Temperaturen von deutlich über 30 Grad gemessen. In Schaffhausen erreichte das Thermometer 35,7 Grad, was einen neuen Junirekord darstellte. Für den Samstag rechnet Meteonews wieder mit sonnigem und heissem Wetter mit Temperaturen zwischen 32 und 35 Grad. (sda)
Verletzte durch umstürzende Bäume in Zürich
Die Jugendliche wurde im Kreis 8 von dem herabfallenden Ast getroffen. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde sie der Mitteilung zufolge in kritischem Zustand ins Spital gebracht.
Am Mythenquai wurden den Angaben zufolge sechs weitere Personen durch umstürzende Bäume leicht verletzt. Zwei von ihnen mussten hospitalisiert werden.
Das Gewitter zog gegen 18.00 Uhr von Urdorf her Richtung Winterthur und hielt sich während rund zwei Stunden über dem Stadtgebiet. SRZ habe zwischen 17.30 Uhr und 21.00 Uhr rund 270 Einsätze in der Stadt Zürich bewältigt. Die Sanität rückte zu 50 Einsätzen aus.
Eine Person musste aus einem Gebäude gerettet werden, in dem der Wasserpegel angestiegen war. Beim Bahnhof Wollishofen wurde eine Unterführung überflutet. Die Einsatzkräfte wurden unter anderem wegen umgestürzter Bäume und Äste, blockierter Verkehrsachsen, Stromgefahren, herumfliegender Gegenstände und überfluteter Keller aufgeboten.
Die Einsatzzentrale von SRZ registrierte im selben Zeitraum 730 Feuerwehr- und 130 Sanitätsnotrufe. Insgesamt wurden im Kanton Zürich 680 Feuerwehreinsätze disponiert. Besonders betroffen waren neben der Stadt Zürich die Regionen Bülach, Bassersdorf, Dübendorf, Erlenbach und Meilen.
Das Unwetter gehörte zu einer Serie heftiger Gewitter, die am Freitagabend über die Schweiz zogen. (sda)
Unwetter: Zürich besonders hart getroffen
Nach der Rekordhitze ist am Freitagabend eine heftige Gewitterfront über die Schweiz gezogen und hat vor allem in der Deutschschweiz teils erhebliche Schäden angerichtet. SRF Meteo registrierte landesweit mehr als 15'000 Blitze. Dazu kamen Starkregen, Sturmböen von bis zu 91 km/h und Hagelkörner von der Grösse eines Golfballs.
Besonders stark betroffen war die Stadt Zürich. Umgestürzte Bäume beschädigten Oberleitungen und legten Teile des Tram- und Busverkehrs lahm. Der Hauptbahnhof wurde stellenweise überflutet, am Flughafen Zürich kam es zu Einschränkungen im Flugbetrieb und die Notrufzentrale der Stadtpolizei verzeichnete zeitweise so viele Meldungen, dass nicht alle Anrufe sofort entgegengenommen werden konnten. Aufnahmen zeigten zudem umgerissene Bäume, beschädigte Fahrzeuge und ein von herumfliegenden Ästen zerstörtes Schaufenster.
Auch ausserhalb Zürichs hinterliess das Unwetter deutliche Spuren. In Luzern wurden Windböen von 91 km/h gemessen, in Sihlbrugg fielen innerhalb kurzer Zeit 50 Millimeter Regen. Hagel wurde unter anderem aus Spiez im Berner Oberland und Buochs im Kanton Nidwalden gemeldet. Inzwischen hat sich die Gewitterfront weitgehend nach Norden verlagert und die Lage entspannt sich. (mke/sda)
Ausgewachsener Baum in Oberwies umgeknickt
Sturm reisst Ziegel von Hausdach in Tagelswangen
Ob Personen verletzt wurden oder weitere Sachschäden entstanden sind, ist derzeit nicht bekannt. (mke)
300 Meter in 41 Minuten: Unwetter bringt Busverkehr zum Erliegen
Beschädigter VBZ-Bus am Central in Zürich abgeschleppt
Ob der Bus im Zusammenhang mit dem Unwetter in einen Unfall verwickelt war oder wie es zu den Schäden kam, ist derzeit noch unklar. (mke)
Kuriose Szene in Wollishofen: Kanaldeckel hebt immer wieder ab
Der Leser vermutet, dass sich wegen der enormen Regenmengen Wasser in der Kanalisation angestaut hat und den Deckel von unten nach oben presst. Ob dies tatsächlich die Ursache ist, lässt sich derzeit nicht verifizieren. Die Aufnahmen zeigen jedoch eindrücklich, welche Kräfte das Unwetter in Zürich entwickelt hat. (mke)
VBZ: Tramverkehr eingeschränkt, aber kein kompletter Stillstand
Notrufzentrale in Zürich zeitweise überlastet
Unwetter zieht Richtung Norden – Warnstufe 4 nur noch für Schaffhausen
Über 50 Liter Regen und 6600 Blitze: Gewitter über Zürich besonders heftig
Zudem registrierten die Messsysteme im Kanton Zürich rund 6600 Blitze. Laut MeteoNews vereinigten sich mehrere Gewitterzellen zu einer besonders grossen Zelle. Windböen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h. (mke)
Unwetter beeinträchtigt Betrieb am Flughafen Zürich
Betroffen waren unter anderem Flüge aus Istanbul, Salerno und Frankfurt. Ab etwa 18.45 Uhr wurden laut dem Bericht zeitweise auch keine Landungen mehr durchgeführt. (mke)
Unwetter hinterlässt Blätterteppich entlang der Sihl in Zürich
Mitten im Unwetter: Kinder singen «Cruel Summer» im Regen
Weiterer Baumsturz beim Hallenbad City in Zürich gemeldet
Unterführung beim Bahnhof Wollishofen in Zürich komplett überflutet
Unwetter vermiest Zürich Open Air City
Von der erhofften Festivalstimmung war zeitweise wenig zu spüren. Auf Bildern sind nur wenige Besucher vor der Bühne zu sehen, während der Regen das Open-Air-Erlebnis deutlich beeinträchtigte. (mke)
Grösserer Stromausfall legt offenbar Zürcher Tramnetz teilweise lahm
Betroffen ist unter anderem der Abschnitt zwischen Bellevue und Stauffacher. Teilweise sollen Fahrleitungen auf den Boden gestürzt sein. (mke)
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Uber-Preise schiessen in Zürich wegen Unwetter in die Höhe
Gewitter sorgt in Zürich für umgestürzte Bäume und Blitzeinschläge
Zudem wird aus verschiedenen Stadtteilen von Blitzeinschlägen berichtet. Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte stehen an mehreren Orten im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu entfernen und Schäden zu sichern. (mke)
Starkregen dringt in Zürcher Hauptbahnhof ein
Reisende wurden von den plötzlich einsetzenden Wassermassen überrascht. Augenzeugen berichten von sintflutartigem Regen, der innerhalb kurzer Zeit Teile des Bahnhofs unter Wasser setzte. Ob der Bahnverkehr beeinträchtigt wurde, ist derzeit noch unklar. (mke)
Weitere Trams in Zürich stehen still
Die heftigen Sturmböen setzten laut Augenzeugen innerhalb weniger Minuten ein und rissen grosse Äste von den Bäumen. Einsatzkräfte räumten die Strecke und sicherten den betroffenen Bereich. (mke)
Baum blockiert Tramstrecke auf der Zürcher Rämistrasse
Feuerwehr und Rettungskräfte stehen im Einsatz und sichern die Unfallstelle. Wie lange die Störung andauert und ob Personen verletzt wurden, ist derzeit noch nicht bekannt. (mke)
Heftige Hagelgewitter treffen die Zentralschweiz
Sommergewitter im Anmarsch
Gefahrenstufe 4 auch für Delémont - Bellelay, Entlebuech und Sarnen-Lungern
Gewitterwarnstufe 4 nur noch für Basse-Gruyère gültig
Hitze an Schulen: Basel empfiehlt Zoo statt Klassenzimmer
Der Lehrerinnen- und Lehrerverband fordert unterdessen einen schweizweit einheitlichen Hitzeschutzplan. Ab 30 Grad Raumtemperatur sollte der reguläre Unterricht eingestellt werden, heisst es in einem Positionspapier. Der Kanton Genf geht als einziger bereits einen Schritt weiter und befreit am Montag und Dienstag die jüngsten Primarschüler vom Unterricht. (mke/sda)
Meteoschweiz erhöht auf Gewitterwarnstufe 4
Junirekord in Schaffhausen gemessen
Meteoschweiz gibt Gewitterwarnung für sieben Regionen heraus
Hitzewelle trifft Zentral- und Westfrankreich am stärksten
Es fehlen noch 0,6 Grad zum ersten Juni-Rekord
Teils heftige Gewitter drohen im Mittelland
Dabei sei nicht auszuschliessen, dass auch grössere Städte wie Zürich, Luzern oder Bern davon betroffen sein könnten. Je nach Topografie und Luftfeuchtigkeit der betroffenen Regionen würden die Gewitter glimpflicher oder heftiger ausfallen. Im Zentrum der Gewitterzelle werde es jedoch «kein Kindergeburtstag», so Michael Hartmann. So könne es auch zu Sturmböen um die 80 bis 100 Kilometer pro Stunde kommen. (jul)
34-Grad-Marke geknackt
1. Leibstadt (AG): 34,3 Grad
2. Chur (GR): 34,3 Grad
3. Beznau (AG): 34,0 Grad
Schlafen am Strand
Die Einwohner in der Nähe der Küste des arabischen Meeres haben sich kurzerhand dazu entschieden, ihr Nachtlager am Versova-Strand in Mumbai aufzuschlagen. Das India Meteorological Department (IMD) hat bereits Mitte der Woche eine Hitzewarnung für die Region ausgesprochen. Aktuell werden hier 35 Grad gemessen, in der Nacht kühlt es allerdings nur gerade auf 29 Grad ab. (leo)
Erhebliche Waldbrandgefahr in Teilen des Kantons Bern
Im Bild: Ein Waldbrand in Leuk während des Jahrhundertsommers 2003.
Bei windigen Verhältnissen sei ganz auf Feuer zu verzichten, teilte der Kanton mit. Feuer dürfe nur in fest eingerichteten Feuerstellen entfacht werden und sei stets zu beaufsichtigen. Funkenwurf müsse sofort gelöscht werden. Beim Verlassen der Feuerstelle sei die Glut vollständig zu löschen.
Die Stufe «erheblich» bedeutet die dritte von insgesamt fünf Gefahrenstufen. (sda)
Update zu Gewittern
Winterthur sagt Töss-Stafette ab
Das OK habe die Situation und verschiedene Massnahmen zur sicheren Durchführung der Veranstaltung sorgfältig geprüft. Trotz diverser Vorkehrungen könne die Gesundheit und Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie aller weiteren Beteiligten unter den gegebenen Bedingungen aber nicht ausreichend gewährleistet werden.
Der Anlass wird ersatzlos gestrichen. Die nächste Ausgabe findet erst im Juni 2027 statt. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit von Hitzetagen und Hitzewellen will das OK prüfen, welche organisatorischen Massnahmen für zukünftige Austragungen sinnvoll sind. «Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit einer zeitlichen Anpassung des Veranstaltungsprogramms», schreibt das OK. (sda)
Warum die Hitzewelle historisch ist
Ein Blick auf die Prognosen für die nächsten Tage zeigt zudem: Ein Ende der Hitzewelle ist nicht absehbar. Das rückt auch die Frage ins Zentrum, ob wir es mit einer aussergewöhnlich langen Hitzewelle zu tun haben. «Im Mittelland traten in der Vergangenheit bereits mehrfach Hitzewellen mit einer Dauer von teils knapp über zwei Wochen auf», schreibt MeteoNews dazu. Die längste Serie wurde 1928 in Lugano gemessen: 21 Tage lang dauert sie damals. Auf der Alpennordseite wurde 1911 in Zürich an 16 aufeinanderfolgenden Tagen Hitzetage gemessen.
«Auffällig ist jedoch, dass diese ausgeprägten Hitzephasen in den genannten Jahren jeweils deutlich später im Sommer auftraten, meist zwischen Mitte Juli und Mitte August», schreibt MeteoNews weiter. (leo)
Bereits an mehreren Messstationen über 30 Grad
Bisher keine Rekorde gefallen
Im Laufe des Wochenendes und der nächsten Woche steigen die Maximaltemperaturen aber nochmals an. Am Sonntag steht mit bis zu 37 Grad in Basel und 36 Grad in Zürich ein erster Höhepunkt an. Nochmals etwas heisser könnte es dann laut MeteoNews am Mittwoch werden. Dann sind für Basel gar 38 Grad prognostiziert. Jedoch sind genaue Temperaturprognosen für so weit in der Zukunft mit Vorsicht zu geniessen. (leo)
Weiterhin Hitzewarnung der Stufe 4
Für die gesamte Alpennordseite, teile des Wallis und des Tessins gilt zudem eine Hitzewarnung der Stufe 3. Im Wallis gilt weiter eine grosse Gefahr für Waldbrände. Von der Trockenheit besonders betroffen sind weiter der Kanton Graubünden sowie die Region zwischen dem Bodensee über Schaffhausen und Zürich Bis Aarau. (leo)
Erste Tropennächte der Hitzewelle gemessen
Für Freitag sind Gewitter angesagt
Am Donnerstag gab es 35,4 Grad im Wallis
Auch hier war es schon einmal wärmer, und zwar am 27. Juni 2019, wie Meteorologe Ludwig Zgraggen vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. In Basel sei es am Donnerstag mit 34,4 Grad ebenfalls sehr heiss gewesen. Dort liege der bisherige Rekord bei 36,9 Grad am 27. Juni 1947.
Seit Donnerstagmittag gelten Hitzewarnungen der Stufen 3 und 4 des Bundes. Zunächst sind die Warnungen bis Dienstag befristet. Eine Verlängerung sei jedoch wahrscheinlich. (sda)
«Historische Hitzewelle» erreicht die Schweiz
Die Schweiz befindet sich ab Mitte Juni im Einflussgebiet eines sogenannten Omega-Hochs. Dabei werden die warmen Luftmassen eingeklemmt. «Kühlere Luft wird an den Rändern umgeleitet und gelangt so nicht mehr nach Mitteleuropa», erklärt Meteorologe Roger Perret.
Das hat zur Folge, dass das Wetter über längere Zeit stabil bleibt. Im aktuellen Fall bleibt der Himmel wolkenlos und die Sonne kann Luft und Untergrund erbarmungslos aufheizen. «Es ist extrem ungewöhnlich, dass die Schweiz bereits so früh im Sommer über einen längeren Zeitraum derart hohe Temperaturen erlebt», sagt Perret.
Der Meteorologe sagte im Gespräch mit watson zu Beginn der aktuellen Hitzewelle gar:
Trockenheit wird zum Problem
Bereits vor der aktuellen Hitzewelle gab es in weiten Teilen der Schweiz unterdurchschnittlichen Niederschlag, der teilweise bereits zu Trockenheit führte. Im Kanton Thurgau wird deshalb der Wasserverbrauch über das Wochenende eingeschränkt.
Der Bodensee befindet sich bereits jetzt auf einem historischen Juni-Tief und vielerorts ist die Waldbrandgefahr erhöht. Wie stark sich die Hitzewelle auf diese Situation auswirkt, erfährst du oben im Liveticker.
(leo)
