Schweiz
Luftfahrt

Swiss streicht im Sommer erneut hunderte Flüge

ARCHIVBILD ZUR JACDEC-STUDIE DER SICHERSTEN AIRLINES DER WELT 2016 - Swiss International Air Lines airplanes at Zurich Airport in Kloten in the Canton of Zurich, Switzerland, pictured on July 24, 2014 ...
Die Fluggesellschaft Swiss muss auch im diesjährigen Sommer hunderte Flüge streichen.Bild: KEYSTONE

Swiss streicht im Sommer erneut hunderte Flüge

18.03.2026, 11:2818.03.2026, 11:28

Die Fluggesellschaft Swiss muss auch im diesjährigen Sommer hunderte Flüge streichen. Grund sind anhaltender Personalmangel im Cockpit sowie technische und strukturelle Engpässe.

Ein Swiss-Sprecher bestätige der Nachrichtenagentur AWP am Mittwoch entsprechende Informationen des Branchenportals «Aerotelegraph». Insgesamt werden 326 Flüge gestrichen. Die Kürzungen betreffen rund 0,4 Prozent des Angebots.

Das Problem hat sich dabei etwas entschärft: Vergangenes Jahr waren zwischen April und Oktober noch 1400 Flugstreichungen nötig gewesen, was 1,5 Prozent des Angebots entsprach.

Die Lufthansa-Tochter setzt die Einschnitte gezielt auf personalintensiven Langstrecken an, etwa mit reduzierten Frequenzen nach Chicago und Shanghai.

Elf Flieger mit Triebwerksproblemen

Konkret fehlen bei Swiss Kapitäne und Kopiloten für Airbus A320 und A321 sowie A330 und A340, gleichzeitig gebunden durch Umschulungen etwa auf den neuen Airbus A350. Zusätzlich stehen elf Flugzeuge wegen Triebwerksproblemen am Boden, was die Einsatzplanung erschwert.

Die Ausbildung und Umschulung von Cockpitpersonal dauert laut der Swiss Monate, kurzfristige Lösungen sind unter anderem wegen vertraglicher Vorgaben und des gegenwärtigen Karrieremodells kaum möglich, hiess es. Die Swiss bezeichnete die Streichungen als «letztes Mittel».

Im Gegensatz zum Cockpit hat Swiss in der Kabine derzeit einen Überbestand. Rechnerisch hat die Lufthansa-Tochter in gewissen Perioden bis zu 300 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zu viel. Um das zu korrigieren, leitete sie Korrekturmassnahmen ein. Zu diesen zählt etwa eine Prämie von bis zu 15'000 Franken bei einer Vollanstellung für diejenigen Kabinenmitglieder, die freiwillig kündigen. (hkl/sda/awp)

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