Schweiz
Luftfahrt

Swiss belohnt Flight Attendants mit 15'000 Franken, wenn sie kündigen

Flight Attendant Swiss
Die Swiss hat zu viele Flight Attendants.bild: swiss

Swiss zahlt Flight Attendants 15'000 Franken, wenn sie kündigen

16.03.2026, 11:4916.03.2026, 12:09

Die Swiss beschäftigt nach wie vor zu viele Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter. Daher bietet die Schweizer Airline nun Prämien für freiwillige Kündigungen. Eine Mitteilung sei letzte Woche an alle rund 4500 Flight Attendants verschickt worden, berichtet der «Aerotelegraph».

Wer zwischen dem 13. März und dem 30. April kündige und bis spätestens Ende August 2026 aus dem Unternehmen ausscheide, erhalte eine pauschale Entschädigung von 15'000 Franken brutto.

Neben der Kündigungsprämie setzt Swiss weiterhin auf weitere freiwillige Angebote. Dazu zählen beispielsweise längere unbezahlte Urlaube in besonders stark ausgelasteten Monaten oder der Wechsel in das sogenannte Study-&-Fly-Modell für Studierende, die parallel in der Kabine von Swiss arbeiten – auch hierfür ist eine Vergütung vorgesehen. Ebenfalls erwähnt werden Reduzierungen des Arbeitspensums oder ein verlängerter Mutterschaftsurlaub. Ziel des Managements von Swiss sei es, den Personalüberhang «rasch, effektiv und zielgerichtet zu reduzieren».

Schuld an der angespannten Personalsituation seien unter anderem Triebwerksprobleme in der Branche sowie Engpässe beim Cockpitpersonal. Dadurch steht die Branche unter Druck. Auch die erneut verschärfte geopolitische Lage und der damit verbundene gestiegene Ölpreis würden den Druck auf die Finanzen erhöhen. Deshalb brauche es «kurzfristige Kosteneinsparungen».

Bereits im Herbst 2025 hatte die Swiss bekannt gegeben, dass rund 400 Kabinenmitglieder zu viel angestellt seien. (hkl)

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87 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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fidget
16.03.2026 12:16registriert Dezember 2018
Wenn man sowieso mit dem Gedanken spielt zu gehen, dann kann man da noch gut Geld mitnehmen. Sollte man sich dann überlegen zu kündigen.
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Roli_G
16.03.2026 12:53registriert Januar 2021
2022 hiess es noch, dass die Zitrone ausgepresst ist mit dem Personalmangel.

Nun solle es auf einmal massiv zu viel Personal haben?
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7immi
16.03.2026 14:02registriert April 2014
Klar, die Ausbildung dauert nicht lange, dennoch braucht man Leute, die sich den Job antun wollen. Sind die Triebwerksprobleme und die Pilotenknappheit (die sich seit Jahren ankündigt!) behoben, hat man dann wieder zuwenige FAs. War nach Covid auch so. Zuerst entliess man, dann stellte man die Entlassenen wieder an. Da fragt man sich schon, wie fähig das Management ist, wenn man innert 5 Jahren zweimal denselben Fehler begeht...
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