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Luzerner Polizeikommandant wegen fahrlässiger Tötung angeklagt



Die Spitze der Luzerner Polizei wird sich vor Gericht wegen möglicher fahrlässiger Tötung verantworten müssen. Der ausserordentliche Staatsanwalt hat gegen Polizeikommandant Adi Achermann und Kripochef Daniel Bussmann Anklage erhoben. Das Bezirksgericht Kriens hat als nächste Instanz über die Vorwürfe zu befinden.

ARCHIV --- Adi Achermann, Kommandant Luzerner Polizei, anlaesslich der Medienkonferenz der Staatsanwaltschaft Luzern und der Luzerner Polizei zum Grosseinsatz der Polizei in Malters bei einem Wohnhaus, in welchem sich eine Frau verschanzt und sich das Leben genommen hat am Mittwoch, 9. Maerz 2016, in Emmenbruecke. Gegen Polizeikommandant Adi Achermann und Kripochef Daniel Bussmann werde wegen des Einsatzes in Malters Anklage vor Gericht erhoben, teilte das Luzerner Justiz- und Sicherheitsdepartement am Dienstag, 22. November 2016 mit. Das sei aus der Schlusseinvernahme hervorgegangen, sagte Polizeidirektor Paul Winiker in einer Videobotschaft. Er verwies auf die Unschuldsvermutung. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Adi Achermann, Kommandant der Luzerner Polizei. Bild: KEYSTONE

ARCHIV --- Daniel Bussmann, Chef Kriminalpolizei Luzern  informiert an der Medienkonferenz der Staatsanwaltschaft Sursee am 21. Maerz 2013 im AAL in Luzern zur Schussabgabe beim Toetungsdelikt in der Kronoswiss in Menznau vom 27, Februar 2013. Gegen Polizeikommandant Adi Achermann und Kripochef Daniel Bussmann werde wegen des Einsatzes in Malters Anklage vor Gericht erhoben, teilte das Luzerner Justiz- und Sicherheitsdepartement am Dienstag, 22. November 2016 mit. Das sei aus der Schlusseinvernahme hervorgegangen, sagte Polizeidirektor Paul Winiker in einer Videobotschaft. Er verwies auf die Unschuldsvermutung. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Daniel Bussmann, Chef der Kriminalpolizei Luzern. Bild: KEYSTONE

Anlass der Anklage ist ein Polizeieinsatz vom März 2016 in Malters LU, bei dem sich eine verschanzte Frau das Leben genommen hat. Der Fall war von einem ausserordentlichen Staatsanwalt, dem Aargauer Christoph Rüedi, untersucht worden.

Am Dienstag, 8. März 2016, 16 Uhr, hatte die Luzerner Polizei im Rahmen eines Strafverfahrens des Kantons Zürich den Auftrag, in Malters eine Wohnung zu durchsuchen. Eine Frau, welche sich in der Wohnung aufhielt, verweigerte der Polizei den Zutritt und schoss aus dem Gebäude. Im Verlauf des Polizeieinsatzes nahm sich die Frau in der Wohnung mit einer Schusswaffe das Leben.
(Staatsanwaltschaft Luzern)

Der ausserordentliche Staatsanwalt wirft gemäss einer Mitteilung der Staatsanwalt Luzern vom Dienstag der Polizeispitze vor, sich für ein gewaltsames Eindringen in die Wohnung entschieden zu haben, ohne Alternativen geprüft zu haben. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass die Intervention so nicht hätte durchgeführt werden dürfen und unverhältnismässig gewesen sei. (sda)

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