Schweiz
Migration

Afghanische Flüchtlinge wollen durch die Schweiz wandern

Aargauer Gemeinde stoppt Wanderung der afghanischen Flüchtlinge Hamid und Mohammad

Die afghanischen Asylsuchenden Hamid und Mohammad wollten quer durch die Schweiz wandern. Ihre Wohngemeinde Brittnau hat etwas gegen diesen Plan. SP-Gemeinderätin Sterchi nennt die Gründe.
15.04.2017, 09:3915.04.2017, 14:36
Video: watson/Lya Saxer

Was haben sie sich gefreut auf ihr Abenteuer: Hamid und Mohammad wollten durch die ganze Schweiz wandern.«Das Land besser kennenlernen, unsere Integration aktiv angehen und politisch ein Zeichen gegenüber anderen Flüchtlingen und Einheimischen setzten», erklärte Hamid gegenüber watson ihre Motivation. 

Bereits am Donnerstag, dem Tag nach Erscheinen des Artikels, folgt die grosse Enttäuschung. Mohammad hat ein Gespräch mit der Brittnauer Gemeinderätin Nadine Sterchi. Sie teilt ihm mit, dass aus dem Wanderprojekt nichts wird.

«Sie hat mir klar gesagt, dass die Wanderung nicht geht. Und dass es Konsequenzen gibt», sagt Rasuli zu «Blick». Gegenüber der Zeitung erklärt SP-Gemeinderätin Sterchi, warum der Gemeinderat das Projekt stoppen will. Aus rechtlichen, medizinischen und versicherungstechnischen Gründen könne sie der Wanderung nicht zustimmen. Menschlich gesehen halte sie die Idee hingegen für toll.

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Jederzeit erreichbar sein

Konkret verweist Sterchi auf die Richtlinien des Bundes. Gemäss denen haben Asylsuchende in ihrer eigenen Unterkunft zu übernachten und sind medizinisch nur im Kanton der Wohngemeinde versichert. Hinzu kommt, dass Asylsuchende mit Status N jederzeit per eingeschriebenem Brief erreichbar sein müssen.

Hamid und Mohammad wollen sich von der Gemeinde Brittnau indes nicht unterkriegen lassen: «Wir haben viele ermutigende Mails erhalten. Sogar aus Österreich, Italien und Deutschland. Alle finden gut, was wir machen.» (mwa)

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