Schweiz
Migration

Weniger Asylgesuche: SEM baut 2027 108 Jobs ab

Über 100 Jobs betroffen: Erneuter Stellenabbau beim Staatssekretariat für Migration

07.06.2026, 11:2307.06.2026, 11:23

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat den Abbau von 108 Stellen angekündigt. Einige davon waren befristet finanziert, andere Stellen fallen Sparmassnahmen zum Opfer.

Bei einem Grossteil der gestrichenen Stellen handelt es sich um befristete Anstellungen – diese seien dem SEM befristet zugesprochen worden, «um die Pendenzen im Asylbereich abzubauen», teilte das SEM am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Da der Abbau in einigen Monaten abgeschlossen sei, müsse das SEM diese Stellen nun «zurückgeben».

Aufgrund des von Bundesrat und Parlament geschnürten Entlastungspaketes werden auch einzelne unbefristete Stellen abgebaut, wie das SEM eine Meldung im Sonntagsblick bestätigte. Die Stellen, die deswegen sowie wegen höherer durchschnittlicher Personalkosten abgebaut werden müssten, verteilten sich auf das gesamte Staatssekretariat.

SEM rechnet mit weniger Asylgesuchen

Der Stellenabbau soll auf Anfang 2027 umgesetzt werden. Die betroffenen Mitarbeitenden sollen noch im Juni darüber informiert werden.

Nach dem Abbau wird das SEM im Jahr 2027 noch über rund 1280 Vollzeitstellen verfügen. Bereits Anfang 2026 hatte das SEM 83 Stellen gestrichen.

Ende März hatte das Staatssekretariat für Migration geschrieben: «Die Personalressourcen im Asylbereich richten sich grundsätzlich nach dem Eingang von Asylgesuchen». Davon habe es 2025 weniger gegeben. Auch in diesem Jahr rechnet das SEM mit weniger Gesuchen als in den Jahren 2022 bis 2024.

Zuletzt waren die Pendenzen im Bereich der Asylgesuche denn auch um 45 Prozent reduziert worden, wie die Behörde Ende März mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt waren noch rund 8600 Asylgesuche hängig. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Menschen, die etwas Spass in den tristen Büroalltag bringen
1 / 26
Menschen, die etwas Spass in den tristen Büroalltag bringen
Sie versuchen doch niemanden zu ersetzen ...
quelle: reddit
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Rentner Claudio* hat mit 55 seinen Job verloren und nie mehr einen gefunden – so lebt er seither
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
1
Das neue schweizweite Feuerwerksverbot in 5 Punkten
Das Parlament setzt der Knallerei rund um 1. August und Silvester ein Ende. Und das könnte erst der Anfang gewesen sein.
Rund um den Schweizer Nationalfeiertag wird es künftig leiser. Nach dem Nationalrat hat sich am Mittwoch auch der Ständerat für ein Verbot von Böllern ausgesprochen. Der Entscheid des Parlaments ist eine Reaktion auf die Feuerwerks-Initiative, die noch weiter gehen will.
Zur Story