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Hochwasser Bodensee: Bund rechnet mit steigendem Bodenseepegel

Bund rechnet mit steigendem Bodenseepegel übers Wochenende

21.06.2024, 16:3021.06.2024, 16:30
A municipal employee and and a volunteer build footbridges as the Lake Untersee, the western part of Lake Bodensee overflows its banks, in Berlingen, Switzerland, Tuesday, June 11, 2024. On Tuesday, t ...
So sah es am Bodensee vor zehn Tagen aus. Bild: keystone

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) rechnet übers Wochenende mit steigenden Wasserpegeln am Bodensee. Mit einem Wasserstand von 397,08 Metern über Meer befand sich der Pegel in Romanshorn TG am Freitagmittag rund sieben Zentimeter unter der zweithöchsten Gefahrenstufe. Am Rhein bei Widnau SG werden Sperrungen der Rheinvorländer vorbereitet.

«Am Bodensee-Obersee wird in den nächsten Tagen wahrscheinlich wieder die Gefahrenstufe vier erreicht», schrieb das Bafu am Freitag im Naturgefahrenbulletin. Die Stufe vier bedeutet «grosse Gefahr» hinsichtlich Hochwasser. Nach einem Rückgang der Pegelstände in den letzten Tagen stieg dieser gemäss Bafu zuletzt wieder leicht an.

Besonders angespannt war die Hochwassersituation Mitte Juni in Berlingen TG am Untersee, dem westlichen Teil des Sees. In der Ortschaft standen Uferpromenaden, Parkplätze und Gartenrestaurants unter Wasser. Mittlerweile das Wasser auf der Uferpromenade zurückgegangen, wie der Berlinger Gemeinderat Martin Järmann auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Eine Parkplatzreihe am See stehe aber noch unter Wasser. Die zwischenzeitlich wegen heftigen Gewittern und übergetretenen Bächen gesperrte Kantonsstrasse durch Berlingen sei am Dienstag wieder geöffnet werden. Trotz angekündigter Regenfälle zeigte sich Järmann optimistisch. Die Bewohnenden würden den See kennen und wüssten, dass «die Sache noch nicht gegessen ist.» Vor den Hauseingängen lägen teilweise weiterhin Sandsäcke bereit.

Vorbereitungen am Rhein

Auf der österreichischen Seite des Rheins wurden am Freitag ab Lustenau (A) Höhe Wiesenrainbrücke bis zum Bodensee die Rheinvorländer gesperrt. Dies teilte die Internationale Wasserwehr am Alpenrhein (IWWA) am Freitagmittag mit.

Die IWWA geht davon aus, dass die prognostizierten Niederschläge im Einzugsgebiet des Alpenrheins die Pegel der Zuflüsse im Laufe des Freitagabends und in der Nacht auf Samstag ansteigen lassen. Derzeit laufen Vorbereitungen, dass allenfalls auch die Rheinvorländer auf der Schweizer Seite gesperrt werden können. Ob eine Sperrung tatsächlich nötig sein wird, zeige sich am Freitagabend. (sda)

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