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Schweiz: Warnung vor Versorgungsengpass in Ost-CH nach A13-Kollaps

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Unwetter: Erdrutsch im Misox
Drohnenbilder zeigen das Ausmass des Erdrutsches in Graubünden.
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Bundesrat Cassis in Misox eingetroffen +++ Wallis hebt Alarm für die Rhone auf

Die Hochwasserlage hat sich am Sonntag in verschiedenen Regionen der Schweiz beruhigt und hinterlässt in etlichen Alpentäler ein Bild der Verwüstung. Die aktuellen Meldungen im Liveticker.
22.06.2024, 09:3523.06.2024, 18:36
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  • Die Autobahn A13 beim San Bernardino wurde durch die Unwetter teilweise stark beschädigt und kann derzeit nicht passiert werden. Da die Reparaturarbeiten unbestimmte Zeit in Anspruch nehmen werden, warnt FDP-Chef und Präsident des Lastwagenverbands Schweiz, Thierry Burkart, vor einem Versorgungsengpass in der Ostschweiz.
  • Im Misoxtal im Graubünden führten am Freitagabend mehrere Bäche derart viel Wasser, dass sie über die Ufer traten und verschiedene Dörfer mit Geröll, Holz und weiterem Material fluteten. In der Ortschaft Sorte seien durch die Wassermassen drei Häuser und drei Fahrzeuge mitgerissen worden. Es kam zudem zu einem Erdrutsch.
  • Unmittelbar nach dem Erdrutsch wurden vier Personen vermisst. Eine Person konnte am Samstagmorgen gerettet und ins Spital gebracht werden. Die Sucharbeiten nach den drei anderen Personen, ein Paar und eine ältere Frau, laufen.
  • In fünf Dörfer des Misoxtals gab es zwischenzeitlich keinen Strom mehr. In den betroffenen Ortschaften war teilweise das Leitungswasser unterbrochen. Ausserdem war in allen betroffenen Dörfer Lostallo, Cabbiolo, Sorte, Arabella und Norantola das Wasser nicht mehr trinkbar.
  • Im Wallis herrschte Hochwasser. Für die Rhone von Visp bis zum Genfersee hat der Kanton Wallis am Freitagabend die zweithöchste Gefahrenstufe (4 von 5) ausgerufen. Der Staatsrat beschloss, für den ganzen Kanton Wallis die besondere Lage zu erklären.
  • In Zermatt ist die Lage besonders prekär. Dort sind der Fluss Vispa und Bach Triftbach über die Ufer getreten.
  • Das Touristendorf ist seit Freitagmittag von der Aussenwelt abgeschnitten. Sowohl die Strasse als auch die Bahnlinie sind seit Freitagnachmittag wegen Überschwemmungsgefahr gesperrt. Inzwischen sind sowohl die Bahnlinie als auch die Strasse schwer beschädigt. Der Zugverkehr wird bis mindestens Ende kommender Woche unterbrochen bleiben. Um nach Täsch zu gelangen, würden Bahnersatzbusse verkehren.
  • Grund für die Hochwasserlage ist eine Regen- und Gewitterfront, die seit Donnerstag über das Wallis zieht. Hinzu kommen die Schneeschmelze und wassergesättigte Böden.
Video: watson
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7:30
Axpo meldet Schäden an Wasserkraftwerken im Misox
Die Axpo hat wegen der Hochwassersituation im Misox sechs Wasserkraftwerke vorübergehend ausser Betrieb gestellt. Einige wurden beschädigt und müssen wieder instand gesetzt werden. Alle seien jedoch kontrolliert abgeschaltet worden und in einem sicheren Zustand, teilte der Energiekonzern am Montag mit.

Bei den vom Hochwasser betroffenen Kraftwerken handelt es sich laut der Mitteilung um die Kraftwerke OIM (Officine Idroelettriche di Mesolcina SA), Calancasca SA und Elin (Elettricità Industriale SA). Zudem seien auch das von der Axpo im Auftrag der BKW und der Gemeinde Calanca betriebene Kleinkraftwerk der Idro Arvigo AG und das eigene Kleinraftwerk der Tecnicama AG abgeschaltet worden.

Laut der Mitteilung erlitten die Kraftwerke der OIM und der Calancasca AG nur geringfügige Schäden. Sie befänden sich in einem sicheren Zustand und könnten wieder in Betrieb genommen werden. Die Wiederinbetriebnahme erfolge zu gegebenem Zeitpunkt und in Absprache mit den Behörden. Die Anlagen und Stauseen der Elettricità Industriale erlitten hingegen Schäden und können erst nach der Instandsetzung wieder in Betrieb genommen werden, wie Axpo weiter schreibt. (awp/sda)
19:54
Kantonsstrasse in Graubünden ab 22 Uhr wieder offen
Die Kantonsstrasse öffnete das Tiefbauamt am Sonntag um 22 Uhr wieder, aber nur für den Zubringerverkehr. Für den Durchgangs- und Transitverkehr bleibt sie mindestens eine Woche gesperrt. Und dem Nord-Süd-Verkehr soll sie nicht dienen, betonte der Bündner Regierungspräsident. «Wenn am Schluss auch der internationale Verkehr über die Kantonsstrasse läuft, dann ist der Kollaps mehr als programmiert», sagte er. Die Kantonsstrasse dürfe keine Alternativroute werden.
19:21
Autos stauen sich auf zehn Kilometern vor dem Gotthard-Südportal
Am Gotthard-Südportal haben sich die Autos am Sonntagmittag zwischen Faido TI und dem Rastplatz Dosierstelle Airolo TI auf einer Länge von zehn Kilometern gestaut. Reisende mussten mit einer Wartezeit von rund einer Stunde und 40 Minuten rechnen, wie der TCS über X mitteilte.

Im Verlauf des Nachmittags nahm der Verkehr etwas ab, beim Stau blieb es aber: Kurz nach 16 Uhr wurde noch immer eine Staulänge von sieben Kilometern verzeichnet. Für Autofahrende resultierte laut dem TCS ein Zeitverlust von bis zu einer Stunde und zehn Minuten.

Auch auf der Nordseite war der Verkehr zeitweise überlastet: Zwischen Wassen und Göschenen UR war die Autokolonne am Sonntagmittag drei Kilometer lang. Autofahrende mussten dort mit einer Wartezeit von bis zu 30 Minuten rechnen. Auch am frühen Abend war der Verkehr dort noch auf mehreren Abschnitten überlastet.

Die alternative Route über die A13 durch den San Bernardino war am Sonntag wegen des Unwetters im Bündner Südtal Misox nicht befahrbar. Bei den Überschwemmungen in der Folge des Unwetters vom Freitagabend war ein Strassenabschnitt der A13 zerstört worden.
The highway A13 between Lostallo and Soazza destroyed by the force of the Moesa river, caused by heavy rain in the Misox valley, in Lostallo, southern Switzerland, on Sunday June 23, 2024. Massive thu ...
Bild: keystone
An Wochenenden kommt es am Gotthard regelmässig zu langen Staus. Bereits am Samstag hatte sich der Verkehr auf beiden Tunnelseiten gestaut. In Richtung Süden hatte die Blechlawine am Nordportal zu Spitzenzeiten am Samstagmittag eine Länge von zwölf Kilometern erreicht. (sda)
18:47
Schäden in Walliser Seitentälern wahrscheinlich in Millionenhöhe
Die Verantwortlichen der besonders betroffenen Gebiete, die die Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Sonntag kontaktierte, zeigten sich zunächst erleichtert, dass es keine Todesopfer gegeben habe. Sie betonten jedoch, dass die Schäden beträchtlich seien.

Niemand wollte sie genau beziffern, gesprochen werde aber von vielen Millionen Franken. Zudem würde es mehrere Monate dauern, bis die Arbeiten abgeschlossen seien und die Lage wieder normal sei.
Des pelleteuses travaillent au bord de la riviere Navizence en crue proche de la centrale hydroelectrique Alpiq ce vendredi 21 juin 2024 a Vissoie dans le val d'Anniviers. Le debit du Rhone, actu ...
Bild: KEYSTONE
In den Tälern Val d'Anniviers und Val d'Hérens seien Kanalisationen und Strassen in Flussnähe beschädigt worden. Die Navisence beziehungsweise die Borgne traten über die Ufer. Die Situation sei zurzeit katastrophal, sagte David Melly, Gemeindepräsident von Anniviers.

In Evolène, im Val d'Hérens, «wurde die Haupttrinkwasserleitung zerstört», berichtete Patrick Sierro, Vizepräsident der Gemeinde. Es werde eine Übergangslösung eingerichtet. (sda)
18:27
Gerettete Frau aus dem Misox GR verlässt die Intensivstation
Die Frau, die am Samstagmorgen aus dem Schutt in Sorte GR gerettet wurde, hat die Intensivstation eines Spitals in Lugano TI verlassen. Sie wechselte in die normale Abteilung. Körperlich gehe es ihr den Umständen entsprechend gut.

Das sagte der Einsatzleiter der Bündner Polizei William Kloter einer Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bei einer Begehung der Schadenplätze im Misox GR am Sonntag auf Anfrage. Die Frau habe unter den Steinen auf ihrem Mobiltelefon die Applikation der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) aktivieren können. So konnte sie gerettet werden.

Sie wurde ganz unten bei der Kantonsstrasse gefunden, wie der Polizist sagte. Die Frau, die Mitte 70 alt sei, habe im mittleren der drei mitgerissenen Häuser in Sorte gewohnt. (sda)
17:58
Einsatzkräfte finden toten Mann in Fluss nach Unwetter im Misox GR
Über 40 Stunden nach dem heftigen Gewitter mit verheerenden Erdrutschen und Überschwemmungen im Bündner Misox-Tal haben Einsatzkräfte am Sonntagvormittag im Fluss Moesa bei Sorte GR eine männliche Leiche gefunden. Die Suche nach den zwei anderen Vermissten blieb bislang erfolglos. Problematisch ist die Verkehrssituation auf der Nord-Süd-Achse wegen des eingestürzten A13-Abschnitts.
14:15
Bundesrat Cassis im Erdrutschgebiet im Misox GR eingetroffen
Bundesrat Ignazio Cassis ist am Sonntagnachmittag im Erdrutschtebiet im Bündner Südtal Misox eingetroffen. Vor Ort sind auch der Bündner Regierungspräsident Jon Domenic Parolini (Mitte) und der Tessiner Regierungspräsident Christian Vitta (FDP).

Bundesrat Cassis sprach vor den Medien von einem «traurigen Tag» für die betroffenen Gemeinden, die Kantone Graubünden und Tessin und die ganze Schweiz. Er brachte seine Solidarität zum Ausdruck.

Er hoffe, dass sich die Situation rasch stabilisieren werde - auch im Hinblick auf die Nord-Süd-Verbindung. Die Gedanken seien bei den drei Vermissten, auch bei der Verletzten. Er sei froh, dass alle im Einsatz stehenden so rasch und professionell gehandelt hätten.

Nach der Medienkonferenz im Roveredo GR ist eine Begehung im knapp neun Kilometer nördlichen Sorte GR geplant. Im Ortsteil der Gemeinde Lostallo GR war es am Freitagabend nach heftigen Gewittern und anhaltenden Regengüssen zu einem Erdrutsch gekommen.

Ein Schuttkegel begrub drei Häuser und zunächst vier Personen. Am Samstagmorgen konnten die Einsatzkräfte eine Frau aus dem Schuttkegel retten und ins Spital fliegen. Nach den drei weiteren Personen, ein Paar und eine Frau, wird noch immer gesucht. (sda)
epa11431938 Swiss Federal Councillor Ignazio Cassis arrives to a news coference in Roveredo in the Misox valley, southern Switzerland, 23 June 2024. Massive thunderstorms and rainfall led to a floodin ...
Bild: keystone
Swiss Federal Councillor Ignazio Cassis at the site of a landslide, caused by severe weather and heavy rain in the Misox valley, in Sorte village, Lostallo, southern Switzerland on Sunday June 23, 202 ...
Bild: keystone
13:03
Anstieg der Wasserpegel am Bodensee verlangsamt sich
Der Anstieg des Wasserpegels am Bodensee hat sich am Sonntag verglichen zum Vortag verlangsamt. Der See trat an einigen Stellen über die Ufer, Schadensmeldungen gingen bei der Polizei aber keine ein. Der Höchststand wird gemäss dem Bund am Montag erreicht.

«Wir haben keine Hilfegesuche von Gemeinden erhalten», sagte ein Vertreter des regionalen Führungsstabs Kreuzlingen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Gemeinden könnten über den Führungsstab zusätzlich den Zivilschutz anfordern, sollten sie aufgrund der steigenden Pegelstände Hilfe benötigen.

In Gottlieben TG stünden Teile der Uferpromenade unter Wasser, so der Vertreter des Führungsstabs weiter. Zudem stehe das Wasser an einem Ort bis zu den Häusern. In Ermatingen TG, in der Nähe des Freibads, sei zudem der Velo- und Wanderweg unter Wasser.

Schadensmeldungen in Bezug auf die hohen Wasserstände sind bei der Kantonspolizei Thurgau bis zum Sonntagvormittag jedoch keine eingegangen, wie Sprecher Matthias Graf sagte.
Einen Zentimeter mehr in rund sechs Stunden

Am Samstag war das Wasser alle 2,5 Stunden um etwa einen Zentimeter angestiegen. «Weil die Niederschläge abgenommen haben, steigt der See derzeit einen Zentimeter in 5,8 Stunden», erläuterte der Vertreter des Führungsstabs weiter. Der Anstieg des Pegels hat sich zuletzt also abgeflacht.

Stark angestiegen sind die Wasserstände innerhalb der letzten 24 Stunden beispielsweise in Berlingen TG. Um 11 Zentimeter hat der Pegel gemäss dem Vertreter des regionalen Führungsstabs dort zugenommen. Damit sei man aber noch immer unter dem Höchststand von vergangener Woche.

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) geht in seinen Prognosen davon aus, dass der höchste Wasserstand bei der Messstation in Romanshorn TG im Verlaufe des Sonntags erreicht wird. Für Berlingen wird die Spitze für den Montag vorausgesagt. Das Bafu geht davon aus, dass es bei der Hochwassergefahrenstufe vier für den Bodensee bleibt und die Stufe 5 (sehr grosse Gefahr) nicht erreicht wird.
Mögliche Öffnung der Rheinvorländer

Stand Sonntagmittag sind die Rheinvorländer im St. Galler Rheintal weiterhin gesperrt. Aktuell kläre man ab, ob gewisse Teile im Verlaufe des Sonntags wieder geöffnet werden. «Eventuell können wir den Abschnitt Widnau Wiesenrainbrücke bis Au Oberfahr heute wieder freigeben», wie eine Sprecherin der Internationalen Wasserwehr am Alpenrhein (IWWA) auf Anfrage sagte.

Der Abschnitt Au Oberfahr bis St. Margrethen Bruggerhorn sowie auf österreichischer Seite von Lustenau (A) Wiesenrainbrücke bis zum Bodensee bleibe sicherlich bis Montag geschlossen. (sda)
12:16
Autos stauen sich auf zehn Kilometern vor dem Gotthard-Südportal
Am Gotthard-Südportal haben sich die Autos am Sonntagmittag zwischen Faido TI und dem Rastplatz Dosierstelle Airolo TI auf einer Länge von zehn Kilometern gestaut. Reisende mussten mit einer Wartezeit von rund eineinhalb Stunden rechnen.

Dies teilte der TCS über X mit. Und auch auf der Nordseite war der Verkehr überlastet: Zwischen Wassen und Göschenen UR war die Autokolonne um 12.15 Uhr drei Kilometer lang. Autofahrende mussten dort mit einer Wartezeit von bis zu 30 Minuten rechnen.

Die alternative Route über die A13 durch den San Bernardino war am Samstag wegen des Unwetters im Bündner Südtal Misox derweil nicht befahrbar. Wegen der Überschwemmungen in der Folge des Unwetters vom Freitagabend war ein Strassenabschnitt der A13 zerstört worden.

An Wochenenden kommt es am Gotthard regelmässig zu langen Staus. Bereits am Samstag hatte sich der Verkehr auf beiden Tunnelseiten gestaut. In Richtung Süden hatte der Stau am Nordportal am Samstagmittag eine Länge von zwölf Kilometern erreicht. (sda
10:50
Unwetter: Wallis hebt Alarm und besondere Lage für die Rhone auf
Der Rückgang des Hochwassers in der Rhone hat sich am Sonntag fortgesetzt. In der Folge wurden der Alarm für die Rhone und die Seitenflüsse sowie die besondere Lage aufgehoben.

Das teilten am Sonntag das Walliser Präsidium des Staatsrates und das Kantonale Führungsorgan (KFO) mit. Die Lage stabilisiere sich und der am Samstag begonnene Rückgang des Hochwassers setze sich fort. Der Abfluss der Rhone habe bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag seinen Höhepunkt erreicht.
10:31
Verkehr Richtung Süden wird über den Gotthard umgeleitet
Sowohl die Nationalstrasse A13 wie auch die Kantonsstrasse im Misox bleiben am Sonntag gesperrt. Der Verkehr über die Alpen kann nicht über den San-Bernardino-Pass rollen. Das Astra empfiehlt als Alternative die Gotthardroute und die SBB prüfen einen Kapazitätsausbau.

In erster Linie gehe es darum, die Dauer der Sperrung und der Reparaturarbeiten an der A13 im Bündner Südtal Misox zu evaluieren, sagte am Sonntag der Sprecher des Bundesamts für Strassen (Astra), Lorenzo Quolantoni, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage. Andere Alternativrouten als die A2 durch den Gotthardtunnel seien in Prüfung.

Zudem arbeite das Astra mit den betroffenen kantonalen und kommunalen Behörden zusammen, um Lösungen für die Lokalbevölkerung zu finden. Gewisse Dörfer blieben für die Bevölkerung auch am Sonntag über die Strassen unerreichbar.

Vom Süden her sind die Dörfer bis und mit Lostallo GR erreichbar, während vom Norden her bis nach Mesocco GR gefahren werden kann, wie ein Sprecher der Bündner Kantonspolizei auf Anfrage sagte. Die Distanz zwischen den zwei Ortschaften beträgt rund zehn Kilometer und es liegen mehrere Dörfer entlang der Verkehrsachse, wie ein Blick auf die Karte zeigt.

Gemäss dem «Sonntagsblick» prüfen die SBB, ob die Bahnkapazität auf der Nord-Süd-Achse den Umständen angepasst werden muss. Das bestätigte ein Sprecher der SBB gegenüber Keystone-SDA: Die SBB werde in den nächsten Tagen prüfen, ob wegen der schweren Unwetterschäden an der A13 Ferienreisende auf die Bahn ausweichen - und ob auf die Sommerferien hin der Bahnverkehr am Gotthard verstärkt werden müsse. (sda)
9:47
Suchaktion im Misox GR ist am Sonntagmorgen wieder angelaufen
Die Suchaktion nach drei vermissten Personen nach Unwettern im Bündner Südtal Misox ist am Sonntagmorgen wieder angelaufen. Die Suche wird gemäss der Kantonspolizei weiterhin mit Hunden, Drohnen und Helikoptern durchgeführt.

Die Suche hatte in der Nacht von Freitag auf Samstag zwischenzeitlich eingestellt werden müssen,
wie ein Sprecher der Kantonspolizei Graubünden am Sonntagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. «Mittlerweile läuft die Suche wieder in gleichem Umfang wie am Vortag,» so der Sprecher weiter.

Inzwischen unterstützt auch die Armee die Suchaktion mit Helikoptern, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auf X mitteilte.

Am Freitagabend war es nach anhaltenden Regenfällen und heftigen Gewittern in Sorte, einem Ortsteil der Gemeinde Lostallo GR, zu einem Erdrutsch und starken Überschwemmungen gekommen. Ein Schuttkegel zerstörte drei Häuser in Sorte und vergrub vier Personen, wovon eine gerettet werden konnte. (sda)
6:54
Wegen kaputter A13: Warnung vor Versorgungsengpass in der Ostschweiz
Wegen der gesperrten Autobahn A13 hat Thierry Burkart als Präsident des Lastwagenverbands vor einem Versorgungsengpass in der Ostschweiz gewarnt. Burkart, Zentralpräsident des Schweizer Nutzfahrzeugverbands (Astag), verlangte vom Bundesamt für Strassen (Astra) «ein gutes Verkehrsmanagement», wie «SonntagsBlick» schrieb. Über die A13 führten 14 Prozent aller Transitfahrten pro Jahr. Die SBB wollen in den nächsten Tagen prüfen, ob auf die Sommerferien hin der Bahnverkehr am Gotthard verstärkt werden soll. Politiker aus der Region fürchten einen Kollaps am Gotthard. Die A13 wurde jeweils als Ausweichroute empfohlen, wenn es während der Ferienzeit jeweils massiv staute am Gotthard.
Die A13 wurde zwischen Thusis GR und Bellinzona TI gesperrt, nachdem ein Erdrutsch etwa 200 Meter der wichtigen Nationalstrasse weggespült hatte. Laut der Kantonspolizei Graubünden könnte es zu monatelangen Reparaturarbeiten an der Strasse kommen. Die A13 gilt nach der A2 als zweitwichtigste Verbindungsroute der Schweiz zwischen Norden und Süden. (con/sda)
epaselect epa11430364 A picture taken with a drone of A13 highway between Lostallo and Soazza destroyed by the force of the Moesa river, caused by the bad weather and heavy rain in the Misox valley, i ...
Bild: keystone
21:11
Im Wallis verkehren seit 20 Uhr Bahnersatzbusse zwischen Visp und Täsch
Auf der Strecke zwischen Visp und Täsch verkehren ab 20.00 Uhr Bahnersatzbusse. Auf der Strecke Täsch bis Zermatt verkehren ab 19.55 Uhr die Züge der Linie R40 (Zermatt Shuttle) wieder gemäss Fahrplan. Nächste Lagebeurteilung am Mittwoch. 26. Juni 2024.
19:27
Zweithöchste Gefahrenstufe am Bodensee
Die Pegelstände des Bodensees überschritten am Samstag die Schwelle zur Hochwassergefahrenstufe vier von insgesamt fünf. Der Wasserstand stieg gemäss Daten des Bundesamts für Umwelt (Bafu) seit Mitternacht und bis Samstag 18.00 Uhr um rund zehn Zentimeter.

Auch für den Untersee, dem westlichen Teil des Bodensees, galt die Hochwassergefahrenstufe vier. Diese Stufe bedeutet «grosse Gefahr» hinsichtlich Hochwasser.

Der See steige alle 2,5 Stunden um etwa einem Zentimeter, sagte ein Vertreter des regionalen Führungsstabs Kreuzlingen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. An gewissen Stellen habe es nicht mehr viel Reserve.

Bereits vergangene Woche erreichte der Wasserpegel in dem Ostschweizer See die Gefahrenstufe vier. Deshalb müssten aktuell keine spezielle Massnahmen getroffen werden, weil die mobilen Deichsysteme von letzter Woche nicht abgebaut wurden, sagte der Vertreter des Führungsstabs weiter.
17:17
An A13-Brücke im Misox GR ist kein grosser Schaden entstanden
An der Brücke auf der Nationalstrasse A13 im Misox GR ist durch Unwetter und Murgänge kein allzu grosser Schaden entstanden. Das ergab eine erste Evaluation des Bauwerks, nachdem ein Autobahnabschnitt aufgrund einer Überschwemmung eingestürzt war.

Das sagte ein Sprecher des Bundesamts für Strassen (Astra), der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Samstag auf Anfrage. Um die Schäden genau zu erfassen, würden weitere Evaluationen folgen.

Laut dem Sprecher werde am Montag mit den Reparaturarbeiten begonnen, wenn es die Umstände zulassen.
Über die Dauer der Sperrung könne keine genauere Angaben gemacht werden. Klar sei jedoch, dass die Strasse nicht in wenigen Tagen wieder instandgesetzt werden könnte, erklärte der Sprecher. (sda)
13:31
Rettungshundeorganisation Redog im Misox im Einsatz
Nach dem Unwetter mit mehreren Verschütteten im Bündner Südtal Misox steht die Rettungshundeorganisation Redog mit fünf Hundeteams und einem Equipenleiter im Einsatz. Dies teilte Redog am Samstagnachmittag auf X mit.

Bundespräsidentin Viola Amherd zeigte sich derweil auf X über das Ausmass der Unwetterschäden erschüttert. Ihr Gedanken seien bei der betroffenen Bevölkerung. Zudem dankte sie den Einsatzkräften für ihren «unermüdlichen Einsatz». (sda)

13:00
Wasserstände am Bodensee erreichen zweithöchste Gefahrenstufe
Die Pegelstände des Bodensees haben am Samstag die Schwelle zur Hochwassergefahrenstufe vier von insgesamt fünf überschritten. In Romanshorn TG lag der Wasserstand am Samstagmittag gemäss dem Bund rund vier Zentimeter über der Schwelle zur zweithöchsten Gefahrenstufe.

Auch bei der Messtation in Berlingen TG ist der Wasserstand gemäss den Daten des Bundesamts für Umwelt (Bafu) zuletzt wieder angestiegen. Damit gilt auch für den Untersee, dem westlichen Teil des Bodensees, die Hochwassergefahrenstufe vier. Diese Stufe bedeutet «grosse Gefahr» hinsichtlich Hochwasser.

«Der See ist nach den Niederschlägen der vergangenen Nacht in etwa auf demselben Niveau wie vor einer Woche», bestätigte ein Vertreter des regionalen Führungsstabs Kreuzlingen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Damals herrschte für weite Teile des Bodensees ebenfalls Gefahrenstufe vier. In Berlingen TG aber, wo Gefahrenstufe fünf bestand und der See damals stellenweise über die Ufer trat, sei man rund zehn Zentimeter vom Höchstsand der letzten Woche entfernt.

Spezielle Massnahmen müssten aktuell nicht getroffen werden, so der Vertreter des Führungsstabs weiter.
In den vergangenen Tagen sei entschieden worden, die bereits davor getroffenen Schutzmassnahmen wie mobile Deichsysteme gar nicht abzubauen. Sie stehen also weiterhin zur Verfügung. (sda)
Felchensterben im Bodensee. Eine Reportage mit Berufsfischer Gallus Baumgartner, 31. August 2023
Bild: watson
12:38
Gleis und Strasse nach Zermatt beschädigt
Zermatt bleibt bis mindestens zum Nachmittag nicht erreichbar. Das melden die Matterhorn Gotthard Bahn am Samstagmittag.

Die durchgehende Strecke zwischen Visp und Täsch unterhalb von Zermatt bleibt bis mindestens Ende kommender Woche eingestellt. Das Hochwasser in der Vispa hat die Strecke an mehreren Stellen massiv in Mitleidenschaft gezogen, so dass grössere Instandsetzungsarbeiten erforderlich sich, sowohl des Gleises als auch an der Strasse.

Der Fokus liege aktuell darauf, den Shuttle-Zugbetrieb zwischen Täsch und Zermatt möglichst zeitnah wieder aufnehmen zu können. Sobald die Strasse durch das Mattertal wieder geöffnet werden könne, wäre Zermatt wieder erreichbar, so die Matterhorn Gotthard Bahn. Aktuell sei die Einschätzung, dass dies am späten Samstagnachmittag möglich werde. (cma)
12:31
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12:01
Pegelstand auf dem Rückgang
Die Pegelstände der Rhone und ihrer Seitenflüsse sind in den Kantonen Wallis und Waadt im Verlauf des Samstagmorgens langsam gesunken. Die Alarmstufe sowie die besondere Lage werden aber aufrecht erhalten, da die Wassermengen immer noch sehr hoch sind.

Dies auch, weil im weiteren Verlauf des Tages weitere Gewitter erwartet würden, teilte die Walliser Kantonspolizei am Samstagmittag mit. Es gelte daher weiterhin, erhöhte Wachsamkeit walten zu lassen. Vor allem in den Seitenflüssen der Rhone verlaufe der Rückgang der Wassermassen relativ langsam, hiess es weiter.

Für die Rhone wurde der Höhepunkt des Hochwassers in der Nacht von Freitag auf Samstag nach Mitternacht erreicht. Ein Abfluss von 819 Kubikmetern pro Sekunde wurde zum Beispiel um 02.00 Uhr morgens in Branson erreicht. Gemäss dem Modell des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) besteht für die Rhone weiterhin eine hohe Hochwassergefahr der Stufe 4.

Auch im Waadtländer Chablais war der kritischste Punkt im Zusammenhang mit dem Rhone-Hochwasser in der Nacht von Freitag auf Samstag überschritten. Dort überwachten die Feuerwehr und die Kantonspolizei die Umgebung der Rhone während der ganzen Nacht. Am Samstagmorgen entschärfte sich die Lage etwas. Sach- oder Personenschäden wurden laut der Polizei keine gemeldet.

Der Höchststand der Rhone wurde dort am späten Abend mit einer Durchflussmenge von fast 1200 Kubikmetern pro Sekunde erreicht, wie Olivia Cutruzzola, Leiterin der Kommunikationszelle des kantonalen Führungsstabs Waadt, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. (sda)
Une vue aerienne du fleuve le Rhone en crue le vendredi 21 juin 2024 a Fully en Valais. Le debit du Rhone, actuellement a un niveau eleve, devrait continuer a augmenter jusqu'a atteindre son pic  ...
Bild: KEYSTONE
11:44
Fünf Dörfer haben im Misox keinen Strom und kein Wasser
Fünf Dörfer des Bündner Südtals Misox haben nach massiven Gewittern und Niederschlägen keinen Strom mehr. In den betroffen Gemeinden ist teilweise auch das Leitungswasser unterbrochen. Zudem wurde die Nationalstrasse A13 stark beschädigt.

Das Wasser ist in allen betroffenen Gemeinden Lostallo GR, Cabbiolo GR, Sorte GR, Arabella GR und Norantola GR ist nicht trinkbar, wie der Kommandant der Kantonspolizei Graubünden, William Kloter, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Wann der Strom zurückkehre, könne aktuell nicht beurteilt werden.

Die Nationalstrasse A13 zwischen Roveredo GR und dem San-Bernardino-Pass ist derzeit gesperrt. Die A13 sei über alle vier Strassen verschüttet, vernichtet und nicht passierbar, hiess es vor den Medien.
In Lostallo sei die Strasse über rund 200 Meter eingestürzt, sagte Lorenzo Quolantoni, Sprecher des Bundesamts für Strassen (Astra), auf Anfrage von der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Auch die Kantonsstrasse im Tal sei gesperrt, sagte ein Sprecher der Polizei weiter.
Lediglich die Einsatzkräfte könnten aus dem Süden in die betroffenen Dörfer über die Strasse gelangen. Auf dieser lägen teilweise Felsbrocken von fünf bis zehn Meter Grösse. (sda)
10:36
Bündner Polizisten brachten sich im Misox GR in Gefahr
Eine Patrouille der Bündner Kantonspolizei hat am Freitagabend im Bündner Südtal Misox in den Fluten ein Fahrzeug verloren. Die Patrouille hielt nach einem heftigen Gewitter und einem Erdrutsch Ausschau nach Menschen oder Tieren, die in Gefahr sein könnten.

Dabei hätten sich die Polizisten selber in Gefahr gebracht, sagte William Kloter, Kommandant der Kantonspolizei Graubünden, am Samstagmorgen vor den Medien in Roveredo. Diese hätten dank reaktionsschnellem Handeln von Kameraden gerettet werden können. Sie hätten nur noch dem Dienstfahrzeug zuschauen können, wie es von den Fluten mitgerissen worden sei. (sda)
9:27
Noch drei Vermisste in Misox
Eine Frau ist im Bündner Südtal Misox GR von Rettungskräften lebend aus einem Schuttkegel gerettet worden. Die Polizei geht von drei weiteren verschütteten Personen im Bündner Südtal aus.

Es ist gelungen, mindestens ein Leben zu retten, wie ein Polizist der Kantonspolizei Graubünden am Samstagmorgen an einer Medienkonferenz in Roveredo sagte, die vom italienischsprachigen Fernsehen RSI übertragen wurde. Am Freitagabend war es nach massiven Gewittern und Niederschlägen zu einer Hochwasserlage gekommen.

Der Einsatzraum der Einsatzkräfte erstrecke sich auf 20 Kilometer Länge. Ein Schuttkegel habe mehrere Häuser erfasst.
Die Polizei gehe davon aus, dass insgesamt vier Personen verschüttet wurden. Die Frau, welche gerettet wurde, sei in ein Spital überwiesen worden.

Die Einsatzkräften vor Ort würde mit Helikopter und Drohnen weiter nach den drei vermissten Personen suchen, sagte der Polizist. Die Lage der vermissten Personen sei nicht bekannt. (sda)
7:35
Bahnstrecke zwischen Riddes uns Ardon VS öffnet wieder
Nach den Unwettern im Wallis kann der Bahnverkehr zwischen Riddes und Ardon im Wallis wieder aufgenommen werde. Der Wasserstand der Rhone sei gesunken, teilten die SBB am Samstagmorgen mit.

Die Bahnstrecke zwischen Lausanne VD und Brig VS musste am Freitagabend wegen der Hochwassergefahr im Unterwallis unterbrochen werden, wie die SBB am Abend mitteilten. Der Pegelstand der Rhone unterhalb der Bahnbrücke bei Riddes hatte eine kritische Höhe erreicht.
6:05
Strecke zwischen Visp und Zermatt bleibt vorläufig unterbrochen
Die Strecke zwischen Visp und Zermatt ist am frühen Samstagmorgen aufgrund der Hochwassergefahr weiterhin gesperrt geblieben. Alternative Beförderungen gab es keine, wie die Matterhorn-Gotthard-Bahn auf der Onlineplattform X mitteilte.

Eine nächste Lagebeurteilung kündigte die Bahn für Samstag um 11.00 Uhr an.

Das Bahnunternehmen stellte den Bahnbetrieb zwischen Visp und Zermatt bereits am Freitagmittag ein. Sowohl die Strasse als auch die Bahnlinie nach Zermatt waren wegen Überschwemmungsgefahr gesperrt.

Die Gemeinde Zermatt rief die Bevölkerung am früheren Freitagabend dazu auf, sich in geschlossene Räume zu begeben. Wer an Bächen wohne, solle höher gelegene Geschosse aufsuchen. Zermatts Gemeindepräsidentin Romy Biner-Hauser sagte in der Tagesschau des Schweizer Radios und Fernsehens SRF, die Feriengäste seien in Sicherheit. Wer nicht an- oder abreisen könne, erhalte eine Unterkunft. (sda)

6:05
Vier Personen nach Unwetter in Misox GR vermisst
Vier Personen sind am Samstagmorgen nach massiven Gewittern und Niederschlägen im Bündner Südtal Misox vermisst worden. Mehrere Dutzend Personen mussten in der Region Mesolcina/Calanca aus ihren Häuser evakuiert werden, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte.

Infolge eines Bergsturzes sei es am Freitagabend wegen massiven Gewittern und Niederschlägen zu einer Hochwasserlage gekommen
, teilte die Kantonspolizei Graubünden am Samstagmorgen mit.

Flüsse seien über die Ufer getreten und Strassen überflutet worden. Weitere Angaben waren zum Zeitpunkt der Mitteilung nicht möglich, hiess es in der Mitteilung. (sda)
22:17
«Grosse Gefahr» hinsichtlich Hochwasser am Bodensee vorausgesagt
Auch in den anderen Landesteilen waren die Pegelstände der Gewässer wieder am Steigen. Mit einem Wasserstand von 397,08 Metern über Meer befand sich der Pegel des Bodensees in Romanshorn TG am Freitagmittag rund sieben Zentimeter unter der zweithöchsten Gefahrenstufe.

Am Bodensee-Obersee werde in den nächsten Tagen wahrscheinlich wieder die Gefahrenstufe vier erreicht, schrieb das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Freitag im Naturgefahrenbulletin. Die Stufe vier bedeutet «grosse Gefahr» hinsichtlich Hochwasser.

Auf beiden Landesseiten mussten zudem die Rheinvorländer ab Lustenau (A) bis zum Bodensee, respektive ab 20 Uhr von Widnau bis zur Grenze St. Margrethenberg Bruggerhorn, gesperrt werden. Die Verantwortlichen der Internationalen Wasserwehr am Alpenrhein (IWWA) erwarten gegen Samstagmorgen 6 Uhr eine Flutwelle, wie eine Sprecherin aus Anfrage von Keystone-SDA sagte.

Am Samstagvormittag werde die Situation neu beurteilt. Die prognostizierten Pegelstände seien jedoch zuletzt etwas zurückgegangen.
22:04
Die meisten der 230 im Wallis evakuierten Personen wohnen in Chippis
Wegen der Gefahr von Überschwemmungen nahmen die Behörden punktuelle Evakuierungen vor. Besonders betroffen war das Dorf Chippis bei Siders, wie die Chefin des kantonalen Führungsstabs, Marie-Claude Noth-Ecoeur, auf Anfrage von Keystone-SDA bekanntgab. Dort wohnt ein guter Teil der 230 Evakuierten.
Le fleuve le Rhone, droite, et la riviere Navizence photographies en crue ce vendredi 21 juin 2024 a Chippis. Le debit du Rhone, actuellement a un niveau eleve, devrait continuer a augmenter jusqu&#03 ...
Bild: KEYSTONE
21:58
Im Wallis ist die Strasse zwischen Steg und Niedergesteln gesperrt
Die Strasse zwischen Steg und Niedergesteln ist ab sofort gesperrt. Dies teilt der regionale Führungsstab Gampel-Steg gegenüber dem «Walliser Bote» mit. Der Kanal «Galdi» zwischen Niedergesteln und Steg ist am Freitagabend ebenfalls über die Ufer getreten.
21:20
Kanton Graubünden warnt vor Hochwasser im Misox
Der Kanton Graubünden warnt via Alertswiss-Warndienst des Bundes vor Überschwemmungen im Misox südlich des San-Bernadino-Passes. Bereits sei es zu Überschwemmungen in diesem Gebiet gekommen, heisst es dort auch. Der TCS berichtete am Abend auf seiner Internetseite, die Autobahn A13 sei zwischen Roveredo GR und Lumino TI im untersten Teil des Misox in beiden Richtungen gesperrt. Dies nach einem Erdrutsch.

Keller und Tiefgaragen seien zu meiden, schreibt der Kanton Graubünden weiter. Den Gewässern solle man nicht zu nahe kommen.

Der Wetterdienst Meteonews berichtete am Abend, in den letzten 24 Stunden seien in Grono GR neben Roveredo über 120 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen. Im Bündnerland seien gegen 7000 Blitze registriert worden.
20:56
Bei Zermatt bebte die Erde
Am Freitagabend um 20.26 Uhr meldete der Schweizerische Erdbebendienst SED elf Kilometer von Zermatt ein Erdbeben der Stärke 2,2.
Bild
Bild: SED
20:45
Im Wallis ist die Strasse zwischen Oberems und dem Turtmanntal gesperrt
Wegen Hochwasser ist die Strecke Oberems-Turtmanntal ab sofort gesperrt. Grund dafür ist Hochwasser. Das teilt das Bundesamt für Strassen Astra mit. Auch bei der TCS ist die Sperrung registriert.

Am Donnerstagabend ist der Stausee Turtmanntal in Oberems übergelaufen. Damals meldete die Betreiber, dass dies kein Grund zur Unruhe sei, die Turtmänna, der rund 18 Kilometer lange Nebenfluss der Rhône, könne das zusätzliche Wasser problemlos aufnehmen. Möglicherweise ist dies inzwischen nicht mehr der Fall.
20:35
Im Kanton Wallis sind mehr als 200 Feuerwehrleute im Einsatz
Im Kanton Wallis stehen laut dem neusten Lagebericht der Behörden mehr als 200 Feuerwehrleute aus 25 verschiedenen Korps, 19 Führungsstäbe, rund 50 Zivilschutzpflichtige und mehr als 100 Personen für die Verkehrsinfrastruktur zuständigen Dienste im Einsatz.
Une vue aerienne du fleuve le Rhone en crue le vendredi 21 juin 2024 a Fully en Valais. Le debit du Rhone, actuellement a un niveau eleve, devrait continuer a augmenter jusqu'a atteindre son pic  ...
Bild: KEYSTONE
Der Höchststand des Hochwassers in der Rhône wird für die Nacht von Freitag auf Samstag erwartet. Bisher wurden aufgrund der Unwetter im gesamten Kanton 230 Personen evakuiert.
20:31
Gemeinde Visp gleist Notfallkonzept auf
Seit Zermatt von der Aussenwelt abgeschnitten ist, sitzen zahlreiche Touristinnen und Touristen in Visp fest. Michael Kreuzer, Gemeinderat in Visp und zuständig für das Ressort öffentliche Sicherheit, sagt gegenüber dem «Walliser Bote», man habe gemeinsam mit der Regionalpolizei die gestrandeten Gäste am Bahnhof über die aktuelle Lage informiert und ihnen geraten, sich ein Hotel zu suchen. Die Hotellerie in Visp und Umgebung sei aber aktuell aufgrund des Westschweizer Jodlerfests in Raron und der Ball-Hockey WM in Visp sehr gut ausgelastet. Viele der Touristinnen und Touristen hätten sich selbst organisiert und Unterkünfte in Sitten oder Bern gefunden. Kreuzer erklärt weiter, man habe in Zusammenarbeit mit der SBB sehr früh über die Lage informiert, so dass viele Gäste wohl gar nicht angereist seien.

Für den Fall, dass Touristen nun doch noch in Visp ankommen und kein Hotel finden, hat die Gemeinde Visp und der Regionale Führungsstab in Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz ein Notfallkonzept aufgegleist und wird die betreffenden Personen in der Turnhalle einquartieren. Kreuzer sagt gegenüber dem «Walliser Bote»: «Es wird niemand auf dem Bahnhof übernachten müssen.»
19:21
In Täsch werden freie Betten für gestrandete Touristen gesucht
Die Strassen- und Zugverbindungen ins Mattertal sind geschlossen. Mehrere Touristengruppen sind in Zermatt oder Täsch gestrandet. Dies berichtet der «Walliser Bote». Demnach koordiniert «Zermatt Tourismus» derzeit die Suche nach einer Unterbringungsmöglichkeit. Es gebe «diverse Personen», welche keine Übernachtungsmöglichkeiten hätten, heisst es. Im Aufruf der Gemeinde Täsch steht: «Wir bitten alle Personen, welche freie Wohnungen oder Ferienwohnungen zur Verfügung stellen können, sich bei Zermatt Tourismus unter Tel. 027 966 81 00 oder 027 966 81 11 zu melden. Das Büro bleibt bis 20.00 Uhr besetzt.»
19:17
In der Kantonshauptstadt Sitten ist die Lage unter Kontrolle
Die Lage in Sitten ist derzeit unter Kontrolle, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt. Die Ufer des Flusses Borgne wurden von der Feuerwehr mit einem mobilem Damm und Sandsäcken verstärkt und werden von Patrouillien durchgehend überwacht.

Gemäss den letzten Prognosen wird der Höhepunkt des Hochwassers nach 21 Uhr erwartet. Danach sollte der Wasserstand wieder zu sinken beginnen. Derzeit ist das Wasser mit Holz und Baumstämmen beladen. In Bramois ist die Situation besonders besorgniserregend, weil die Borgne dort besonders viel Wasser führt.

Das Verbot, die Ufer der Flüsse in Sitten zu betreten, bleibt bis Montag bestehen. Die Stadt ruft die Bevölkerung zur Vorsicht und zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften auf.


Der Schutzraum in Châteauneuf steht bereit, um Bewohnerinnen und Bewohner aufzunehmen, falls eine Evakuierung notwendig werden sollte.
18:56
Im Wallis ist auch das Saastal betroffen
In Saas-Balen sind die Wassermassen über die Kantonsstrasse getreten. Dies berichtet der «Walliser Bote». Videoaufnahmen zeigen, dass auch in Saas-Balen ein Gebäude geflutet worden ist. Personen versuchen, die Wassermengen aus dem Haus zu führen. Die Kantonsstrasse bleibt offen.
18:09
In St. Niklaus kollidiert von Wassermassen mitgerissener Container mit Brücke
In St. Niklaus reissen die Wassermassen einen Container mit, wie der «Walliser Bote» berichtet. Hundert Meter tiefer kommt der Container bei der Brücke zum Stillstand. Ein Video zeigt die prekäre Lage in St. Niklaus. Der betreffende Fluss Vispa ist bedrohlich hoch.

Ein Leserreporter vor Ort sagt gegenüber dem «Walliser Bote»: «Die Feuerwehr hat alle Personen und Fahrzeuge auf Höhe der Migros-Filiale evakuiert. Erst dann habe ich gesehen, dass die Wassermengen einen Container mitreissen.» Der Container wurde unter der Brücke eingeklemmt, bis schwere Maschinen es schafften, den Container in das Wasser und durch die Brücke zu drücken. «Danach hat das Wasserpegel im Bereich der Brücke enorm gesenkt.» Der Container ist nun mit den Wassermassen auf dem Weg in Richtung Visp.
17:41
Keine Luftbrücke zwischen Täsch und Zermatt
Touristinnen und Touristen, die heute von Zermatt abreisen wollen, müssen sich gedulden, wie der« Walliser Bote» berichtet. Air-Zermatt-Sprecher Bruno Kalbermatten sagt gegenüber der Lokalzeitung, dass die Einrichtung einer Luftbrücke in der Kompetenz der Gemeinde Zermatt liege.

Im Auftrag der Gemeinde hat die Air Zermatt bislang lediglich einige Flüge mit Bauarbeitern nach Täsch beantragt. Auf Anfrage des «Walliser Bote» sagt die Gemeindepräsidentin Romy Biner-Hauser: «Es gibt keine Luftbrücke.» Derweil informieren Bahnangestellte am Bahnhof Täsch gestrandete Touristen darüber, dass es keine Möglichkeit gebe, nach Zermatt weiterzureisen, darunter vor allem Reisegruppen aus dem asiatischen Raum.
17:29
Neue Anweisung in Zermatt: Alle Leute in die Häuser
In Zermatt wurde mit dem Wasseralarm eine neue Eskalationsstufe erreicht. Das berichtet der «Walliser Bote». Auf behördliche Anordnung muss sich die Bevölkerung sofort in geschlossene Räume begeben. Die Strassen müssen frei bleiben. Bewohnerinnen und Bewohner, die in Bachnähe im Erdgeschoss wohnen, werden gebeten sich sofort in höhere Etagen zu begeben. In der Mitteilung steht: «Bitten setzen Sie diese Anordnung umgehend um und begeben Sie sich in entsprechende sichere Gebäude. Diese Anordnung gilt bis auf Weiteres.»
17:26
Triftbach tritt über die Ufer in Zermatt und überschwemmt Teile des Dorfes
Romy Biner-Hauser, Gemeindepräsidentin von Zermatt, sagt gegenüber dem «Walliser Bote», dass ihr alle Bäche Sorgen bereiten würden, aber der Triftbach am meisten von allen. Dieser ist inzwischen über die Ufer getreten. Für die Menschen in Zermatt aber würde keine Gefahr bestehen, versichert Biner-Hauser. Wichtig sei, nicht in die Nähe der Bäche zu gehen und sich nicht im Dorfkern aufzuhalten. Biner-Hauser sagt, Ruhe bewahren, eines nach dem anderen und die Situation so gut es gehe zu bewältigen.

Eine Wohnungsbesitzerin im betroffenen Bereich sagt, sie dürfe im Moment nicht zu ihrem Haus. Die Situation erinnert an die Überschwemmung im Juli 2019. Auch damals trat der Triftbach an derselben Stelle über die Ufer und überschwemmte Untergeschosse von mehreren Gebäuden.
17:19
Unwetter verursachen in Walliser Seitentälern grosse Schäden
Die Überschwemmungen und Erdrutsche vom Freitag im Wallis haben insbesondere in den Seitentälern grosse Sachschäden verursacht. Menschen kamen durch die Unwetter laut den Behörden nicht zu Schaden.

In den Seitenarmen der Rhone seien die Höchststände des Hochwassers im Verlauf des Freitagvormittags gemessen worden, sagte Raphaël Mayoraz, Chef der Walliser Dienststelle für Naturgefahren, am Freitag zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das Unwetter habe dort teilweise zu grossen materiellen Schäden geführt.

Beziffern lassen sich diese noch nicht. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, fügte er hinzu.

Entlang der Rhone wird der höchste Pegelstand im Verlauf des Freitagabends erwartet, wie Mayoraz weiter sagte. Die Hochwassergefahr sei zurzeit stark erhöht, aber nicht so kritisch wie etwa bei den letzten grossen Überschwemmungen vom Oktober 2000, als die Dämme teilweise brachen und die Rhone die Talebene im Unterwallis überflutete.

Derweil wies das gegenwärtige Unwetter laut Mayoraz ebenfalls eine besondere Konstellation auf. «Dass fast alle Seitenflüsse der Rhone gleichzeitig soviel Wasser führen, ist ziemlich aussergewöhnlich», sagte er. (sda)
16:55
Evakuierungen angeordnet wegen Überschwemmungsgefahr im Wallis
Im Kanton Wallis hat sich die Hochwasserlage bis zum späten Freitagnachmittag weiter zugespitzt. Wegen der Gefahr von Überschwemmungen nahmen die Behörden punktuelle Evakuierungen vor.

Angesichts der angespannten Lage haben die Behörden die Warnstufe für den gesamten Kanton für die Rhone und Seitengewässer auf die Alarmstufe erhöht.
Dies bedeutet insbesondere, dass das Überwachungsdispositiv verstärkt werden muss. Zudem müssen sich die Einsatzstäbe aktiv darauf vorbereiten, Massnahmen zu ergreifen, wie die Walliser Dienststelle für Naturgefahren mitteilte.

Der Staatsrat beschloss, für den Kanton Wallis die besondere Lage zu erklären. Er unterstellte zudem das Kantonale Führungsorgan (KFO) Sicherheitsdirektor Frédéric Favre. Die besondere Lage ermöglicht den Einsatz zusätzlicher Mittel. (sda)
16:54
Kantonsstrasse ins Mattertal neu ab Stalden gesperrt
Laut dem «Walliser Bote» ist die Kantonsstrasse ins Mattertal ist ab sofort ab Stalden gesperrt. Das bestätigt Strassenmeister Martin Sarbach auf Anfrage des «Walliser Bote». Somit ist das Mattertal ab Stalden von der Aussenwelt abgeschnitten. Sarbach sagt: «Wir haben bislang keine Schäden zu verzeichnen». Somit verkehren auch die Ersatzbusse der Matterhorn Gotthard Bahn nur noch bis Stalden. Die Bahnverbindung zwischen Visp und Zermatt ist seit Freitagmittag eingestellt.
16:52
Video vom letzten Zug Richtung Zermatt
Die Bahnverbindung zwischen Visp und Zermatt ist seit Freitagmittag eingestellt. Ein Video, das aus dem letzten Zug aus Zermatt gefilmt und danach auf X geladen wurde, zeigt wie hoch das Wasser der Vispa zu dem Zeitpunkt schon stand.

Die Strecke zwischen Visp und Zermatt bleibt infolge Hochwassergefahr weiterhin unterbrochen. Es ist keine Ersatzbeförderung möglich. Die nächste Lagebeurteilung folgt am Samstag um 05.00 Uhr. Das teilt die Matterhorn Gotthard Bahn mit.

16:02
Erdrutsch am Nufenenpass zwischen Wallis und Tessin
Am Nufenenpass ist es am Freitag zu einem Erdrutsch gekommen. Die Passstrasse zwischen Ulrichen im Obergoms VS und Airolo im Tessin wurde am Nachmittag gesperrt, wie der Touring Club Schweiz (TCS) mitteilte. Zum Ausmass des Steinschlags respektive des Erdrutsches war zunächst nichts bekannt. (sda)
Kantonsstrassen verschüttet
Laut lokalen Medienberichten sind derzeit zahlreiche Verkehrsverbindungen im Kanton gesperrt. Die Strasse zwischen Täsch und Zermatt wurde durch einen Erdrutsch verschüttet. Ebenfalls wegen Murgängen gesperrt waren die Strasse zwischen Vissoie und dem Dorf Mayoux im Val d'Anniviers und die Verbindung zwischen Fionnay und Manvoisin im oberen Val de Bagnes. Zudem hat das Hochwasser die alte Kantonsstrasse im Weiler Balmatten in St. Niklaus «weggeschwemmt» und mit Schlamm und Geröll überschüttet, wie der «Walliser Bote» meldet.
Stausee Turtmanntal läuft über
Wie der «Walliser Bote» berichtet, habe die Betreiberin des Stausees Turtmanntal in Oberems bereits am Donnerstagabend gemeldet, dass dieser überlaufen würde. Das zeigen Videoaufnahmen auf der Plattform X sowie Bilder der Webcam am Stausee.

Es handle sich dabei aber nicht um eine prekäre Situation; die Turtmänna, der rund 18 Kilometer lange Nebenfluss der Rhone, könne das zusätzliche Wasser noch problemlos aufnehmen. «Wir beobachten die Situation. Das Dorf Turtmann ist keineswegs in Gefahr.» Auch die Lage im Turtmanntal sehe aktuell nicht schlecht aus. Mehr Sorgen bereite ihm im Moment die Rhone selbst.
Stausee Turtmanntal, Unwetter Wallis
Bild: turmanntal.ch
Brücke droht einzustürzen, Schulen geschlossen
Gemäss dem «Walliser Boten» wurde in Visp zudem das Gebiet Chatzuhüs/Südegg gesperrt. Aufgrund der massiven Wassermassen drohe eine Fussgängerbrücke im Ort einzustürzen. Wie die Feuerwehr gegenüber dem «Walliser Boten» sagt, sei wohl das Fundament der Brücke durch Schwemmmaterial beschädigt worden. Einsatzkräfte würden derzeit versuchen, das Fundament zu stabilisieren.

Die Behörden warnten insbesondere vor Hochwassergefahr entlang der Rhone und ihren Seitenflüssen. In Zermatt trat bereits die Vispa über die Ufer. Die Schulen in Zermatt und Täsch bleiben geschlossen.
Noch keine Besserung in Sicht
Nach Angaben der kantonalen Behörden und der Informationsplattform Alertswiss dürfte der Abfluss der Rhone am Freitag am späten Nachmittag oder am Abend seinen Höchststand erreichen. Hinzu kommt, dass es in den nächsten Stunden wohl weiter regnen soll. Erst in den späten Abendstunden könnte gemäss «MeteoSchweiz» die grösste Gefahr durch Regen gebannt sein.

Auch in den Seitenflüssen der Rhone kann es gemäss der Warnung zu Überschwemmungen und Murgängen kommen. Der Kanton Waadt warnte ebenfalls vor Überschwemmungsgefahr im Gebiet Chablais.
Auch die Borgne könnte über die Ufer treten
Der Kanton Wallis warnte weiter vor der Gefahr, dass in Bramis die Borgne über die Ufer treten könnten. Die Ufer seien gesperrt. Die Eltern würden gebeten, ihre Kinder in die Schule zu begleiten.
Zweithöchste Gefahrenstufe für die Rhone
Der Bund erhöhte die Gefahrenstufe für die Rhone von Lonza VS bis zum Genfersee auf die zweithöchste Stufe 4. Dabei können Flüsse über die Ufer treten und es kann zu Überflutungen kommen. Es müsse auch vermehrt mit Schäden gerechnet werden.
Bild
Nächste Lagebeurteilung um 16 Uhr

(yam/lak/sda)

Überschwemmungen Zermatt

Video: watson
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223 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Emil Eugster
21.06.2024 12:20registriert April 2024
Was!? Die Extremwetterlagen haben negative Folgen?
Hätte da doch bloss mal jemand davor gewarnt solange man noch etwas hätte dagegen tun können.
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Morricone
21.06.2024 13:25registriert Juli 2022
Der Landwirt Dettling von der SVP befindet sich grad im Hoch. Bzw. im Tief.
20137
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adipodi
21.06.2024 13:22registriert Januar 2022
Wetterextreme wie Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen oder Stürme hat es in der Weltgeschichte schon immer gegeben. Doch das Klima wandelt sich: In der jüngeren Zeit, besonders im letzten Jahrzehnt, traten Wetterextreme gehäuft auf. Und das mit unmittelbaren, negativen Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit vieler Menschen.

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