Polizei rückt wegen unbewilligter Demo in Zürcher Kreis 6 aus
In Zürich ist es am Freitagabend zu einer unbewilligten Kundgebung im Zusammenhang mit dem Konflikt im syrischen Gebiet Rojava gekommen. Später versammelten sich mehrere Dutzend Personen vor dem Generalkonsulat der Türkei im Kreis 6.
In den sozialen Medien sei zu einer unbewilligten Demonstration aufgerufen worden, in der es um die Ereignisse in Rojava ging, teilte die Stadtpolizei Zürich am Samstag mit.
Wegen des Konflikts in der von den Kurden als Rojava bezeichneten Region in Syrien kam es in den vergangenen zwei Wochen in grösseren Schweizer Städten bereits zu einer ganzen Reihe von Kundgebungen.
Um 19 Uhr hätten sich mehrere hundert, teilweise vermummte Personen auf dem Helvetiaplatz versammelt, so die Stadtpolizei. Danach formierte sich ein Demonstrationszug in Richtung Stauffacherstrasse und Langstrasse. Auf der Höhe der Kalkbreitstrasse verhinderte die Polizei, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder zurück in Richtung Helvetiaplatz marschierten.
Schliesslich löste sich die Demonstration auf. Auf der ganzen Strecke waren Handlichtfackeln und Feuerwerkskörper gezündet worden. Zudem wurden an verschiedenen Örtlichkeiten Plakate angebracht und es gab Sprayereien.
Polizist bei Kollision verletzt
Am Rande der Demonstration kam es zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorradfahrer der Stadtpolizei. Der Polizist wurde dabei verletzt und musste für Abklärungen in ein Spital gebracht werden. Inzwischen konnte er es wieder verlassen.
Kurz nach 22.15 Uhr versammelten sich danach mehrere Dutzend Personen beim Generalkonsulat der Türkei im Kreis 6 und zündeten Feuerwerkskörper. Als die Einsatzkräfte auftauchten, ergriffen sie die Flucht. Es gab Personenkontrollen und Wegweisungen. Zudem konnte Vermummungsmaterial sichergestellt werden. (sda)
