Mit diesen Krankenkassen sind Schweizer am zufriedensten
Die Krankenkassenprämien belasten viele Haushalte in der Schweiz zunehmend. Wenn dann auch noch der Service zu wünschen übrig lässt, ist der Ärger gross. Doch mit welcher Krankenkasse sind Herr und Frau Schweizer besonders zufrieden? Dieser Frage ist der «K-Tipp» nachgegangen.
Die aktuelle repräsentative Umfrage zur Kundenzufriedenheit führte im Auftrag des «K-Tipp» das Luzerner Institut Yougov durch. Befragt wurden Versicherte, die in den letzten zwei Jahren Leistungen ihrer Kasse in Anspruch nahmen. Sie gaben Auskunft darüber, ob sie mit dem Service zufrieden waren und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten.
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Diese Kassen fallen bei den Befragten durch
Monatelang unbezahlte Rechnungen, die zu den Pflichtleistungen gehören, sorgen für schlechte Noten bei Avenir, die zur Groupe Mutuel gehört. Sie besetzt auch deshalb den vorletzten Platz. Nur noch schlechter sei laut der Umfrage die Assura. Nur 39 Prozent ihrer Versicherten geben der Kasse gute Noten. Die häufigsten Probleme seien bei Assura zu spät oder nicht bezahlte Rechnungen und unklare Abrechnungen. Wie Sprecherin Charline Gerber dem Magazin mitteilt, habe die Assura Massnahmen eingeleitet, die Zufriedenheit zu erhöhen.
Vor allem die Jungen zwischen 18 und 35 bemängeln den schlechten Service der Krankenkassen. Die häufigsten Probleme seien nichtbezahlte Rechnungen. Dies wurde auch bei Kassen mit höherer Zufriedenheit wie Atupri, Concordia, CSS, Helsana, Sanitas und Visana genannt. Die gute Nachricht ist aber, dass das Problem abgenommen habe, denn im Vergleich zu den zwei Vorjahren fielen die Kundenreklamationen über zurückgewiesene Rechnungen von 56 Prozent auf noch 35 Prozent. Zugenommen haben dafür die Beschwerden über zu lange Antwortzeiten, nervige Nachfragen und unfreundliche Angestellte.
Das ist der Spitzenreiter
Am zufriedensten sind die Befragten mit der Swica. Danach kommen die Helsana und die Visana. Die drei Kassen kamen auch schon im Vorjahr auf das Treppchen. Auf den vierten Platz schaffte es die KPT, nachdem sie in den Jahren 2022 und 2023 auf dem drittletzten Platz landete.
Die Umfrage bringt auch zum Vorschein, dass Junge zwischen 18 und 35 Jahren weniger oft Leistungen ihrer Krankenkasse beziehen als im Jahr davor. Der Anteil sank von 82 auf 67 Prozent. Dafür beanspruchen die Deutschschweizer mit 79 Prozent etwas häufiger Leistungen als Westschweizer mit 74 Prozent. Beim Geschlechtervergleich übertreffen die Frauen mit 80 Prozent die Männer mit 76 Prozent.
(kek)
