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SRF-Reporter Donat Hofer äussert sich zu «Sales-Guy»-Interview

SRF-Reporter zu «Sales-Guy»-Gespräch: «Abschätzige Kommentare verstehe ich nicht»

Ein Ausschnitt aus dem Format «Donat auf Achse» von SRF-Reporter Donat Hofer sorgte jüngst für viel Aufmerksamkeit auf Social Media. Jetzt hat sich der Journalist zum Gespräch mit «Finance Bro» Roman in Zürich geäussert.
08.08.2026, 13:3908.08.2026, 13:46

An diesem Clip kam man in den vergangenen Tagen kaum vorbei, wenn man auf Social Media unterwegs war: SRF-Reporter Donat Hofer spricht an der Zürcher Bahnhofstrasse im Rahmen eines Talk-Formats einen Mann an, um mit diesem ins Gespräch über Gott und die Welt zu kommen. Dieser stellt sich als Roman vor – und erfüllt im Laufe der Konversation mit dem SRF-Mann dann so ziemlich alle Stereotype und Vorurteile, die über Angestellte am Zürcher Finanzplatz kursieren.

Besonders die Frage nach seinem Gehalt, die er mit «multiple 100» beantwortete, sorgte nicht nur für Belustigung, sondern auch für zahlreiche bissige und negative Bemerkungen, weshalb die Kommentarfunktion bei dem Beitrag von Hofer schliesslich deaktiviert wurde.

Der besagte Austausch:

Nun hat sich der SRF-Mann gegenüber 20 Minuten zum Gespräch mit «Finance Bro» Roman geäussert. Laut Hofer würden er und sein Team oft berührende Gespräche führen, die im Kopf blieben. Auch jenes mit Roman habe ihnen sofort gefallen. Dass es aber auf derart grosse Resonanz stossen könnte, damit habe er nicht gerechnet. Hofer stört sich daran, dass sein Gesprächspartner Ziel vieler spöttischer und teils abschätziger Kommentare wurde.

«Ich verstehe, dass das Gespräch amüsant ist, und mich freuts, dass es auf Interesse stösst. Abschätzige Kommentare verstehe ich jedoch nicht.»

Roman sei mutig gewesen und habe sich auf das Gespräch eingelassen, das sei grossartig und verdiene Respekt.

«Die negativen Kommentare tun mir leid, sie entsprechen nicht dem, was wir mit der Sendung bewirken wollen, nämlich Einblicke und Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten.»

Den Vorwurf, er habe Roman ein wenig vorgeführt, will Hofer nicht gelten lassen.

«Ich wollte Roman sicherlich nicht vorführen. Ich nahm ihn und das Gespräch ernst.»

Es gehe in seinem Format nie darum zu werten, sondern darum, den Horizont zu erweitern. Eigene Vorurteile spielten in dem Gespräch keine Rolle, so der Reporter. Er habe selbst Betriebswirtschaft mit Fokus auf Banking und Finance studiert, die Finanzwelt sei ihm keineswegs fremd. Hofer erklärt aber auch, dass er das Video nicht noch einmal isoliert posten würde, hätte er gewusst, wie viele abwertende Kommentare folgen würden.

«Ich finde es wichtig, dass man über eine Situation oder eine Begegnung auch schmunzeln darf – aber ohne die Person zu bewerten oder lächerlich zu machen. Roman hat sich sehr spontan auf das Gespräch eingelassen, dafür bin ich ihm dankbar.»

(con)

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