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Ehemalige St. Galler Nationalrätin Hildegard Fässler ist gestorben

Portrait von Hildegard Faessler, Mathematikerin und Politikerin aus Grabs, Nationalraetin der SP des Kantons St. Gallen, aufgenommen am 19. Dezember 2011 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Die langjährige St. Galler SP-Nationalrätin Hildegard Fässler.Bild: KEYSTONE

Ehemalige St. Galler Nationalrätin Hildegard Fässler ist gestorben

23.06.2026, 18:0823.06.2026, 18:08

Die langjährige St. Galler SP-Nationalrätin Hildegard Fässler ist am 17. Juni im Alter von 74 Jahren gestorben. Von 1997 an hatte sie für 16 Jahre dem nationalen Parlament angehört.

Nicolas Häsler, Mediensprecher der SP Schweiz, bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Tod von Hildegard Fässer und damit zahlreiche Medienberichte. Sie starb gemäss einer Todesanzeige am 17. Juni im Alter von 74 Jahren nach einer langen Krankheit.

«Hildegard Fässler wird als enorm kompetente und gewissenhafte und zugleich gesellige Politikerin in Erinnerung bleiben», schrieb die SP Schweiz in einer Würdigung. Zu ihrem Tod äusserte sich auch SP Co-Parteipräsident Cédric Wermuth in den Sozialen Medien. «Bestürzt haben wir vom Tod von Hilde Fässler Kenntnis genommen. Hilde hat ihr Leben lang gekämpft. Politisch für soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit. Ihre Spuren in Bern sind gross», schrieb Wermuth auf der Plattform Bluesky.

Fässler sass 16 Jahre lang im Nationalrat. Der SP-Bundeshausfraktion stand sie von Juni 2002 bis Juni 2006 vor. Vor ihrer Wahl in die Grosse Kammer war sie vier Jahre Kantonsrätin. Von 2001 bis 2004 präsidierte sie die SP des Kantons St. Gallen.

Im Jahr 2010 war Hildegard Fässer im Gespräch als Nachfolgerin von Bundesrat Moritz Leuenberger. Sie wurde von ihrer Kantonalpartei nominiert, verpasste dann aber den Sprung aufs Zweierticket der SP-Bundeshausfraktion.

Zu den Höhepunkten ihrer Zeit in Bundesbern zählte Fässler das Präsidium der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) von 2008 bis 2009, wie sie bei ihrer Rücktrittsankündigung auf Anfrage von Keystone-SDA gesagt hatte. Dieses Amt habe ihr Gelegenheit geboten, sehr genau in die Mechanismen des Parlaments und der Politik zu blicken. Als grössten politischen Erfolg bezeichnete sie das Ende des Bankgeheimnisses. (sda)

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