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Bern soll Mahnmal gegen Femizide erhalten

Bern soll Mahnmal gegen Femizide erhalten

11.06.2026, 18:3611.06.2026, 18:36

In Bern soll ein Mahnmal gegen Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt errichtet werden. Das fordern Stadträtin Dominique Hodel (SP) und Mitstreiterinnen von GFL, FDP und GB/JA mit einer am Donnerstag eingereichten Motion.

Inspiriert wurden sie von den «Walls of Dolls» in Städten wie Genua, Rom und Mailand. Auch das Mahnmal in der Bundesstadt soll gemäss dem Vorstoss ein Ort der Solidarität, der Reflexion und des Gedenkens für die Opfer sein – wie in Italien mit Namen und Gesicht der Opfer, wenn die Angehörigen dies wünschen.

Ein Mahnmal im Stil einer «Wall of Dolls» sei eine kostengünstige Variante, schreiben die Motionärinnen. Es müsse lediglich ein Gitter an einer Mauer oder Wand an prominenter Stelle in der Stadt angebracht werden. Werde das Gitter durch Vandalismus beschädigt, seien die Kosten der Wiederinstandsetzung verhältnismässig tief. (hkl/sda)

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Diego de la Vega
11.06.2026 19:55registriert Februar 2026
Ein Mahnmal mag gut gemeint sein, aber hilft es konkret einer bedrohten Frau? Dieses Geld wäre in Frauenhäusern, Schutzplätzen, Notunterkünften, Beratung oder direkter Opferhilfe besser eingesetzt. Wenn wirklich etwas gegen Gewalt getan werden soll, braucht es Sicherheit, Unterkunft und schnelle Hilfe, nicht nur Symbolik an einer Wand. Und ja: Auch Männer, die Gewalt erleben, brauchen Schutzangebote. Setzt das Geld dort ein, wo es Menschen tatsächlich schützt, nicht dort, wo es politisch gut aussieht.
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Philguitar
11.06.2026 20:28registriert Dezember 2018
„ Werde das Gitter durch Vandalismus beschädigt, seien die Kosten der Wiederinstandsetzung verhältnismässig tief.“
Da denkt man schon voraus. Für all die Frauen und Kinder die aus Angst kaum schlafen können hilft es kaum und die Kosten zerstörter Schicksale sind einiges grösser.
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Hadock50
11.06.2026 19:20registriert Juli 2020
In der Schweiz im Gegensatz zu Ländern wie Spanien (das als europäischer Vorreiter gilt) keine offizielle, systematische Erfassung von Femiziden durch den Bund.

Patriarchale Rollenbilder und tradierte Männlichkeitsvorstellungen spielen bei der Entstehung dieser Gewalt eine zentrale Rolle.

Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International kritisieren, dass in der Schweiz Warnsignale (wie Stalking oder häusliche Gewalt) zu oft ignoriert werden und Präventionsmassnahmen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern lückenhaft sind.

Vielleicht lieber hier ansetzen als ein Mahnmal setzen
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