Schweiz
SP

Rosenwasser mit Klarstellung und Kritik nach Büsser-Absage

Rosenwasser über Büsser-Absage: «Glaube, bei einem Mann würde man nicht so berichten»

SP-Politikerin Anna Rosenwasser hat gegenüber SRF-Comedian Stefan Büsser eine Zusage zu dessen Late-Night-Sendung zurückgezogen. Nun meldet sie sich mit einer Klarstellung – und wirft eine Frage auf.
01.11.2026, 20:3301.11.2026, 20:36

Rosenwasser erklärt in einem kurzen Video auf Instagram, dass die Absage an Büsser bereits Mitte August erfolgt war. Sie stört sich daran, dass in gewissen Medienberichten die Rede davon war, dass SVPlerin Nina Fehr Düsel für sie «eingesprungen» sei. Das sei nicht der Fall, schliesslich hätten Büsser und sein Team zweieinhalb Monate Zeit gehabt, einen Ersatz zu suchen – und sich dabei für Düsel entschieden.

Rosenwasser zeigt sich auch irritiert über die Wellen, die der Vorfall geworfen hat:

«Am Ende steht für mich die Frage: Würde man bei einem Mann auch so fest darüber berichten? (...) Ich glaube nicht.»

Rosenwasser hatte eine spontane Zusage im Bundeshaus an SRF-Comedian Stefan Büsser für eine Teilnahme in dessen Show «Late Night Switzerland», nachdem sie darüber reflektiert hatte, zurückgezogen. Das wurde am Sonntag publik (watson berichtete).

Dies wegen zweier Vorfälle: Büssers Witz auf Kosten der Juso-Politikerin Vera Çelik (und von Jung-SVP-Präsident Nils Fiechter) 2025 und einem Podcast-Gespräch mit dem deutschen Comedian Luke Mockridge 2023, der sich damals dem Vorwurf eines sexuellen Übergriffs einer Ex-Partnerin ausgesetzt sah.

Stefan Büsser Late Night Switzerland
Stefan Büsser moderiert die SRF-Show «Late Night Switzerland».Bild: Iltis Media Group

Ein Verfahren gegen Mockridge wurde zwar eingestellt, er gilt seither in gewissen Kreisen aber als persona non grata – so auch bei Anna Rosenwasser, die gegenüber dem SonntagsBlick erklärte, sie sei «fassungslos» gewesen, dass Büsser Mockridge damals eine Bühne gegeben habe. Sie wolle deshalb die Arbeit des SRF-Comedians nicht mit einem Auftritt in dessen Sendung legitimieren. (con)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
KI-Anfragen bringen Schweizer Behörden an den Anschlag – die Sonntags-News
Die Migros prüft eine Gewinnbeteiligung für ihre Genossenschafter, der Geheimdienst stoppt ein 95'000 Franken teures Geschichtsbuch und Opfer von Crans-Montana verlangen eine teilweise Zwangsverwaltung der Gemeinde. Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Die Migros will nach Informationen der «NZZ am Sonntag» künftig einen Teil ihres Gewinns direkt an ihre Genossenschafterinnen und Genossenschafter ausschütten. Mit diesem Schritt will die Detailhändlerin ihre Mitglieder für ihre Zukunftsvision einer Einheitsgenossenschaft gewinnen, wie die Zeitung schrieb. Die «NZZ am Sonntag» sprach nach eigenen Angaben mit knapp einem Dutzend Migros-Kadermitgliedern. Das Projekt Gewinnbeteiligung sei erstmals in der «Vision 2035» angedeutet worden. Es gehe deutlich über das Cumulus-Treueprogramm hinaus. Das Vorhaben wäre ein schlagendes Argument für die Zustimmung zur Einheitsgenossenschaft, schrieb die Zeitung. Doch sei noch unklar, ob das Projekt bis zur Urabstimmung spruchreif ist.
Zur Story