«Ich wollte nicht aus der Reihe tanzen» – Homosexualität im Spitzensport
Mit ungefähr 14 Jahren bemerkte der Beachvolleyball-Profi Leo Dillier, dass er schwul ist. Zu diesem Zeitpunkt bewegte er sich bereits im Umfeld des Spitzensports. Über Homosexualität wurde dort allerdings kaum gesprochen. Und wenn, dann meistens abwertend: Schwulsein wurde mit Schwäche oder Schlechtem verbunden.
Im Training hörte er etwa immer wieder Sprüche wie «Mach nicht so etwas Schwules» oder «Mach nicht so einen schwulen Service.» Solche Aussagen prägten ihn und führten dazu, dass er seine eigene Sexualität verheimlichte.
Erst mit 22 Jahren entschied sich der Beachvolleyball-Profi dazu, sich gegenüber seiner Familie zu outen.
Den Schritt an die Öffentlichkeit wagte er vor wenigen Wochen. Mit einem Video auf Instagram machte der heute 25-Jährige seine Homosexualität publik. Und schlug damit hohe Wellen.
Mit diesem Schritt wollte Dillier anderen jungen Menschen Mut machen und als Vorbild vorangehen. Denn als Teenager hätte er sich selbst genau eine solche Person gewünscht.
Wie reagierte die Öffentlichkeit auf sein Coming-out? Und was sagt Leo Dillier zu Leuten, die sich mit einem schwulen Mitspieler in der Umkleide unwohl fühlen?
Im Fragenbot spricht der Beachvolleyball-Profi über seine Erfahrungen – und darüber, was sich im Spitzensport ändern muss:
