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ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS MIRLIND KRYEZIU POSITIV AUF CORONAVIRUS GETESTET WURDE --- Les joueurs remplacants du FC Zurich sont assis avec distance sociale dans les tribunes, avec derriere de gauche a droite , Willie Britto, Stephan Seiler, Henri Koide, et devant de gauche a droite, Shpetim Sulejmani, Mirlind Kryeziu et Umaru Bangura lors de la rencontre de football de Super League entre Neuchatel Xamax FCS et FC Zuerich, FCZ, ce mardi 7 juillet 2020 au stade de la Maladiere a Neuchatel. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Vom Stadion in die Quarantäne: Harte Zeiten für die Fussballer des FC Zürich. Bild: keystone

Wird Fussballsaison wegen Corona abgebrochen? Drei Szenarien, wie es jetzt weitergeht

Geht die Schweizer Fussballsaison doch noch frühzeitig zu Ende? Sollte die Swiss Football League an einer Weiterführung festhalten, könnte ihr dies als unverantwortlich aus­gelegt werden. Drei Szenarien sind denkbar.

Ralf Streule / ch media



Kaum hat man sich an den Schweizer Fussball in Coronazeiten gewöhnt, mit gut 700 Zuschauern, fünf Auswechselspielern und einem dicht gedrängten Spielplan, folgte am Freitag das nächste Corona-Ungemach. Am Morgen der positive Test von FC-Zürich-Innenverteidiger Mirlind Kryeziu, am Abend jener von GC-Talent Amel Rustemoski. Beide Spiele mit Beteiligung der Zürcher Teams wurden auf der Stelle abgesagt, die Mannschaft und der Staff des FC Zürich wurden sogleich auf Corona getestet, auf Anordnung der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich müssen sie per sofort für zehn Tage in Quarantäne. Die Belegschaft der Grasshoppers wurde vorerst vorsorglich getestet - und auch sie dürfte einer Quarantäne nicht ent­gehen.

Die beiden Fälle bringen die Super- und Challenge-League-Saison von neuem ins Wackeln. Abgesagte Spiele - beim FC Zürich geht es vorerst um die Partien gegen Sion und Basel - können im engen Spielplan realistisch gesehen nicht nachgeholt werden. Die Terminkalender der Teams sind bis zum geplanten Saisonende vom 2. August voller als voll. Und am Tag danach muss die Swiss Football League (SFL) der Uefa die Schweizer Europacup-Teilnehmer melden. Was bedeutet das für die Saison? Ist ein sofortiger Abbruch denkbar? Die SFL konnte gestern zu dieser Frage noch keine Auskunft geben. Zu plötzlich wurde sie mit der unglücklichen Lage konfrontiert. Dem Vernehmen nach könnte aber schon heute Samstag ein Entscheid fallen.

Der Terminplan ist voll

Sicher ist: Die Liga und die Teams haben eine grosse Verantwortung gegenüber ihren Spielern. Sie müssen die Fussballer vor dem Coronavirus schützen. Sind Fussballspiele weiterhin vertretbar, wenn Ansteckungen aus den vergangenen Spielen nicht auszuschliessen sind? Zum Beispiel beim Teileinsatz von Kryeziu am vergangenen Dienstag in Neuenburg?

Zu hoffen ist, dass sich die Liga bereits vor dem Auftreten der zwei Coronafälle gewisse Gedanken zu einem solchen Krisenfall gemacht hat - gutes Krisenmanagement jedenfalls würde dies voraussetzen. Vielleicht liegen bereits mögliche Szenarien auf dem Tisch. Drei sind vorstellbar.

Szenario 1: Sofortiger Abbruch

Die Meisterschaft wird auf der Stelle abgebrochen. Die Fragen, die sich in diesem Fall stellen würden: Wer steigt ab? Und wer wird Meister? Erhalten die aktuell führenden Young Boys den Titel zugesprochen? Oder wird die Tabelle nach drei Vierteln der Spielzeit herangezogen? Diese Herangehensweise wäre wohl fairer, da zu diesem Zeitpunkt alle Teams dreimal gegen jeden Gegner gespielt hatten. Der Meister hiesse dann FC St. Gallen. Ob er als solcher wirklich in die Annalen eingehen würde oder ob offiziell kein Titel vergeben würde, wäre eine andere offene Frage. Gut möglich, dass das erstplatzierte Team zwar an der Champions-League- Qualifikation teilnehmen, sich aber nicht offiziell Meister nennen dürfte. In diesem Fall hiesse es vielleicht: Corona-Meister.

Szenario 2: Resultate der betroffenen Teams werden gestrichen

Zweites Szenario: Alle Saisonresultate des FC Zürich und der Grasshoppers werden gestrichen. Mit dieser Variante würden die Zürcher Clubs hadern - schliesslich sind die Grasshoppers inzwischen auf bestem Weg zurück in die Super League. Und Zürich näherte sich zuletzt den Europacup-Plätzen. Bei dieser Variante wäre aber eine Weiterführung der Meisterschaften in Super- und Challenge-League denkbar. Sollten alle Spiele des FC Zürich gestrichen werden, spielte dies ebenfalls dem FC St.Gallen in die Karten. Die Ostschweizer verloren alle drei Spiele gegen Zürich. Die Young Boys gewannen alle drei. Das ergäbe ein Punktepolster von neun Punkten für St.Gallen gegenüber den Bernern. Oder, als weitere Variante: Nur die Zürcher Spiele im letzten Saison­viertel werden gestrichen. Hier lägen St.Gallen und YB weiterhin gleichauf.

Szenario 3: Doch noch eine Verschiebung in den August

Wenn in der Not kreative Ansätze gefragt sind, könnte folgende Idee doch noch aufs Parkett kommen: Die verschobenen Zürcher Partien werden am Ende der Saison bis Mitte August doch noch ausgetragen. Die am 3. August zu meldenden Europacup-Plätze könnten dann aufgrund der jetzigen Platzierungen oder der Dreiviertel-Tabelle vergeben werden. Nur: Auch der Cupsieger muss in jener Zeit Anfang August in einem zehntägigen Turnier noch ausgespielt werden. Mit Beteiligung von Sion und Basel, die gegen Zürich je ein verschobenes Spiel auszutragen hätten. Eine schwierige Option also. Und sie könnte, wie Variante zwei, der SFL als unverantwortlich aus­gelegt werden, da sie trotz latenter Ansteckungsgefahr das Programm durchzuziehen versuchte.

Hätte die Saison längst abgebrochen werden sollen?

Ob so vieler offener Fragen dürfte sich die SFL in den kommenden Stunden oder Tagen den Kopf zerbrechen. Und sie wird sich auch die Frage gefallen lassen müssen, ob ein frühzeitiger Abbruch im April nicht doch sinn­voller ge­wesen wäre. Denn: Mit dem ungemütlichsten aller Fälle, einer Ansteckung von Spielern, musste sie eigentlich rechnen. Was sicher ist: Die finanziellen Unsicherheiten in den Clubs werden mit den neusten Entwicklungen nicht kleiner. Immer wieder sprachen Präsidenten davon, dass das Überleben ihrer Clubs vom Fortlauf der Pandemie abhänge. Auf baldige Entwarnung hatte man gehofft. Nun herrscht eher wieder Alarmzustand.

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98Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Staedy 12.07.2020 08:03
    Highlight Highlight Es wäre ein Witz, wenn bei einem Meisterschaftsabbnruch die tagesaktuelle Tabelle gelten würde um den Meister zu bestimmen. Solange rechnerisch nichts klar ist, wäre es ein Zufallsentscheid. Dann gibt es halt keinen Meister und der Kübel bleibt in der Vitrine. Die Europaplätze werden nach der aktuellen Tabelle verteilt, wenn rechnerisch klar oder sonst ausgelost. Bei der Auslosung erhält jedes Team aufgrund seiner erspielten Punkte mehr oder weniger Losanteile. So werden die erspielten Leistungen berücksichtigt. Das kennt man auch aus der NHL um den Nr. 1 Draft Pick.
  • Peterermohn 11.07.2020 18:32
    Highlight Highlight Zu meinen Zeiten wurde, wenn eine Mannschaft nicht genügend Spieler hatte, das Spiel forfait verloren gewertet. Warum sollen die Mannschaften büssen, die die Gesundheit ihrer Spieler im Griff haben.
  • MaskedGaijin 11.07.2020 18:01
    Highlight Highlight CC hatte doch recht. Saison abbrechen und nächste Saison eine 12er Liga mit Lausanne und GC.
  • d10 11.07.2020 15:25
    Highlight Highlight Warum nicht die Spiele der Zürcher Klubs während ihrer Quarantäne mit 0:3 Forfait werden und die Saison zu Ende spielen, falls alle anderen Klubs wirklich Corona-frei sind?

    Die SFL wirkt mal wieder völlig dilettantisch.
    • Toerpe Zwerg 11.07.2020 15:40
      Highlight Highlight Uns mit welcher Rechtfertigung?
    • Elpampa 11.07.2020 17:14
      Highlight Highlight @ Toerpe:

      Es war jedem Verein bewusst, welches Risiko hier eingegangen wurde mit dem Restart.

      Wenn ich in der 5.Liga zu viele verletzte habe, andere Absenzen etc. muss ich auch Forfait geben.

      Forfait oder U21 schicken...
    • FCZBVB180 11.07.2020 18:08
      Highlight Highlight das ist aber auch alles andere wie fair... SG hat gegen den FCZ zb alle 3 Spiele verloren, jetzt sollen andere Mannschaften die Punkte ienfach geschenkt bekommen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ketchum 11.07.2020 14:52
    Highlight Highlight Saisonabbruch & St.Gallen und YB spielen einen Final um den Titel. Wo ist egal, einfach nicht auf Plastik
  • Victor Paulsen 11.07.2020 14:05
    Highlight Highlight Aussgerechnet in diesem Jahr, wo mal wieder Spannung in der Liga war
  • SF_49ers 11.07.2020 13:10
    Highlight Highlight Ich finde basel st gallen und yb sollten sicher die plätze bekommen. Den rest kann man auslosen wer sie bekommen soll. Bisher haben andere klubs ja auch nie wirklich sich hervorgetan in der el quali
    • maxi #sovielfürdieregiongetan 11.07.2020 18:53
      Highlight Highlight ähm ja genau... ein blick auf die 5Jahreswrertung würde dir gut tun
  • Bruno Zehr 11.07.2020 12:45
    Highlight Highlight Game over
  • Kak Attack 11.07.2020 12:36
    Highlight Highlight Da das CAS im Falle von Yverdon/Rappi bereits entschieden hat, dass Abbruch+Annulation der Saison rechtens ist, denke ich, dass die SFL sich daran orientieren wird. Hart für SG/SFC/FCL, was Europa betrifft und für LS/GC/Vaduz/Kriens betreffend Aufstieg oder Barrage. Entscheide mit Abbruch+Wertung wären aufgrund dieses Urteils wohl juristisch anfechtbar.
  • Malenky74 11.07.2020 12:10
    Highlight Highlight Bitte gerne Szenario 3. Aber ab sofort Tests einführen! Gopf.
    Uefa-Plätze: am 2.8. Punkteschnitte nehmen und demgemäss die EC Teilnehmer melden. Danach kann man in Ruhe die MS zu Ende spielen.
    Und: ich würde offiziell jedem Spieler die Möglichkeit geben diese Meisterschaft nicht weiter spielen zu müssen (aus 'persönlichen Gründen'). Für neue Saison halt definieren. Denn wie andere schon sagten: wir MÜSSEN mit Corona leben.
  • Heini Hemmi 11.07.2020 11:45
    Highlight Highlight Es stellt sich auch die Frage, warum es in allen anderen ausländischen Ligen unter den Hunderten von Spielern keine Fälle gibt, vor allem in der Bundesliga, die bereits fertig gespielt ist. Wahrscheinlich hat man möglichst defensiv getestet, damit man positive Tests vermeiden kann.
    • bokl 11.07.2020 17:09
      Highlight Highlight Dynamo Dresden musste auch in Quarantäne!
    • Heini Hemmi 11.07.2020 18:25
      Highlight Highlight q.e.d.: In den unteren Ligen wird mehr getestet, weil‘s um weniger Geld geht.
    • maxi #sovielfürdieregiongetan 11.07.2020 21:47
      Highlight Highlight es gab mit Köln zB auch 1. BuLi Teams mit Coronafällen.
  • Joe Meier 11.07.2020 11:38
    Highlight Highlight Ich hab bei solchen Diskussionen immer noch das Gefühl dass wir es mit einem hochgefährlichen, in den meisten Fällen tödlichen Virus zu tun haben. 1 Spieler ist infiziert (nicht krank) und nun soll alles gestoppt werden? Das funktioniert in der Wirtschaft auch nicht...
    • ThePower 11.07.2020 13:16
      Highlight Highlight Fussball ist kein Bürojob, oder grätschst du morgens die Sekretärin um, wenn du ins Büro kommst?🤣
    • Berner Junge 11.07.2020 15:22
      Highlight Highlight Grätschen vileicht nicht.🙊
  • ubu 11.07.2020 11:34
    Highlight Highlight Sehe ich, wie professionell hier gehandelt wird, dann finde ich die hohen Saläre also schon gerechtfertigt. - Ironie off
  • Uno 11.07.2020 11:28
    Highlight Highlight Jetzt wo auch andere FCZ-Spieler positiv getestet wurden, vermute ich auch, dass sich auch in anderen Teams Spieler angesteckt haben können. Das Virus ist, wenn es einmal da ist, einfach sehr infektiös und Fussball geht schlecht mit Abstand halten. Denke bis zur Impfung wird das mit dem Fussball und auch vielen anderen Sportarten ein Murks.
  • hoi123 11.07.2020 11:25
    Highlight Highlight Jedes Szenario in dem die Güller nicht Meister werden, ist ein gutes Szenario!
    • Berberis 11.07.2020 12:27
      Highlight Highlight ok, cool.
  • L4c3 11.07.2020 11:21
    Highlight Highlight Alle Spiele die der FCZ und GC selbstverschuldet nicht spielen können Forfait 0:3. Der Rest kann weitermachen. Hauptsache YB bleibt Meister.
    • ThePower 11.07.2020 13:13
      Highlight Highlight Unsinn, wir wollen die Titelverteidigung auf dem Rasen, nicht am grünen Tisch. Wo bleibt dein Sportsgeist?🤨
    • Toerpe Zwerg 11.07.2020 15:42
      Highlight Highlight Selbstverschuldet?
  • Herren 11.07.2020 10:58
    Highlight Highlight Wie steckte sich Kryeziu an? Haben sich er und der FCZ an die Sicherheitsvorschriften gehalten? Sind sie selber Schuld, dass er sich angesteckt hat?
    • Selbstverantwortin 11.07.2020 16:55
      Highlight Highlight Komm wir stigmatisieren Infizierte...
      🙄
    • Herren 11.07.2020 17:45
      Highlight Highlight Nein, es geht mir darum herauszufinden, ob der FCZ unverantwortlich handelte oder nicht. Wenn Kryeziu z.B. sich im Ausgang angesteckt hat oder der FCZ sich nicht an die BAG-Anweisungen gehalten hat, sehe ich es nicht ein, weshalb dies für die restlichen Clubs negative Auswirkungen haben sollte.
  • Hakuna!Matata 11.07.2020 10:51
    Highlight Highlight Man darf ruhig auch das Sicherheitskonzept der Liga anzweifeln. Angeblich schreibt dieses keine obligatorischen Tests vor den Spielen und Trainings vor.
    Und nun gibt es die grosse Überraschung mit der wohl niemand (/s) rechnen konnte: Ein positiv Getesteter! Scheinbar hat das Konzept für diesen unwahrscheinlichen (/s) Fall keine Lösung vorgesehen.
    • Filzstift 11.07.2020 11:00
      Highlight Highlight Das Problem ist: Die Liga wollte das. Der BAG erachtete das als "übertrieben", da auch dann keine 100%-Garantie möglich ist. Also liess man das sein.
    • Staedy 11.07.2020 11:06
      Highlight Highlight Bravo 100% richtig. Gleiches gilt für den TV gesteuerten Spielplan pro Spieltag über 3 Tage in dieser Zeit. Völlig unverständlich. Man hatte auch von Anfang an keinen Reservetermin.
  • insider 11.07.2020 10:46
    Highlight Highlight "Regel 3 — Spieler" sagt: "Das Spiel darf nicht begonnen oder fortgesetzt werden, wenn ein Team weniger als sieben Spieler aufweist."
    Das naheliegendste wäre Forfait oder mit jungen Spielern auffüllen. Jeder wusste, was die Konsequenzen bei einem positiven Test sein werden. Darum: einfach weiter spielen gemäss Spielplan. Alles easy.
    Hat eine Mannschaft viele Verletzte wird auch nicht über Verschiebungen oder Abbruch gesprochen. Das Leben ist nicht fair.
    • Uranos 11.07.2020 12:52
      Highlight Highlight Zuerst war ich von deinem Vorschlag begeistert. Aber es gibt da ein Problem: Wenn die Teammitglieder in Quarantäne müssen, ohne selbst infiziert zu sein, ist das nicht unbedingt Selbstverschulden, sondern die Folge von behördlichen Anordnungen. Somit wäre es wiederum ungerecht, einzelne Teams so hart zu bestrafen (und das sage ich als YB-Fan)
    • insider 11.07.2020 16:24
      Highlight Highlight Weisst du, da denke ich eben das liegt in der Eigenverantwortung eines jeden einzelnen, in diesem Fall der Spieler.
      Wie wichtig ist mir mein Job? Und wie wichtig ist mir der Fortbestand meiner Firma?
      Konkret: als Sportler halte ich mich aktuell so weit, wie möglich aus dem Sozialleben raus.
  • schnupperi 11.07.2020 10:39
    Highlight Highlight "Mit dem ungemütlichsten aller Fälle, einer Ansteckung von Spielern, musste sie eigentlich rechnen."
    Genau, und das wird man auch in Zukunft. Wenn das verhindert werden soll, können sich gleich alle Spieler beim RAV melden. Dasselbe gilt für alle Eis-/Unihockey-, Handball-, Volleyballspieler usw. Denn dieses Risiko wird nicht so schnell verschwinden. Das gehört dazu, wie wenn man sonst arbeiten geht, ein Restaurant besucht oder eine Hochzeit feiert. Dias Risiko wird latent immer da sein. Das einzige Problem im Moment sind die fehlenden Zeitpuffer.
    • PlayaGua 11.07.2020 11:25
      Highlight Highlight Das ist so. Sonst müsste man das gesamte öffentliche Leben wieder lahm legen. Aktuell ist halt der gedrängte Spieltag das Problem.
  • ThePower 11.07.2020 10:35
    Highlight Highlight Variante 4: Entscheidungsspiele unter Berücksichtigung der Tabellensituation, d.h:

    Titelentscheidung:
    - YB spielt gegen den FCSG um den Titel
    - Basel bleibt Dritter


    Europacupplätze:
    - Luzern (6.) spielt gegen den FCZ (5.) nach deren Quarantäne. Der Sieger spielt gegen Servette um Rang 4.

    Abstieg:
    - Xamax (10.) spielt gegen Thun (9.). Der Verlierer steigt ab, der Sieger spielt gegen Sion (8.). Der Verlierer dieses Duells geht in die Barrage, der Sieger ist Achter und bleibt oben.

    Dann wären wir nach 5 Spielen fertig und es wäre eine faire Lösung. Was meint ihr?
    • Pipikaka Man 11.07.2020 10:43
      Highlight Highlight Klingt gut. Muss sagen das wäre die beste Lösung.
    • kev 11.07.2020 11:17
      Highlight Highlight auch die liga muss sich an ihre selbst definierten regularien halten. man kann nicht einfach mitten in der saison die regeln ändern, krise hin oder her, sonst klagt am schluss jeder.
    • Berberis 11.07.2020 11:30
      Highlight Highlight Interessanter Ansatz. Mal schauen, ob die SFL hier mitliest ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Truber 11.07.2020 10:33
    Highlight Highlight Ist zu hoffen, dass der Fussballverband rigoros durchgreift. Wer selbstverschuldet nicht zur Partie antreten kann, verliert das Spiel 0:3 forfait. so einfach ist das!
    • Forest 11.07.2020 11:59
      Highlight Highlight Damit erreicht man höchstens das Gegenteil und die Vereine lassen alle ohne Beschwerden spielen, egal ob infiziert oder nicht.
  • Fakten 11.07.2020 10:31
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Roque SF 11.07.2020 10:29
    Highlight Highlight Langsam wird es absurd. Ein Spieler wird positiv getestet, das ganze Team muss in Quarantäne und jetzt scheint es, dass als Folge davon das realistischste Szenario ein Abbruch ist. Mal ganz unabhängig vom Fussball: wo soll das alles noch hinführen? Wir sollten dringend damit lernen zu leben, dass dieses Virus da ist und nicht so schnell weg geht. Daraus ergeben sich zwei Optionen: wir schliessen uns ein und warten ab, bis wir vereinsamt sterben. Oder wir gehen mit gesundem Menschenverstand weiter durchs Leben, geniessen es und sterben irgendwann halt einfach, aber immerhin erfüllt.
    • Danilowski 11.07.2020 11:39
      Highlight Highlight Ich kann diese unfassbare Panik auch nicht nachvollziehen. Vorsicht ja, aber immer gleich in Panik verfallen ist doch kontraproduktiv.
  • P.Rediger 11.07.2020 10:27
    Highlight Highlight Es ist ja nicht so, dass das Virus erst seit gestern bekannt ist. Also wenn der SFV sich nicht darauf vorbereitet hat, was zu machen ist, wenn sich ein Spieler oder Betreuer ansteckt, dann würde das ja schon von Unfähigkeit oder grenzenloser Naivität zeugen.
    • Staedy 11.07.2020 11:09
      Highlight Highlight Wann merkt es einmal jeder? Nicht der SFV ist verantwortlich, es ist die SFL. Die SFL ist die Profiliga der CH-Klubs in welcher die Klubpräsidenten die Geschicke selber bestimmen. Die Canepas, Burgener, Hüppi usw. Sie nennen sich Profi und machen die grösseren Fehler als die Amateure.
    • Heini Hemmi 11.07.2020 11:40
      Highlight Highlight Mit der Politik hat der SFV ja ein unrühmliches Vorbild. Erst als das Virus im Tessin zum ersten Mal auch in der Schweiz auftrat, begann man, langsam darüber nachzudenken, was man denn nun tun könnte und ob man evtl. noch ein paar Schutzmasken bräuchte.
    • Alberto Bisaccia 11.07.2020 11:41
      Highlight Highlight Die SFL organisiert die Meisterschaft und nicht der SFV
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adi E. 11.07.2020 10:06
    Highlight Highlight Solange man wegen jedem Corona-Fall sofort in Panik ausbricht und alles stehen und liegen lässt. Ist an eine Fortführung der Meisterschaft über Jahre hinaus nicht zu denken. Sämtliche Teams werden dies nicht überleben. Der Umgang mit der Krankheit muss sich ändern.
    • Danilowski 11.07.2020 11:43
      Highlight Highlight Richtig! Aber nicht nur eine Fortführung der Meisterschaft wäre über Jahre undenkbar. Dann ist allgemein an ein geregeltes, lebenswertes Leben nicht zu denken.
  • Now 11.07.2020 09:46
    Highlight Highlight Machen wir uns nicht lächerlich. Testet die Spieler der betroffenen Teams jetzt und noch einmal in einer Woche, nehmt die Positiven raus und weiter gehts.

    Wir machen ein riesen Tamtam in gewissen Bereichen, wo das Risiko eher mittelgross ist aber gehen am Wochenende in Clubs und Bars...
  • Dark Circle 11.07.2020 09:39
    Highlight Highlight Die Saison hätte gar nicht erst wieder beginnen dürfen. Aber natürlich war wieder einmal das liebe Geld zu wichtig.
    Ich fände es am besten, wenn man es wie im Eishockey handhaben würde: Saison abbrechen, niemand wird Meister und niemand steigt ab.
    • Super8 11.07.2020 11:45
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Danilowski 11.07.2020 11:46
      Highlight Highlight Was für eine Aussage. Sollten wir also deiner Meinung nach nun diverse Existenzen den Bach runter lassen? Denn, wenn man nicht Fussball spielen kann, dürfen wir auch allgemein nicht mehr unter Menschen. Wie stellst du dir das vor und glaubst du wirklich, das wäre der Gesundheit förderlich?
    • Dark Circle 11.07.2020 13:01
      Highlight Highlight Das Eishockey scheint ja keine Probleme damit zu haben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • elco 11.07.2020 09:37
    Highlight Highlight Vielleicht einfach mal damit beginnen, MIT Corona zu leben? Andernfalls ist der Fussball bis auf unabsehbare Zeit Geschichte. Und noch so vieles dazu mehr.
  • DrLecter 11.07.2020 09:31
    Highlight Highlight Es müsste eigentlich erwartet werden, dass die Liga ein pfannenfertiges Konzept, nämlich wie es in einem solchen Fall weitergehen soll, aus der Schublade zücken kann. Irgend etwas sagt mir aber, dass dem vermutlich nicht so ist!
  • Baumi72 11.07.2020 09:29
    Highlight Highlight Zürich scheint eine Brutstätte für neue Fälle zu sein. :-)

    Eventuell Grenzkontrollen zum Kanton Zürich einrichten?

    🤘
    • dan2016 11.07.2020 14:44
      Highlight Highlight Als ich dies vor 2 Wochen Nicht ganz ernstgemeint brachte, war das Herz/Blitz Verhältnis noch umgekehrt. Rational wäre es, China hat es so bekämpft, Italien, Spanien
  • NumeIch 11.07.2020 09:26
    Highlight Highlight Szenario 2 kann man machen, wenn man mit Klugen von diversen Klubs zugedeckt werden will und man selbst im Janhr 2022 noch nicht die entgültige Tabelle der aktuellen Saison kennen will.
  • Paul_Partisan 11.07.2020 09:26
    Highlight Highlight Wieso werden nicht einfach die Partien forfait für die Gegner gewertet?
    • Toerpe Zwerg 11.07.2020 09:31
      Highlight Highlight Und wieso sollte das opportun sein?
    • Dynamischer-Muzzi 11.07.2020 09:56
      Highlight Highlight Du willst den ganzen Verein Strafen, weil ein Spieler Corona hat? Mol mol, genau so funktioniert Demokratie und Fairness 🤦🏻‍♂️
    • Super8 11.07.2020 09:59
      Highlight Highlight @Zwerg: Wieso sollte das nicht opportun sein? Wieso sollten alle andere Clubs nun dafür büssen, dass die Zürcher Clubs ihre Spieler nicht im Griff haben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 11.07.2020 09:24
    Highlight Highlight Bevor wir grosse Szenarien entwerfen, sollte man sich zB die Frage stellen, wieso ein Spieler am Dienstag Symptome haben kann und man erst am Freitag reagiert.
    Wenn das im Rahmen der Schutzregelung passieren kann, dann muss man keine Szenarien mit Spielen überlegen. Abbruch und sich ernsthaft Gedanken machen WANN die nächste Meisterschaft starten soll und unter welchen griffigen Voraussetzungen.
    • Tschowanni 11.07.2020 09:50
      Highlight Highlight Man sollte sich auch Fragen wieso Spieler in Quarantäne müssen weil sie am Dienstag mit einem Infizierten Trainiert haben, am Mittwoch der Test negativ ausfällt und die Quarantäne abgebrochen wird. Und das ganze bei einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen? Soll ich ernst nehmen?
    • René Obi 11.07.2020 11:16
      Highlight Highlight Am Dienstag hatte er gespielt, noch ohne Symptome. Die Symptome kamen danach und ab da war er nicht mehr im Training. Dummerweise sind Träger des Virus schon einige Tage vor dem Erkennen von Symptomen ansteckend.
    • FrancoL 11.07.2020 11:19
      Highlight Highlight @andy; Bei welchen Spielern wurde am Mittwoch die Quarantäne abgebrochen? Sie wurde ja erst am Freitag aktiviert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 11.07.2020 09:23
    Highlight Highlight Vielleicht erstmal die Reglemente studieren, bevor man absurde Vorschläge macht.
    • inquisitio 11.07.2020 09:52
      Highlight Highlight Und was sagt das Reglement?
    • Staedy 11.07.2020 11:10
      Highlight Highlight Das machen ja nicht einmal die Klubs.......
    • Uranos 11.07.2020 12:50
      Highlight Highlight Interessanterweise habe ich gerade das Corona-Reglement der SFL gelesen und dort steht eigentlich drin, dass der positiv getestete Spieler anonym bleiben sollte........
  • Eifach öpis 11.07.2020 09:07
    Highlight Highlight Es ist womöglich eine dumme Frage, aber wäre es denn nicht möglich alle Spieler der betroffenen Teams testen zu lassen und diese im Falle eine negativen Tests weiterspielen zu lassen? Bestenfalls würde dann ja nur ein Spieler für 10 Tage ausfallen, was keinen grossen Einfluss auf die Resultate haben dürfte.

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