«Aktenzeichen XY» wird ausgebaut: Neue Sendung im ZDF setzt riesige TV-Reihe fort
Wenn ein TV-Klassiker über Jahrzehnte hinweg erfolgreich bleibt, ist das selten Zufall. «Aktenzeichen XY... ungelöst» gehört zu den Formaten, die sich immer wieder neu erfinden, ohne ihren Kern zu verlieren.
Mittlerweile gibt es mehrere Ableger im Fernsehen sowie einen Podcast, und dabei soll es nicht bleiben. Nunmehr setzt das ZDF aber nicht auf komplett neue Fälle, sondern auf eine vertiefte Aufarbeitung.
Neues «XY»-Format im ZDF: Darum geht es
Das ZDF bringt mit «XY Spuren des Verbrechens» einen neuen Ableger der bekannten Reihe ins Fernsehen. Wie der Sender in einer Mitteilung verkündet, startet das Format am 6. Mai und läuft künftig mittwochs um 19.25 Uhr im Vorabendprogramm.
Bereits ab 10 Uhr am selben Tag stehen die Folgen auch im Streaming-Bereich zur Verfügung.
Im Mittelpunkt stehen Fälle, die bereits in «Aktenzeichen XY... ungelöst» behandelt wurden. Diese werden erneut aufgegriffen und mit neuen Erkenntnissen ergänzt. Ziel ist es, offene Fragen aus früheren Sendungen zu klären und Entwicklungen nachzuzeichnen.
Moderiert wird die Sendung von Helene Reiner, die mit Betroffenen und Angehörigen spricht. Ergänzt werden die Beiträge durch Einschätzungen von Expertinnen und Experten. Regelmässig dabei ist Fabian Puchelt vom Landeskriminalamt Bayern, der die Perspektive der Ermittlungsbehörden einordnet.
Um fehlendes Bildmaterial zu ersetzen oder den Opferschutz zu gewährleisten, setzt das ZDF auf eine besondere visuelle Umsetzung. Teile der Geschichten werden als Graphic Novels dargestellt, Saba Bussmann und Uta Röttgers sind für die Gestaltung zuständig.
Jede Folge widmet sich einem bestimmten Thema. Zum Auftakt geht es um Vermisstenfälle, danach folgen unter anderem Sendungen zu Entführungen, Serienmorden, Verbrechen an Prostituierten sowie Femiziden.
«Aktenzeichen XY... ungelöst»: Dauerbrenner im ZDF
Dass das ZDF den «XY»-Kosmos weiter ausbaut, überrascht nicht. Das Original «Aktenzeichen XY... ungelöst» startete 1967 und zählt seit Dekaden zu den erfolgreichsten Formaten im Programm.
Erst im vergangenen Januar explodierten die Reichweiten nach einer längeren Sendepause: 5,2 Millionen Menschen schalteten ein. Im Februar waren es mit 4,42 Millionen zwar deutlich weniger, doch das ist immer noch ein Wert, von dem die meisten anderen Sendungen nur träumen können.
