Gefahren beim Baden – So erkennst du Menschen in Not
Die heissen Sommertage ziehen viele in die Flüsse, Seen und Freibäder der Schweiz. Neben Spass und Erholung bringt dies leider auch eine erhöhte Anzahl von Unfällen mit sich.
Vieles lässt sich zum Glück mit der richtigen Vorbereitung und mit bewusstem Handeln in und ums Wasser vermeiden.
Trotzdem wird die Gefahr beim Baden gerne unterschätzt. Besonders junge Männer bilden hier die grösste Risikogruppe. Auch die eigenen Fähigkeiten werden gerne überschätzt, während weitere Faktoren wie Alkohol, Gruppendruck oder fehlende Ortskenntnis die Gefahr weiter erhöhen können. Dazu kommt, dass im entscheidenden Moment viele gar nicht wissen, wie es aussieht, wenn jemand im Wasser in Not gerät.
In den meisten Köpfen grassiert immer noch die Hollywood-Vorstellung von Um-Hilfe-Schreien und Mit-den-Armen-Winken. In der Realität läuft Ertrinken aber oft viel stiller ab. Der Körper ist im Überlebensmodus und wendet alle Ressourcen dafür auf, den Kopf so lange wie möglich über Wasser zu halten. Dabei bleibt selten Energie übrig, um zu rufen oder anders auf sich aufmerksam zu machen. Stattdessen haben Ertrinkende eine aufrechte Haltung im Wasser, den Kopf nach hinten geneigt und einen starren Blick.
Weil viele diese Symptome nicht kennen, geschehen leider auch wiederholt Unfälle in unmittelbarer Nähe von anderen Schwimmern. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder immer in Griffnähe begleiten.
Das heisst aber auch nicht, dass man sofort zu jedem ins Wasser springen sollte, wenn man eine Gefahr erkennt, denn auch für Helfer kann es schnell gefährlich werden.
Wir haben mit einem Experten der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft gesprochen und nachgefragt, welche Gefahren es gibt und wie man im Ernstfall am besten Hilfe leisten kann.
