Videos zeigen Schreckmoment beim Oeschinensee – Gebiet wird schon lange beobachtet
Am Oeschinensee oberhalb von Kandersteg im Kanton Bern haben sich am Samstag, 8. August 2026, offenbar Geröllteile eines Berghanges gelöst und sind in Richtung Tal gestürzt. Das berichten verschiedene Userinnen und User auf Social Media, die den Vorfall auch aus verschiedenen Perspektiven gefilmt haben. Hier kannst du es dir anschauen:
Ob es sich bei dem Ereignis «nur» um einen Stein- oder Brockenschlag handelte, oder ob man von einem Felssturz sprechen kann, ist anhand der Videos nicht eindeutig zu bestimmen. Von einem Felssturz spricht man laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) dann, wenn ein Gesamtvolumen von mindestens 100 Kubikmetern ins Tal stürzt – zum Vergleich: Das entspricht im Durchschnitt dem Fassungsvermögen von 500 bis 600 Badewannen.
Die Medienstelle der Kantonspolizei Bern hat watson gegenüber am Sonntag bestätigt, Kenntnisse von den Videos zu haben. Eine offizielle Meldung zum Vorfall sei hingegen nie eingegangen.
Schon länger unter Beobachtung
Der Berg «Spitze Stei» oberhalb von Kandersteg wird laut dem Kanton Bern schon seit 2018 beobachtet. 15 Millionen Kubikmeter Fels würden sich dort bewegen.
Die Gemeinde Kandersteg hat entsprechende Gebiete für Fussgängerinnen und Fussgänger gesperrt, heisst es in einer Mitteilung. Bewohntes Gebiet sei demnach nach aktuellem Kenntnisstand weder durch Sturz- noch Murgangereignisse gefährdet. Dies gelte auch für sämtliche offenen Bereiche im Gebiet Oeschinen. Eine nächste Lagebeurteilung will die Gemeinde spätestens am 14. August geben. (lzo)
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