Schweiz
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Wahlplakate zu den kommenden eidgenoessischen Wahlen vom 20. Oktober in Maegenwil am Mittwoch, 4. September 2019. .(KEYSTONE/Walter Bieri)

Wahlplakate an einem Strassenrand im Aargau Bild: KEYSTONE

So gut repräsentieren die Nationalrats-Kandidierenden die Schweiz (oder auch nicht)



Das Amt des Nationalrats, beziehungsweise der Nationalrätin, ist so beliebt wie noch nie. In den 22 Kantonen, in denen es ein Anmeldeverfahren gibt, kandidieren insgesamt 4652 Personen auf 511 Listen. Das entspricht einer Zunahme von 22.7 Prozent im Vergleich zu 2015. In den Kantonen Uri, Glarus, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden, die je nur einen Nationalratssitz zu vergeben haben, kann jede stimmberechtigte Person gewählt werden.

Anzahl Kandidaturen Nationalratswahlen 2019

Anzahl Kandidierende für den Nationalrat (1971-2011 Proporzkantone, 2015 Proporzkantone und OW/NW (4 Kandidierende), 2019 Proporzkantone und OW/NW (7 Kandidierende) Bild: watson

Doch wie gut widerspiegeln diese möglichen zukünftigen Nationalräte und Nationalrätinnen überhaupt die Schweizer Bevölkerung? Wir haben die Kandidierenden unter die Lupe genommen.

Altersverteilung

Für den Altersvergleich mit der Schweizer Bevölkerung haben wir Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr vernachlässigt. Die jüngste berücksichtige Altersgruppe sind also 18- bis 27-Jährige. Diese Gruppe ist unter allen Kandidierenden deutlich übervertreten.

Ein vergleichender Blick auf die Parteien – inklusive Jungparteien, Senioren- Unternehmer-, Auslandschweizer und anderer Unterlisten – zeigt: Den grössten Anteil an unter 28-Jährigen hat das Kandidatenfeld der SP: 239 der 592 Politiker gehören in diese Gruppe (40,4%). Auch die Grünen haben mit 38,7% einen grossen Teil an 18- bis 27-Jährigen.

Altersverteilung Kandidierende Nationalrat

Bild: watson

Der jüngste Kandidat ist der Grünliberale Sebastian Huber aus dem Kanton Luzern, er wird exakt einen Tag vor den Wahlen seinen 18. Geburtstag feiern.

Der älteste Kandidat ist CVP-Mann Jacques Neirynck aus dem Kanton Waadt, er ist mit Jahrgang 1931 ganze 70 Jahre älter als Huber. Er wurde bereits 1999 für die CVP in den Nationalrat gewählt, verlor den Sitz 2003 jedoch wieder. Bei den Wahlen 2007 gewann er ihn zurück, konnte ihn 2011 verteidigen, schaffte dies jedoch 2015 nicht mehr. In diesem Jahr will er es erneut versuchen.

Jacques Neirynck, ancien Conseiller national PDC, lors de la conference de presse de lancement de la campagne vaudoise

Der 88-jährige Nationalratskandidat Jacques Neirynck Bild: KEYSTONE

Geschlecht

An der starken Zunahme von Kandidierenden bei diesen Wahlen sind vor allem die Frauen verantwortlich. In den meisten Kantonen ist die Zahl der Kandidatinnen viel stärker angestiegen als die der Kandidaten. Im Vergleich zu 2015 stieg der Anteil der weiblichen Kandidatinnen von 34.5 auf 40 Prozent.

Den grössten Frauenanteil haben die Grünen (55,4%), gefolgt von der SP (51,0%). Am wenigsten Frauen kandidieren für die SVP (22,1%).

Geschlechterverteilung Bevölkerung und Kandidierende Nationalrat

Bild: watson

Wohnort

Das Bundesamt für Statistik teilt jede Gemeinde der Schweiz einer Typologie zu. Demnach wohnen 62,9% der Bevölkerung in einer städtischen Gemeinde, 21,2% in einer Agglomeration und 15,9% auf dem Land. Auf dieser Karte kannst du prüfen, welchen Typ deine Gemeinde hat.

Hier deckt sich die Verteilung über das gesamte Kandidatenfeld relativ gut.

Typologie Gemeinde Kandidierende Nationalrat

Bild: watson

In diesen Gemeinden wohnen die Nationalrats-Kandidierenden:

Je dunkler eine Gemeinde eingefärbt ist, umso mehr Leute haben eine Kandidatur angemeldet. Tippst du eine Gemeinde an, erscheinen die Namen der Kandidierenden.

Ausserdem gibt es noch 73 Kandidierende, die ihren Wohnsitz zurzeit im Ausland haben.

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dominik Treier 18.09.2019 14:17
    Highlight Highlight Nun das sind ja wunderbare Listen, die ihr da zusammengetragen habt, nur sind sie kein Bisschen aussagekräftig, da gerade die unteren Altersgruppen, die meist auf Jungparteilisten stehen, kaum Wahlchancen haben... Wenn in Bern jemand übervertreten ist, ist es wohl eher das mittlere Alter von 40-60!
    Ausserdem finde ich das gerade in der Bundespolitik, die wegweisende Entscheide für die nächsten Jahrzehnte fällt, keine Alterspartität herrschen muss, denn gerade die ältere Generation wird einen grossen Teil der konservativen oder teils gar rückwärtsgewandten Entscheide die sie fällt nicht erleben
  • Clay 18.09.2019 12:43
    Highlight Highlight Die Überschrift dieses Artikels ist ein bisschen irreführend, hätte jetzt noch was von Mandatsträger und "Wirtschaftsgeld-Empfänger" erwartet.
  • Stambuoch 18.09.2019 11:30
    Highlight Highlight Na das nenn ich aber überraschend: In der grössten Stadt kandidieren von jeder Partei am Meisten Leute...auf das könnte man auch ohne Graphik kommen. Nette Spielerei und Beschäftigungstherapie für die Graphiker. Ansonsten: wertlos. Und dass Basel zumeist die Nummer 2 ist, sit wenig überraschend, besteht der Knaton Basel-Stadt aus 3 Gemeinden: Basel, Riehen, Bettingen.

    Aussagekräftiger wäre da eindeutig Kandidierende pro Einwohner oder so ähnlich.
  • aglaf 18.09.2019 10:54
    Highlight Highlight Interessante Ûbersicht. Aber für meinen Wahlentscheid richte ich mich nach anderen Kriterien. National- und Ständeräte sind sogenannte Volksvertreter, also schaue ich, dass mein "Vertreter" möglichst meine Meinung vertritt. Wie andere Kommentarschreiber schon bemerkt haben, lässt sich dies über Vimentis oder Smartvote herausfinden. Ich persönlich hatte da ein Aha-Erlebnis. Die Personen, die ich laut diesen Plattformen wählen sollte, gehören in meinem Kanton anderen Parteien an, als ich aus dem Gefühl heraus gewählt hätte. In einem Nachbarkanton hätte ich auf mein Parteigefühl verlassen können.
  • Filzstift 18.09.2019 09:57
    Highlight Highlight Die Karten "In diesen Gemeinden wohnen die Nationalrats-Kandidierenden" sind nicht aussagekräftig.

    Man sieht einfach einen dunklen Fleck bei Zürich, sonst sieht fast alles weiss aus.

    Besser wäre folgendes: relativer Anteil an Kandidaten einer bestimmten Partei im Verhältnis zu allen Kandidaten, und das pro Kanton (oder Bezirk). Gemeindeebene ist zu tief gewählt.
  • Goudfisch 18.09.2019 09:35
    Highlight Highlight Die Grafik mit den Kandidierenden mit Wohnsitz im Ausland finde ich noch spannend. Ich frage mich dann, ob sie (falls gewählt) in die CH zurück ziehen, während der Sessionen hier in den Ferien sind...
    Was mich vor allem überrascht hat, wie viele für die SVP kandidieren.
    • Nony 18.09.2019 10:16
      Highlight Highlight Warum sollten sie in die CH zurückkommen? Herr Köppel geht ja nicht einmal an die Sitzungen, obwohl er doch in der CH lebt.
  • Ganesh LXIX 18.09.2019 08:21
    Highlight Highlight Tut mir schrecklich leid es so sagen zu müssen, aber die Mehrheit repräsentiert ihr eigenes Portemonnaie und irgendwelche zugetragenen Meinungen.
    • Ich mein ja nur 18.09.2019 08:48
      Highlight Highlight Demokratie ist die schlechtestes Staatsform, abgesehen von allen anderen. Sie sollten nicht von einzelnen Personen auf alle anderen schliessen.
    • Platon 18.09.2019 09:14
      Highlight Highlight @Ganesh
      Deshalb muss man jene Parteien wählen, deren Portmonnaie etwa so dick ist wie das, deren Bürger sie vorgeben zu vertreten!
    • Henri Lapin 18.09.2019 09:31
      Highlight Highlight Wer hat Ihnen diese Meinung zugetragen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mr. Wayne 18.09.2019 08:05
    Highlight Highlight Macht bitte mal eine Liste mit fragen an die Kandidaten, wie sie auf Abstimmungen im Nationalrat ihre Stimme geben werden. So könnten Wähler sich ihre Leute richtig auswählen. Und ihr habt bei Abweichungen Eure Story's
    • Nume no eis, bitteee! 18.09.2019 09:25
      Highlight Highlight Smartvote könnte da etwas helfen.
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 18.09.2019 09:26
      Highlight Highlight Mr. Wayne

      kannst du hier nachschauen.

      https://www.vimentis.ch


    • Mathias Pfister 18.09.2019 09:33
      Highlight Highlight Auf smartvote kannst Du angeben, wie Du in gewissen Themenbereichen wählst und am Ende wird dir der passende Kandidat zu deinem Wahlverhalten empfohlen ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Galius Julius 18.09.2019 07:48
    Highlight Highlight Hihihihi Schuppisser
    • ujay 18.09.2019 16:59
      Highlight Highlight ....Butthead, bist du das?
    • Dominik Treier 18.09.2019 18:31
      Highlight Highlight Ich lese auch immer Schuhpisser und muss mich enorm beherrschen ernst zu bleiben. Mein Respekt vor Leuten mit dem Namen...
  • victoriaaaaa 18.09.2019 07:39
    Highlight Highlight kurze Verständnisfrage: unter Bevölkerung, versteht ihr da Wahlberechtige, oder einfach allgemein Leute die hier leben?
    • Lea Senn 18.09.2019 08:23
      Highlight Highlight @victoriaaaaa Abgebildet sind immer alle Personen, die in der Schweiz wohnen, nicht nur Wahlberechtigte.

      Eine Ausnahme bietet die Grafik zur Altersstruktur, dort haben wir die Unter-18-Jährigen weggelassen.
  • benn 18.09.2019 07:34
    Highlight Highlight Viel mehr würde mich interessieren, welche Kompetenzen, Ausbildung und Erfahrungen die Kandidaten vorweisen können um so einen Job pberhaubt machen zu können? Aber die fachliche Qualifikation und Eignung scheinen in der Politik leider keine Rolle zu spielen.
    • Nony 18.09.2019 10:19
      Highlight Highlight Das sind aber hohe Anforderungen, die Sie da stellen. Tatsächlich müssen die Kandidaten nur Schweizer sein und das passive Wahlrecht besitzen - sprich wählbar sein. Also nix, was sich in irgendeiner Weise mit dem Begriff Kompetenz umschreiben liesse.
  • Merida 18.09.2019 07:29
    Highlight Highlight Wäre noch interessant jeweils einen Balken zur aktuellen Zusammensetzung des Nationalrats zu haben.
  • Howard271 18.09.2019 07:19
    Highlight Highlight Der Nationalrat muss die Bevölkerung in erster Linie politisch und nicht demographisch vertreten. Das ist zwar auch nicht unwichtig, aber Ersteres sollte stärker im Fokus stehen. In Kleinkantonen hat man oft kaum eine Auswahl und wenn, dann gehen oft viele Stimmen „verloren“, da sie sich verzetteln.
  • Scaros_2 18.09.2019 07:18
    Highlight Highlight Dieses Bild oben triggert mich so hart. Ich hasse diese ganzen Plakate. Ganz ehrlich - ich würd am liebsten alle abreisen. Ich halte sie für solch eine verschwendung - in vielerlei Hinsicht. Und dann lachen alle so verkrampft rein oder in sonst selten dämlicher Pose.
    • Dominik Treier 18.09.2019 18:34
      Highlight Highlight Nun die Plakate finde ich auch ein Witz vor allem die dämlichen Wahlsprüche...
      Ich hätte da schon mehrfach Lust gehabt einige zu korrigieren um mal aufzuzeigen, wie der Kandidat sich wirklich positioniert...

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