Schweiz
Wetter

Überschwemmungen in Zermatt: Videos zeigen das Ausmass

Video: watson

«Es rumpelt und rumort» – so sieht es in Zermatt aus

In Zermatt ist die Vispa über die Ufer getreten. Videos zeigen das Ausmass der Gewitter, deren Folgen das Dorf gerade von der Aussenwelt abschneiden.
21.06.2024, 21:1422.06.2024, 07:53

Wie die Matterhorn Gotthard Bahn am Freitagmittag meldete, ist Zermatt «aktuell weder per Bahn noch per Strasse erreichbar». Wegen der aktuellen Hochwassergefahr musste der Bahnverkehr zwischen Visp und Täsch eingestellt werden. Die nächste Lagebeurteilung der Matterhorn Gotthard Bahn ist auf Samstag 5 Uhr angesetzt.

Auch die Strasse, die nach Zermatt führt, musste aufgrund eines Murgangs am Freitagnachmittag gesperrt werden. Seither ist Zermatt von der Aussenwelt abgeschnitten. Touristinnen und Touristen sind infolgedessen unter anderem in Täsch und Visp gestrandet. Die Gemeiden kümmern sich um Unterkünfte.

In Zermatt selbst ist sowohl die Vispa als auch der Triftbach über die Ufer getreten. Besonders der Triftbach bereitet der Gemeinde Sorgen. Dieser ist zuletzt 2019 mit ähnlicher Wucht über die Ufer getreten.

Romy Biner-Hauser, Gemeindepräsidentin von Zermatt, sagt gegenüber dem «Walliser Bote»: «Es rumpelt und rumort. An den wichtigsten Stellen stehen Bagger bereit, um das Geschiebe sofort beiseite zu räumen. Was noch an Geröll nachkommt und wie es weitergeht, wissen wir aktuell nicht.»

Wie der «Walliser Bote» meldet, seien «sämtliche verfügbare Einsatzkräfte der Feuerwehr» aufgeboten, es herrsche «Alarmstufe Rot».

Grund für das Hochwasser ist eine Regen- und Gewitterfront, die seit Donnerstag über das Wallis zieht. Hinzu kommen die Schneeschmelze und wassergesättigte Böden. Die Behörden warnten zudem vor Hochwassergefahr entlang der Rhône und ihren Seitenflüssen.

Nach Angaben der kantonalen Behörden und der Informationsplattform Alertswiss dürfte der Abfluss der Rhône in der Nacht von Freitag auf Samstag seinen Höchststand erreichen. (lak/aya/sda/lyn)

Video: watson
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Trockenheit setzt Igeln zu: Das «Tier des Jahres» kämpft ums Überleben
Als «Tier des Jahres» 2026 hat der Igel ein Jahr des Überlebenskampfes erlebt. Ein heisser und trockener Sommer führte zu massiver Nahrungsknappheit, was sich in aussergewöhnlich vielen verwaisten Jungigeln und geschwächten Muttertieren zeigte.
Zur Story