Bergläuferin am Matterhorn vermisst
Am Matterhorn läuft die Suche nach der kanadischen Bergläuferin Kalie McCrystal. Die 38-Jährige wird seit mehreren Tagen auf der italienischen Seite des Berges vermisst. Wie die Nachrichtenagentur Ansa und Rai News berichten, suchen Bergrettung und Polizei im Aostatal nach der erfahrenen Athletin.
McCrystal hatte zuvor auf Instagram angekündigt, das Matterhorn über den Liongrat besteigen und in weniger als fünf Stunden wieder absteigen zu wollen. Auf der Schweizer Seite hatte sie den Berg über den Hörnligrat erst vor wenigen Wochen allein bewältigt – in 6 Stunden, 47 Minuten und 33 Sekunden.
Letztes Lebenszeichen auf 3830 Metern
Das bislang letzte bekannte Lebenszeichen stammt vom Dienstag, 1. September. McCrystal machte oberhalb der Jean-Antoine-Carrel-Hütte auf rund 3830 Metern ein Selfie. Auf dem Bild ist sie mit Shorts, leichter Jacke und Trailrunning-Rucksack zu sehen.
Seither fehlt von ihr jede Spur. Die Rettungskräfte durchsuchten am Donnerstag die italienische Normalroute am Matterhorn. Auch Helikopter, ein Recco-Suchgerät und Versuche, ihr Handy zu orten, führten zunächst zu keinem Ergebnis.
Suche durch Kleidung erschwert
Die Route über die Südseite des Matterhorns gilt als anspruchsvoll. Sie ist technisch schwieriger als viele klassische Bergtouren und führt durch hochalpines Gelände mit Fels, Schnee und ausgesetzten Passagen.
Erschwert wird die Suche laut Rai News auch durch McCrystals Kleidung. Ihre weisse Jacke sei zwischen Felsen und Schnee nur schwer zu erkennen, erklärten Rettungskräfte.
Die Hoffnung, McCrystal lebend zu finden, schwindet mit jedem Tag. Die Suche nach der Kanadierin läuft aber weiter. (mke)
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